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Atomausstieg selber machen: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele
Mustereinwendung gegen Borssele 2
Einwendungen gegen das AKW Borssele 2 bis spätestens 12.1.2012 schicken an:
Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL – 2250 AE Voorschoten
NIEDERLANDE
Einwendungen sind auch telefonisch möglich: +39-70 379 89 79
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Vorlage für einen Abschiedsbrief an RWE (DOC-Format, 44 kb)
» Bekanntmachung zweites Kernkraftwerk Borssele (deutsch)
» Planungsunterlagen (niederländisch, z.T. englisch)
Mustereinwendung
Betreff: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des Atomkraftwerks Borssele 2. Zur Begründung:
Gesundheitsgefahren im Normalbetrieb
Bereits im sogenannten Normalbetrieb eines AKW wird Radioaktivität
freigesetzt. In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Deutschen
Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz
vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe. Aktuelle Recherchen aus dem Jahr 2011 ergaben, dass gravierend erhöhte Mengen radioaktive Isotope beim Brennelement-Wechsel freigesetzt werden. In einer 2010 veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München wurde nachgewiesen, dass in der Umgebung von AKW weniger Kinder geboren werden,
vor allem weniger Mädchen. Das anomale Geschlechterverhältnis an
AKW-Standorten in Deutschland, Belgien und der Schweiz ist signifikant.
Gravierende Schäden werden auch durch den Uranabbau im Ausland
verursacht.
Risiko Super-GAU
Atomenergie ist grundsätzlich unbeherrschbar und nicht mit den
Grundrechten auf körperliche Unversehrtheit und Leben vereinbar.
Gefahrenquellen sind Naturkatastrophen, Terroranschläge,
Flugzeugabstürze, menschliches Versagen im Betrieb oder eine Verkettung
unglücklicher Umstände. Die gesundheitlichen, ökologischen, sozialen und
wirtschaftlichen Auswirkungen bei einem schweren Störfall sind in
keiner Weise abschätzbar. Die traurigen Anhaltspunkte für ein Ausmaß
eines solchen GAU bieten die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima.
Unvereinbarkeit mit der Energiewende
Der Ausbau der Atomenergie in den Niederlanden verträgt sich nicht
mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Atomkraftwerke sind
unflexibel und können nicht schnell an die flexible Stromproduktion
durch erneuerbare Energien angepasst werden. Zudem werden durch
Investitionen in ein AKW große Mengen Kapital gebunden, die bei den
erneuerbaren Energien fehlen.
Wohin mit dem Atommüll?
Eine Lösung für die endgültige Lagerung von Atommüll gibt es in den
Niederlanden bisher eben so wenig wie in Deutschland und der gesamten
EU. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, verbietet es sich weiteren
Atommüll zu produzieren.
Verfahrensfehler
Ich protestiere hiermit auch gegen die gegen die mangelhafte
Bekanntmachung, die viel zu kurze Auslegungsfrist und das Fehlen
deutschsprachiger Unterlagen. Diese widerspricht der von der EU
beschlossenen Aarhus-Konvention.
Bei einer Standortwahl in Zeeland würde diese Provinz für mich auch
nicht mehr als Urlaubsgebiet in Frage kommen. Ich behalte mir vor,
meinen Einspruch zu ergänzen und beantrage kostenlos und laufend
persönlich über den Stand des Verfahrens informiert zu werden.
Mit freundlichen Grüßen,
[Unterschrift, Name und Anschrift]
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Bitte schreiben Sie auch einen Abschiedsbrief an RWE, damit der Protest dort ankommt (Vorlage im DOC-Format, 44 kb)
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IPPNW ruft zu Volksbewegung für Solarstrom in Bürgerhand auf
IPPNW-Presseinformation vom 22.11.2011
IPPNW ruft zu Volksbewegung für Solarstrom in Bürgerhand auf
Lackmustest für “grüne Politik”
Die
atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das aktuelle Vorhaben
der Regierungskoalition, den Ausbau der Solarstromerzeugung “in
Bürgerhand” mit einer maximalen Zubaurate von einem Gigawatt nahezu zum
Stillstand zu bringen und die stromintensive Industrie immer stärker zu
privilegieren. “Interessierte Kreise in Politik und Wirtschaft
verschleiern sittenwidrige Extrem-Renditen der Atomindustrie von 280
Prozent – Renditen von wenigen Prozenten einfacher Bürger, kleiner
Unternehmen und der Kommunen werden hingegen skandalisiert”, so IPPNW-
Energieexperte Henrik Paulitz.
“Nicht thematisiert wird zudem, dass mit den geringfügigen Renditen
kleiner Solardachanlagen der so genannte kleine Mann auf der Straße Geld
verdienen kann, während er für die 280%-Gewinne der Konzerne umgekehrt
durch überhöhte Strompreise nur draufzahlt. Seit Jahren schon werden
willkürlich steigende Strompreise, die nachweislich allein der
Steigerung der Milliarden-Gewinne der großen Energiekonzerne dienen, in
haltloser Weise beständig den erneuerbaren Energien in die Schuhe
geschoben.”
Nach dem Super-GAU von Fukushima hat die Bundesregierung den Eindruck
vermittelt, sie setze die Energiewende durch. “In Wirklichkeit aber
sollen die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 lediglich 35 Prozent
zur deutschen Stromversorgung beitragen – ebenso viel wie vor
Fukushima”, so Paulitz. “Und diese 35 Prozent bedeuten, dass der Zubau
der erneuerbaren Energien seitens der Politik und der Netzbetreiber
massiv behindert wird, denn die Branchenprognose von vor wenigen Jahren
sagte einen Anteil von rund 50 Prozent an der deutschen Stromversorgung
bis 2020 voraus. Obendrein wissen Fachleute, dass diese Branchenprognose
– ganz im Gegenteil zu den realitätsfernen Prognosen der
konzerngesteuerten Institutionen – traditionell sehr zurückhaltend ist
und dass bei entsprechendem politischen Willen und ohne ständige
Behinderungen durch Politik und Konzerne 100 Prozent erneuerbare Energie
sehr schnell und für die Bevölkerung kostengünstig realisierbar sind.”
Das Jahr 2011 war nach Einschätzung der IPPNW nicht der Einstieg in
die Energiewende, sondern vielmehr ein Frontalangriff auf die
Stromerzeugungs-Technik, von der die breite Bevölkerung finanziell am
meisten profitiert: auf die Photovoltaik. “2010 wurden in nur einem Jahr
neue Solaranlagen mit einer Spitzenleistung von 7,4 Gigawatt neu
installiert. Jetzt plant die schwarz-gelbe Bundesregierung, den
Photovoltaik-Zubau mit einer Deckelung auf maximal ein Gigawatt faktisch
nahezu zum Stillstand zu bringen und somit einen ganzen
Wirtschaftszweig zu strangulieren”, so Paulitz. “Während täglich Bilder
von der angeblichen Energiewende über den Fernsehbildschirm flimmern und
die Bevölkerung auf erneute ungerechtfertigte Strompreiserhöhungen
einschwören sollen, wird in Wirklichkeit eine Vollbremsung der
Energiewende vorbereitet und zum Teil bereits umgesetzt, wie aktuelle
Meldungen aus der Solarbranche über bereits erfolgte und bevorstehende
Entlassungen zeigen.”
Die IPPNW betrachtet die aktuelle Situation aber nicht nur als
Lackmustest für die Regierung, sondern auch für die Opposition. “Vor
Fukushima haben ausgerechnet die Grünen im Interesse der Großkonzerne an
der Deckelung des Photovoltaik-Ausbaus sehr aktiv mitgewirkt. Jetzt
muss gerade die Öko-Partei unter Beweis stellen, dass sie mit aller ihr
zur Verfügung stehenden Macht für einen offensiven Photovoltaik-Ausbau
streitet und dazu zählt insbesondere auch die Förderung dezentraler
Energiespeicher für die Photovoltaik”, so Paulitz. “Die Opposition muss
jetzt zeigen, dass sie Willens ist, gemeinsam mit den
außerparlamentarischen Akteuren der dezentralen Energiewende-Bewegung
der Desinformationspolitik von Regierung und Konzernen wirkungsvoll
entgegenzutreten.”
Die IPPNW ruft in diesem Zusammenhang zu einer breiten “Volksbewegung
für den Solarstrom und Speicher-Ausbau in Bürgerhand” auf und
appelliert ausdrücklich auch an die Vernunft der Kommunalpolitiker von
CDU, CSU und FDP. Das Jahr 2012 müsse alle gesellschaftlichen Kräfte
bündeln, die sich nicht länger von wenigen Großkonzernen und von
Politikern durch haltlose Preisdiskussionen an der Nase herumführen
lassen wollen.
Kontakt: Henrik Paulitz, Tel. 0171-53 888 22. Angelika Wilmen
(Presse), Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung
(IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email:
ippnw[at]ippnw.de
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Das Volksbegehren Berliner Energietisch stellt sich vor
+++ bitte weiterleiten +++ bitte weiterleiten +++
“
” (Do., 08.12.,
19 Uhr, attac-treff)
In der Hauptstadt hat sich mit dem “Berliner Energietisch“ ein breites energiepolitisches Bündnis gegründet.
In Kürze startet der Energietisch ein Volksbegehren mit der Forderung
nach einer Rekommunalisierung der Berliner Stromnetze und der Gründung
eines kommunalen Energie-Stadtwerkes, das dezentral Strom aus
Erneuerbaren Energien produziert. Statt Macht und Profit Vattenfall zu
überlassen, brauchen wir eine demokratische, sozial und ökologisch
gerechte Alternative. Die Konzessionsverträge für die Energienetze
laufen aus, es ist Zeit zu handeln!
Die Initiative für dieses Volksbegehren geht auf die Arbeitsgruppe
Energie von Attac Berlin zurück. Aktivisten der Arbeitsgruppe stellen
den Energietisch vor und informieren über die Pläne für das
Volksbegehren.
Weitere Informationen zum Energietisch unter www.berliner-energietisch.net
attac-treff
Grünberger Str. 24
10243 Berlin-Friedrichshain
attac-treff@attacberlin.de
www.attacberlin.de/mitmachen/attac-treff
www.facebook.de/attactreff
Der attac-treff befindet günstig zwischen dem S/U Bahnhof Warschauer
Str. (U1) und dem U-Bahnhof Frankfurter Tor (U5). Entweder Ihr kommt von
dort zu Fuß oder fahrt mit der Tram (10), die genau an der Grünberger
Str. hält.
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Legal Team: Fortgesetzte Rechtsbrüche werden zum Markenzeichen des diesjährigen Polizeieinsatzes
28.11.2011
Legal Team zieht Zwischenbilanz:
Fortgesetzte Rechtsbrüche werden zum Markenzeichen des diesjährigen Polizeieinsatzes
Weil
die Polizeitaktik gegenüber dem massenhaften Protest erkennbar
erfolglos blieb, bestimmten vielfach Gewalt und Willkür das polizeiliche
Handeln. Die mehr als 140 Verletzten, von denen etwa Zweidrittel durch
Schlagstock- und Reizgaseinsätze zu Schaden kamen, belegen, dass die
Polizei immer dann, wenn sie ihr Ziel nicht mit legitimen Mitteln
erreichen konnte, mit gewalttätiger Eskalation reagierte.
Während die Pressesprecher der Polizei die vermeintliche Transparenz
polizeilicher Maßnahmen lobten, wurden unter ihren Augen
JournalistInnen, FotoreporterInnen, SanitäterInnen, Abgeordnete und
AnwältInnen zum Teil gewaltsam weggedrängt oder am Durchgang zu den
DemonstrantInnen gehindert.
Nicht hinnehmbar ist, dass seitens der Polizeiführung selbst schwere
Verletzungen von Protestierenden in Kauf genommen werden, um den
Castortransport schnell ans Ziel zu bringen. So nahmen die Einsatzkräfte
bei dem Versuch der Räumung der Schienenpyramide der „Bäuerlichen
Notgemeinschaft“ durch polizeiliches Schottern schwere Verletzungen in
Kauf. Das konnte nur durch Deeskalation seitens der Bäuerlichen
Notgemeinschaft, Ärztinnen und des Legal Team verhindert werden. In
mehreren Fällen ritt berittene Polizei in Gruppen von Protestierenden
oder verfolgte Menschen. Auch hier kalkulkierten die „Sicherheitskräfte“
Verletzungen ein. In unzähligen Fällen kam es zu Übergriffen mit
Schlagstöcken und Pfefferspray. Darüber hinaus kam es zu zahlreichen
Hundebissen.
Weitere polizeiliche Rechtsverstöße :
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte des Legal-Teams wurden mehrfach
von Polizeieinheiten daran gehindert, ihre Schutzfunktion für die CASTOR
Gegner vor Ort wahrzunehmen. Diese willkürliche Kontaktverweigerung
kritisiert Rechtsanwalt Martin Lemke, „Es ist eine rechtsstaatliche
Selbstverständlichkeit, dass Demonstranten sich bei Aktionen und auch
bei Ingewahrsamnahmen eines Anwaltes ihrer Wahl bedienen können.“
Die Einsatzkräfte der Polizei vor Ort missachteten die Rechte von
Journalistinnen und Journalisten in mehreren Fällen. Presseausweise
wurden vielfach nicht akzeptiert. Berichterstatter in ihrer
Bewegungsfreiheit massiv behindert und teilweise auch gewalttätig
attackiert. „Über die gesamte Zeit des Castortransports wurde das
Grundrecht auf Pressefreiheit mit Füßen getreten,“ so Johanna Siemssen,
Anwältin im Legal Team.
Sanitäterinnen und Sanitäter wurden in mindestens 20 Fällen in ihrer
Arbeit behindert. CASTOR-Gegnerinnen und Gegnern wurde in „Freiluft
Gefangenensammelstellen“ nicht ermöglicht, unverzüglich einem Richter
vorgeführt zu werden. In mehr als 400 Fällen vergingen bis zu 10
Stunden, bis das Amtsgericht Dannenberg über die Begründungen der
Ingewahrsamnahmen entschied.
Zu beklagen ist auch, dass in den Gefangenen-Sammelstellen im Allgemeinen miserable Zustände für die Festgenommenen herrschten.
An polizeilichen Kontrollstellen kam es zur willkürlichen
Beschlagnahmen von Gebrauchsgegenständen und Kleidungstücken bis hin zu
Strickhandschuhen.
In Grippel durften mehrere Bewohnerinnen und Bewohner abwechselnd nur
mit dem Auto oder aber nur zu Fuß ihren Hof verlassen. Ganz
offensichtlich hing diese beliebige Vorgehensweise von der jeweiligen
Einsatzleitung ab.
Die Konfliktmanagement Teams der Polizei trugen vielfach dazu bei,
die Situation zu eskalieren und rechtswidrige Maßnahmen zu flankieren.
Zudem kritisiert das Legal Team das offene Tragen von griffbereiten,
großkalibriger Schusswaffen dieser Teams. Nicht hinnehmbar ist die
Gewaltandrohung von Konfliktmanagern auch gegen Rechtsanwältinnen.
Die Größe und Vielfalt der Proteste gegen den Castortransport in den
letzten Tagen haben die Ablehnung der herrschenden Atompolitik in
eindrucksvoller Weise verdeutlicht. Mit entschlossenem und besonnenem
Handeln hat eine große Protestbewegung einen Erfolg
gegen die Castortransporte errungen. Selbst die systematische Einschränkung
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Pressemitteilung der Ersten-Hilfe-Koordination der BI (Sani-Zentrale) zum 11. Castor-Transport nach Gorleben
- Verletztenstatistik
Die
ehrenamtlichen HelferInnen der Sani-Zentrale (ÄrztInnen,
RettungssanitäterInnen und andere medizinisch geschulte Personen)
versorgen gemeinsam mit anderen Organisationen (hauptamtlicher und
ehrenamtlicher Rettungsdienst) Verletzte vor Ort. Die uns bekannten
Verletzten-Zahlen bilden daher nur einen Teil der Verletzungen ab.
Weiteres Ziel unserer Arbeit ist, durch die Interventionen bei
Aktionen Verletzungen zu verhindern (Betreuung von Angeketteten,
Überwachung von Polizeimaßnahmen).
Insgesamt haben unsere Erste-Hilfe-Teams 355 Personen, die durch die
Polizei verletzt wurden, behandelt, davon 5 Schwerverletzte
(Kopfverletzungen durch Schlagstockeineinsatz, ein Verdacht auf eine
Wirbelfraktur). Ein Drittel der Verletzungen sind auf den Einsatz von
OC-Kampfstoff /Pfefferspray zurückzuführen, der andere Teil
hauptsächlich auf Schlagstockeinsatz. Eine Person wurde von einem
Polizeipferd überrannt. Einer Person wurde ein Zahn ausgeschlagen.
Behandelt wurden auch PolizistInnen, die von ihren eigenen Reihen
OC-Kampfstoff abbekamen und PolizistInnen mit Erschöpfungszuständen (ca.
10 Fälle).
Bei der Räumung der Schienenblockade wurden Verletzungen durch unsere
hohe Präsenz und schneller Intervention bei unangemessenem Vorgehen
seitens der Polizei verhindert. Wir sind davon überzeugt, dass es
deshalb bei der Räumung der Blockade in Harlingen nur wenige Verletzte
gab.
- Behinderungen der Arbeit
Dank der vorherigen Absprachen zwischen Landkreis, Polizeiführung und
Sani-Zentrale konnten sich unsere Sanis an den Orten des Geschehens
häufig frei bewegen; teilweise jedoch erst nach Intervention bei der
Einsatzleitung. Teilweise wurde unseren Sanis allerdings auch der Zugang
komplett verweigert, vor allem während des Straßentransports.
9 Sanis erhielten Platzverweise.
Einer Ärztin wurde am Donnerstag auf der Kundgebung in Metzingen verweigert, einen festgenommenen Verletzten zu untersuchen.
In einem anderen Fall wurden Sanitäter beim Augenspülen eingekesselt.
Zudem ist es zu mehreren tätlichen Übergriffen der Polizei auf unsere
Teams gekommen, z.B. wurde ein Sanitäter durch OC-Spray und ein
weiterer durch mehrere Schlagstockhiebe verletzt. Die Sani-Station in
Laase wurde von der Polizei regelrecht überrannt. Hierbei wurden Sanis
bedroht, geschlagen und beleidigt.
- Bilanz
Die Anzahl der Verletzten ist erschreckend hoch und wird
wahrscheinlich noch erhöhen, wenn uns endgültige Zahlen vorliegen. Wir
verurteilen den massenhaften Einsatz von OC-Spray, Schlagstöcken und
Pferden. Die von uns beobachteten Situation wären ohne den Einsatz
dieser Hilfsmittel – und damit, ohne eine derart hohe Zahl von
Verletzten – lösbar gewesen. Angriffe auf gekennzeichnete
ErsthelferInnen sind nicht zu rechtfertigen.
Für Rückfragen: Tel. 0152 56171333
.
Die Menschen, welche sich hier unter hohem Einsatz an Zeit, Geld und
Gesundheit am Castor-Widerstand beteiligen ,nehmen die Aufgabe ernst,
sich als Korrektiv unserer Gesellschaft gegen eine völlig verfehlten
Atom- und Endlagerpolitik einzusetzen und dürfen durch polizeiliche
Maßnahmen nicht zu Schaden kommen.
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BI Umweltschutz: Verletzungen und Misshandlungen durch die Polizei
Wir müssen die Zahlen und Bewertungen unserer Pressemitteilung teilweise revidieren.
I. Verletzung und Misshandlung durch die Polizei
Die
Anzahl der von uns versorgten Verletzten hat sich nach Rückmeldung der
letzten Teams auf 416 erhöht. Die schweren Verletzungen haben sich auf 8
Fälle erhöht. Hierunter gab es folgende Fälle, die alle von einem
Rettungssanitäter direkt beobachtet bzw. behandelt wurden und ins
Krankenhaus verbracht werden mussten:
• Eine Frau erlitt einen epileptischen Anfall und lag am Boden. 5
Polizeibeamte standen mit gezogenen Schlagstöcken um sie herum. Erst
nach Intervention eines Anwalts ließen die Beamten von ihr ab und ein
Sanitäter konnte sie versorgen.
• Einer Person wurde aus nächster Nähe der gesamte Inhalt einer OC-Spray-Flasche ins Gesicht gesprüht.
• Einer Person wurde von einem Polizisten mit seinem Schlagstock auf das
Schienbein geschlagen, während ein anderer Polizist das Bein festhielt
(Verdacht auf Schienbeinfraktur).
Eine Frau mit dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma wurde trotz
Anwesenheit eines Arztes, der um die Freilassung der Person zur weiteren
Behandlung bat, aus einem Polizeikessel heraus ohne Betreuung in ein
Polizeifahrzeug gesperrt. Dort erbrach sie, bekam jedoch keine weitere
ärztliche Betreuung.
Die Berichte über Polizeischikanen haben wir nicht gezählt. Exemplarisch seien zwei Situationen beschrieben:
Bei der Blockade in Vastorf wurde den Angeketteten von dem anwesenden
Polizeiarzt die Amputation der Arme mehrfach angedroht, während dem
Arzt der Sani-Zentrale die Betreuung der Personen verweigert wurde.
Während eine angekettete Frau bei der Blockade in Hitzacker pinkeln
musste und die anwesenden SanitäterInnen hierfür einen Sichtschutz
errichteten, hielt ein Polizist die Videokamera über die Absperrung und
filmte die pinkelnde Frau von oben.
II. Behinderung der Arbeit der Erste-Hilfe-Teams
Es gab deutlich mehr Übergriffe durch Schubsen und Beleidigungen auf
Erste-Hilfe-Teams als zunächst angenommen. Auch gab es weitere Berichte,
nach denen Erste-Hilfe-Teams an Polizeiabsperrungen aufgehalten wurden.
An der Oldendorfer Brücke wurden DemonstrantInnen und SanitäterInnen
von der Polizei mit aus dem Wald selbst gesammelten Stöcken traktiert.
Einem Rettungssanitäter wurde von einem Beamten bei Grünhagen sein
Mobil-Telefon abgenommen, und in absichtsvolller Weise fallengelassen
und zertreten. Dies passierte, während unser Sanitäter eine Situation
dokumentieren wollte, bei der ihm der Kontakt zu verletzten
Festgenommenen verweigert wurde.
I. Bilanz
Die vorherigen Absprachen zwischen Polizeiführung, Landkreis und
Sani-Zentrale funktionierten in der Zeit des Straßentransportes nicht.
Auch ist festzuhalten, dass die Polizeiführung in der Zeit davor zwar
bemüht war, den Sani-Teams den Zugang zu ermöglichen, es allerdings
nicht vermochte, diese Information vorab an die Einsatzkräfte
weiterzugeben, von denen einige offenbar weitgehend autonom von den Vorgaben der Polizeileitung agierten.
Die Polizeiführung sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Anwesenheit
unserer Erste-Hilfe-Teams in vielen Fällen Verletzungen verhindert. Die
Behinderung und Schikanierung von Sani-Teams widerspricht daher in
eklatanter Weise dem behaupteten Deeskalationskonzept der Polizei für
den Castor-Transport.
Eine Sicherung friedlichen Protests (so Innenminister Schünemann), ist
mit einer Polizei, von der Gewalttaten und Schikanen ausgehen, nicht
möglich.
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BI Umweltschutz: Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de
Pressemitteilung 28.11.11
Der diesjährige Castor-Transport hat Gorleben erreicht BI Umweltschutz:”Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!”
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bilanziert:
“Der
Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!” Ob 23.000
Menschen auf der Großdemo in Dannenberg, 5000 im Gleisbett bei
Harlingen, eine 14 stündige Schienenblockade der Bauern: Der heftige
Widerstand gegen diese Atommüllfuhre habe gute Gründe: “Das Hin- und
Herkutschieren von Atommüll hat nichts mit der Lösung des
Atommüllproblems zu tun.”
“Alle reden von der Rekordzeit, die der Transport für die 1.200 Bahn-
und die 20 Straßenkilometer gebraucht hat. Wir reden von den
politischen Zielen des Protests”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
“Die vielfältigen Störaktionen, Blockaden und die eindrucksvolle
Großdemonstration sind nötig, um unseren Argumenten Gehör zu
verschaffen. Aktionen und Argumente gehen Hand in Hand. Wir fordern die
Aufgabe Gorlebens als Endlagerstandort, denn Gorleben steht für all die
Fehler der 70er Jahre, in der auch das Asse-Desaster seinen Lauf nahm.
Wir lehnen faule politische Kompromisse strikt ab. Alle
Atomkraftwerke müssen und können sofort stillgelegt werden und die
Atommülldebatte muss völlig neu geführt werden.”
Die Gorleben-Gegner gehen davon aus, dass die genehmigten
Strahlenwerte am Zaun des Lagers mit der Einlagerung dieser Castoren
überschritten werden und dass dieser Transport noch lange nicht der
letzte in der Gorleben-Geschichte sein wird. “Wir gehen weiter auf die
Straße und mischen uns ein, denn dieser Castor war nicht der letzte,
sondern das Letzte.”
Im Jahr 2014 sollen Castoren mit mittelaktiven Abfällen aus La Hague
nach Gorleben rollen, aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage
Sellafield sollen vier Fuhren mit 21 Castoren folgen.
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Castor 2011: Das Anti Atom Netzwerk aus Frankreich – Sortir du Nucleaire im Wendland
2011-11-29
Castor 2011: Das Anti Atom Netzwerk aus Frankreich – Sortir du Nucleaire im Wendland
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Wir
sind hier eine kleine Gruppe von FranzösInnen von dem
Anti-Atom-Netzwerk « Sortir du nucléaire ». Diese Organisation, 1997
gegründet, versammelt heute mehr als 54 000 einzelne Mitglieder und 920
Gruppen – lokale Umweltschutzvereine, NGOs, Gewerkschaften, Parteien und
eben Bioläden – die den Atomausstieg wollen.
Einige von uns waren schon in Valognes dabei und haben zu den Camp
und zu den Protest teilgenommen. Andere haben den letzten Tagen und
Nächten Infos über die Mobilisierungen und den Fortschritt des Züges in
Deutschland weitergeleitet. Andere – die bald ankommen sollen – haben
den Zug mit dem Auto auf dem ganzen Weg verfolgt. Und jetzt sind wir
hier in Dannenberg, und werden an der Demo teilnehmen – wir haben
übrigens ein grosses Transparent mitgebracht, das schon auf den Baümen
hängt. Wir sind hier her gefahren, weil wir uns völlig solidarisch
erklären zu den Menschen, die hier versammelt sind.
Wie die Deutsche – und auch wie viele Leute aus anderen Ländern, die
übrigens auch hier sind – protestieren wir gegen diese
Atommülltransporte. Sie bedeuten ein Gefahr für die Bevölkerung – die
Radioaktivität dieses Transport ist mehrmals, was bei der
Tschernobyl-Katastrophe freigesetzt wurde. Diese Castor-Behälter, die
als so sicher dargestellt werden, dürfen nicht aus mehr als 9 Metern
fallen, und könnten auch nicht bei einem Brand in einem Tunnel halten.
Daneben ist es auch ein Gefahr für die Eisenbahner, die in Frankreich
fast gar nicht über die Risiken der Strahlungen informiert sind. Laut
einem Gewerschafter habe man eben beobachten können, wie Eisenbahner
sich in Winter an Atommüllwagen gelehnt haben, weil sie wärmer sind!
Deshalb hat der Lokführergesellschaft Sud Rail – die einzige in
Frankreich, die sich klar gegen Atomkraft engagiert – vor dem Abfahrt
des Züges angekündigt, manche Lokführer könnten Rücktrittsrecht über, um
gegen Risiken und mangelnde Information zu protestieren. Letztes Jahr
schon hatte der Zug eine andere Strecke fahren sollen, weil ein
Lokführer in Amiens sich geweigert hatte, den « Höllenzug » zu fahren.
Wir protestieren auch gegen diese Transporte, da sie geheim bleiben.
In Frankreich wissen die Bürgermeister praktisch eben nicht Bescheid,
wenn ein rollendes AKW durch ihre Stadt fährt. Letztes Jahr ist der
Castor über die dichtbevölkerte Stadt Strassburg gefahren… ohne dass die
Leute im Kabinett des Bürgermeisters davon erfahren! Diese Transporte
geben immer Anlass zu einer überproportionale Repression. Manchmal kann
es grausam sein, wie letztes Jahr, als Polizisten bewusst die
AktivistInnen verletzt haben, die sich den Schienen angekettet hatten.
Manchmal ist es lächerlich: Dieses Jahr ist ein Aktivist in Amiens 10
Stunden in Gewahrsam geblieben, da er eine « drittklassige Waffe » dabei
hatte… und zwar eine alte Gasmaske.
Aber besonders sind wir gegen diese Transporte als Teil des ganzen
Atomsystems. Durch die Mobilisierung wollen wir den Scheinwerfer auf die
Sackgasse Atomkraft werfen. In Deutschland wie in Frankreich sind
dieselbe Probleme zu finden. Dieser gefährliche Transport existiert,
weil unsere beide Regierungen ein Abkommen gemacht haben, um Atommüll zu
« wiederaufarbeiten ». Wir prangern diese dreckige Business und den
Wahnsinn der Wiederaufarbeitung an. Frankreich versucht vergeblich, die
Atomanlage La Hague zu rentabilisieren. Die deutsche Regierung hat
versucht, der Atommüll in « Ferienlager » im Ausland zu schicken, um
dieser für eine Weile zu vergessen, und um nicht denken sollen, dass es
keine Lösung gibt. Dazu ist die «Wiederverwertung » ein Mythos;
inzwischen entsteht aber eine riesige Verschmutzung, die sich in dem
Nordsee verteilt und deren Spüren eben an den norwegischen Küsten zu
finden sind. La Hague, genauso wie Sellafield, gehört zu den
verschmutzendeste n Anlagen in der Welt.
La Hague ist kein sicheres Ort, um Atommüll zu lagern. Aber Gorleben
ist auch nicht sicher. Wir wissen, die erlaubte Messwerte im
Zwischenlager sind schon längst überschritten. Wir wissen auch, dass das
Endlagerprojekt Gorleben gar nicht sicher ist; dass Gorleben nicht aus
geologischen, sondern politischen Grunden gewählt worden ist. Und wir
halten Endlagerung für eine sehr gefährliche Option, die zur Verseuchung
einer ganzen Region führen kann.
Wir erklären uns auch mit den Leuten in Wendland solidarisch, weil es
bei uns in Bure – in Lothringen – ein ähnliches Endlagerprojekt gibt.
Wie in Gorleben ist ein nicht sehr dichtbevölkertes Gegend gewählt
worden. Wie in Gorleben redet man über «Erkundung». Aber es ist klar :
es wird nicht geforscht, ob Atommüll hier geschickt werden könnte,
sondern man versucht zu bestätigen, dass Atommüll dort geschickt werden
kann. Die französische Agentur für Atommüll versucht quasi, die Region
zu kaufen. Scheindebatte werden organisiert, so dass die Bevölkerung das
Projekt akzeptiert. Die Widerstand ist bei uns echt schwierig. Deshalb
freuen wir uns wirklich, hier in Dannenberg zu sein, und diese riesige,
gemütliche und andauernde Bewegung zu sehen. Es gibt uns Mut in unserem
Kampf.
Ja, bei uns ist die Widerstand gar nicht einfach. Nicht weil die
Franzosen Atomkraft befürworten. Ganz in Gegenteil ist immer die
Mehrheit der Bevölkerung bewusst gewesen, dass diese Energie gefährlich
ist. Aber die Propaganda der Atomlobby ist einfach so stark, dass viele
Leute denken: «Auch wenn es nicht gut ist, haben wir keine andere Wahl:
sonst geraten wir wieder in Kerzenzeitalter!». Diese Atomlobby ist so
stark, dass er sich erlaubt, in politischen Verhandlungen einzudrängen.
Die Grünen haben vor kurzem ein Abkommen mit der sozialistischen
Partei gemacht. Während die Diskussionen haben Mitglieder des Rats der
PS SMS von EDF-Prominenten gekriegt, so dass Wiederaufarbeitung nicht
ausgegeben wird. Deshalb hat dieses Abkommen sein Inhalt verloren und
lässt den Grünen – und allen AtomkraftgegnerInnen – einen bitteren
Geschmack. Dazu scheint Atompolitik zu den letzten Resten der absoluten
Monarchie zu gehören.
Alle Regierende sind davon verrückt, und Sarkozy ist wahrscheinlich
der schlimmste Atomverrückte. Gestern hat er am veraltenden AKW
Tricastin eine Rede zum Lob der Kernenergie gehalten. Laut ihm sollte
Frankreich in Armut geraten, wenn nur einige veraltende Reaktoren aus
dem Netz genommen werden. Ab kommenden Montag ist eine massive
Propagandakampagne angekündigt: Millionen von Plakaten sollen gedruckt
werden, um den Franzosen zu erklären, dass Atomausstieg sie mit der
Zerstörung zwei Millionen Arbeitsplätze bedroht.
Egal, wenn auch nur 120 000 Leute tatsächlich in Kernenergiebereich
arbeiten. Egal auch, wenn Deutschland sich über 370 000 Arbeitsplätze in
den erneuerbaren Energien freuen kann, zehn Jahre nach dem
Atomausstiegsgesetzt. Egal auch, wenn die besten Energieexperten in
Frankreich vor kurzem ein Energiewendeszenario veröffentlicht haben, das
zeigt, Atomausstieg ist nicht nur möglich, sondern auch mit einer
gesunden Wirtschaft sehr gut zu vereinbaren.
Ja, der Widerstand ist bei uns schwierig. Aber sie nimmt trotzdem zu.
Jetzt erklären sich ungefähr 70 % der Franzosen für Atomausstieg. Nach
der Fukushima-Katastrophe ist es für die Mehrheit ganz klar, dass diese
gefährliche Energiequelle zur Vergangenheit gehören soll. Am 15. Oktober
haben 20 000 Leute in sechs Stäten gegen Atomkraft demonstriert.
Und wir sind gerade bei einem grossen Mobilisierungsprojekt: Wir
wollen am 11. März 2012 eine Menschenkette im Rhonetal bauen. Ihr seid
alle herzlich willkommen!
Es gibt nur einen Ausweg aus der Atommüll-Sackgasse: abschalten!
Wir rufen zum gewaltfreien Protest gegen den Castor auf und erklären
uns solidarisch mit der Mobilisierung in Deutschland. Es geht nicht nur
um diesen Transport, sondern um das ganze Atom-System, das den Atommüll
produziert hat und uns gefährdet, in Frankreich wie in Deutschland.
Atommülltransporte sind hochgefährlich.
Die Radioaktivität eines Castor-Transport bedeutet mehrere rollende
AKWs. Aber die Castor werden nicht gegen alle Risiken geschutzt: Sie
dürfen nicht in einem zu heissen Brand bleiben, dürfen auch nicht höher
als 9 Meter fallen… Auch wenn es kein Unfall gibt, gefährden die
Castor-Transporte die Gesundheit der Eisenbahner, die keine Information
über die Risiken der Strahlungen erhalten.
Atommülltransporte bleiben geheim
Weder die Bevölkerung noch ihre VertreterInnen werden von den Behörden informiert, wenn ein Castor über eine Gemeinde rollt.
Der Wahnsinn der Wiederaufarbeitung und der Endlagerung
Die Transporte von La Hague nach Gorleben sind ein krasses Beispiel
der Sackgasse Atommüll. Die sogenannte Wiederaufarbeitung produziert nur
zusätzlicher Müll, und setzt eine riesige Menge radioaktiver
Schadstoffe in der Umwelt frei. La Hague ist auch kein Zwischenlager;
aber das Zwischenlager Gorleben, wo die erlaubte Messwerte schon lange
überschritten sind, ist auch kein sicheres Ort. Das Endlagerprojekt
Gorleben ist nicht aus geologischen, sondern aus rein politischen
Gründen gewählt worden. Ausserdem ist Endlagerung keine sichere Option,
da sie eine ganze Region für Jahrhunderte verseuchen kann. Da wir auch
gegen einen Endlagerprojekt in Bure (in Lothringen) kämpfen, bringen wir
unsere volle Unterstützung denjenigen, die gegen ein Atomklo in
Gorleben kämpfen.
Atommüll ist eine Sackgasse, in Deutschland wie in Frankreich. Es gibt nur einen Ausweg : Abschalten!
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Der Castor rollt am 23.11. durch Berlin – Wir sagen Nein!
Am
Mittwoch, den 23. November macht der Castor-Transport von campact
Station in Berlin.Gemeinsam mit den NaturFreunden Berlin, Anti Atom
Berlin und der BI Lüchow-Dannenberg und der BUND-Jugend wollen wir den
Castor aufhalten.
Vom Pariser Platz aus wird sich der Transport begleitet von
„Strahlenschutzexperten“ und „Schutzpersonal“ auf den Weg nach Gorleben
machen. Doch immer wieder wird er von vielen Aktionsteilnehmer/innen zum
Abbiegen gezwungen. Enden wird die Aktion mit einer Kundgebung vor dem
Bundesumweltministerium.
Alle sind herzlich zur Aktion eingeladen!
- Beginn: 10:00 Uhr, Brandenburger Tor, Pariser Platz
- Abschlusskundgebung: ca. 11:30 Uhr, vor dem Bundesumweltministerium, Stresemannstraße 128-130
Unsere Demo wird sich in zwei Gruppen teilen: die Blockierer/innen und die Begleiter/innen des Castors.
Haben
Sie Lust an Schauspiel und Verkleidung? Dann werden Sie zum
Strahlenschutzexperten: verkleiden Sie sich selbst oder bekommen Sie von
uns vor Ort Strahlenschutzanzüge, Atomfässer zum Rollen, Geigerzähler
zum Strahlenmessen, Absperrband etc. Die Blockierer/innen bekommen
Strohsäcke zum Sitzen und Protest-Schilder. Kommen Sie auch gerne mit
selbst gemalten Bannern und Schildern oder bringen Sie ihr Demomaterial
mit. Sie laufen dem Castor-Treck voraus und blockieren ihn und bringen
ihn an den Abzweigungen immer wieder zum Abbiegen.
Bei jedem Tourstopp werden wir Unterschriften gegen ein Endlager in
Gorleben auf einem zehn Meter hohen, aufblasbaren X sammeln. Das X steht
für den Jahrzehnte langen Widerstand gegen den Castor rund um Gorleben.
In Berlin, der letzten Station unserer Tour, soll es vor dem
Umweltministerium in die Höhe ragen, wenn wir Herrn Röttgen zu einem
Gespräch zur Endlagerproblematik einladen.
Die Aktion wird von Anti-Atom Berlin, der BUNDjugend Berlin und den Naturfreunden Berlin unterstützt.
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BI Lüchow-Dannenberg: Ölspuren im Salzstock Gorleben
Pressemitteilung 17.11.11
Ölspuren im Salzstock Gorleben
“Würden
Sie hier Atommüll einlagern”, fragt die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg (BI). Der japanische Journalist Taichiro Kajimura
hatte zusammen mit einer Besuchergruppe am 16.Juni 2011 das sogenannte
Erkundungsbergwerk in Gorleben besichtigt und spektakuläre Fotos
mitgebracht, die er der Bürgerinitiative jetzt zur Verfügung stellt.
“Neben den bekannten geologischen Mängeln des Salzstocks, den
Gaseinschlüssen und dem Wasserkontakt, leckt hier auch noch Öl aus der
Salzwand”, erklärt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Auf einem Bild ist auch
ein Gasdruck-Messgerät zu sehen. “Über Gorleben wissen wir so viel, dass
eine weitere “Erkundung” dort keinen Sinn macht.”
Hinter der Initiative des Bundesumweltministers Norbert Röttgen
(CDU), nun die Endlagersuche auch auf andere Standorte zu erweitern,
sieht die BI in erster Linie den Versuch, Gorleben “gerichtsfest” zu
machen.
“Seit Jahren warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) davor, dass
ohne Vergleichsstandorte Gorleben in einem atomrechtlichen
Genehmigungsverfahren scheitern würde, weil nur ein Vergleich Stand von
Wissenschaft und Technik ist”, sagte Ehmke. Dass in Gorleben
weitergebaut wird, aber erst im Sommer 2012 ein Endlagersuchgesetz
beschlossen werden soll, deute daraufhin, dass Gorleben unverändert der
Wunschstandort für die Regierung ist.
Unterdessen verwahrt sich die BI gegen die Stigmatisierung des
Gorleben-Widerstands als “gewaltbereit”. Der niedersächsische
Innenminister Uwe Schünemann hatte prognostiziert, dass “300
Gewaltbereite” zum Castor-Transport ins Wendland kommen wollten, dem
setzt er 19.000 Polizisten entgegen. Das solle abschrecken, aber die BI
ist sich sicher, das zündet nicht. Ehmke: “Das Harakiri in der
Atommüllpolitik treibt die Menschen auf die Straße, von dem üblichen
“Säbelrasseln” im Vorfeld von Castor-Transporten wie auch von der
Einschränkung des Versammlungsrechts lässt sich kein aufrechter Demokrat
beeindrucken. Schließlich schreiben wir Geschichte:
Atomausstiegsgeschichte.”
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Anti-Atom-Koordination Berlin: Busse ins Wendland
Die
Anti-Atom-Koordination Berlin organisiert wieder Busse zu den
Castor-Protesten im Wendland. Wir fahren verschiedene Camps an und holen
Euch auch nach den Protesten wieder in den Camps ab.
Karten für alle Busse gibt es bei:
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a
13351 Berlin
Öffnungszeiten: Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr
Schwarze Risse im Mehringhof in Kreuzberg
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr
Sa 11.00 – 14.00 Uhr
Schwarze Risse in Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr
Sa 11.30 – 15.00 Uhr
Karten für die Demonstration am 26.11. gibt es:
Grüne Liga
Prenzlauer Allee 8
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Mo-Do 9.00-17.30 Uhr
Fr 9.00-15.00 Uhr
DIE LINKE Berlin
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr
BUND Berlin
Crellestraße 35
10827 Berlin,
Mo-Fr 10-13 Uhr
Mo, Di, Do 14-17 Uhr
Kartenpreis: 16 Euro
Fahrkarten gibt es für:
Hinfahrt, Donnerstag, 24.11., 7.30 Uhr
Hinfahrt, Freitag, 25.11., 7.30 Uhr
Hinfahrt, Samstag, 26.11, 6.30 Uhr (Demonstration)
Rückfahrt, Samstag, 26.11., 17.30 Uhr (Rückfahrt Demonstration)
Rückfahrt, Sonntag, 27.11., 18.00 Uhr (genau: wenn der Castor durch ist!)
Info-Telefon: Uwe (NaturFreunde) – Tel. 0176-62015902
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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,
E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Aktuelle Infos hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/
In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.
Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011
Bitte korrigiert eure Webseiten!
Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!
Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!
Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles
Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!
Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,
Matthias

–
X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft http://www.x-tausendmalquer.de Newsletter abonnieren auf https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer
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Busfahrten zu den Aktionen nach Brokdorf – Aktuelle Änderungen
Änderungen:
-leider müssen wir den Bus für Mittwoch wegen Kapazitätsgrenzen der Busunternehmen rausnehmen!
- Haben für Samstag ein Sozialticket für 15 Euro neu
eingeführt, bitten aber alle zu prüfen, ob sie Normalticket für 25 Euro
bezahlen können -
Die Aktionen in Brokdorf wollen geplant sein. Aus diesem Grund bieten
wir Euch einen Hin- und Rückfahrtservice an, der es Euch ermöglicht,
eure individuelle Zeit so zu planen, damit ihr auf jeden Fall an
Aktionen Teilnehmen könnt. Hierfür bieten wir ein abgestimmtes Hin- und
Rückfahrtangebot für alle Anti-Atom-Aktiven an.
Kostenbeteiligung:
- 25 Euro für Hinfahrt (15 Euro Sozialticket)
- 10 Euro für die Rückfahrt
- 30 Euro für die Hin- und Rückfahrt zur Demo (Solipreis)

Wir bieten an:
- Fahrt zu den Camps am Samstag, den 11. Juni 2011, Abfahrt: 7:00 Uhr o2 world
- Fahrt von Berlin zur Großdemonstration in Brokdorf und zu den Camps am 12. Juni 2011, Abfahrt: 6:30 Uhr o2 world, Rückfahrt: 17 Uhr nach der Abschlusskundgebung.
- Fahrt von Berlin zu den Camps am Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 8:00 Uhr o2 world
Nach dem Montag, 13. Juni muss die Rückfahrt nach Berlin über den örtlichen Shuttle individuell geklärt werden.
Rückfahrt aus den Camps:
- Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 15 Uhr am Infopoint beim Camp
Fahrkarten gibt es bei folgenden Adressen:
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a
10243 Berlin
Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
im Mehringhof / Kreuzberg:
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr
Schwarze Risse Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.30 – 15.00 Uhr
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SCHLUSS endlich – Atomkraftwerke blockieren!
Aufruf:
SCHLUSS endlich – Atomkraftwerke blockieren!
Atomkraft
ist eine lebensfeindliche Risikotechnologie. Gründe, sofort aus der
Atomkraft auszusteigen, gab es immer schon mehr als genug. Durch die
Reaktorunfälle in Fukushima wurde uns das auf drastische Weise wieder
vor Augen geführt.
Als Reaktion hat die Regierung vermeintlich eingelenkt und sieben
Meiler für drei Monate abschaltet. Eine verbindliche Zusage oder
gesetzliche Verankerung für eine endgültige Stilllegung gibt sie aber
nicht, denn Regierung und Betreiber wollen sich alle Möglichkeiten
offenhalten, diese Atomkraftwerke nach Ablauf des Moratoriums Mitte Juni
wieder anzufahren.
Ob dieser unverantwortliche Weiterbetrieb gegen den Willen der
Bevölkerung durchsetzbar ist, hängt entscheidend von unserem Widerstand
ab!
Unsere Chancen stehen gut: je größer unser Widerstand gegen das
Wiederanfahren wird, umso schneller wird Atomkraft in Deutschland
Geschichte. So wollen wir die Energiewende beschleunigen: X-Tausende
Menschen widersetzen sich gemeinsam dem Wiederanfahren der AKW mit
großen, gewaltfreien Blockade-Aktionen direkt an den Kraftwerken. Unsere
Botschaft an Regierung und Atomkonzerne: Wir wollen kein
vorübergehendes Abschalten, sondern eine Stilllegung aller AKW! Wir
werden nicht locker lassen, bis auch der letzte Reaktor endgültig vom
Netz gegangen ist!
Unser Widerstand wird genau am richtigen Ort stattfinden: direkt vor
den Toren der AKW, denn jetzt gilt es, den Atomausstieg selbst in die
Hand zu nehmen.
Wir sitzen die Atomkraft AUS – Du auch?
Info unter x-tausenmal quer
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IPPNW: DIE PENETRANTESTEN LÜGEN DER ENERGIEPOLITISCHEN DEBATTE:
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
Presseinformation vom 7. April 2011
DIE PENETRANTESTEN LÜGEN DER ENERGIEPOLITISCHEN DEBATTE:
Nach
Auffassung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW droht nach
Fukushima erneut, dass Lügen und Desinformationskampagnen rationale
Entscheidungen in der Energiepolitik verhindern. “Anstelle eines
diffusen Meinungsstreits mit neuen wissenschaftlichen Studien brauchen
wir jetzt den ungetrübten Blick auf einfache energiewirtschaftliche
Sachverhalte”, so IPPNW-Experte Henrik Paulitz. “Nur so werden
Öffentlichkeit und Entscheidungsträger auf allen Ebenen in die Lage
versetzt, endlich die richtigen Weichen zu stellen.” Journalisten und
Medien komme hierbei eine besondere Verantwortung zu, die
Verlautbarungen der Konzerne ebenso kritisch zu hinterfragen und
ausgewogen zu berichten, wie sie es bei Stellungnahmen atomkritischer
Verbände machen. Die IPPNW skizziert die vier penetrantesten Lügen der
aktuellen energiepolitischen Debatte:
Lüge Nr.1:
“Wenn die deutschen Atomkraftwerke stillgelegt werden müssen wir Atomstrom aus dem Ausland importieren.”
Fakt ist: Deutschland kann allein mit seinen konventionellen
Kraftwerken und seinen Wasserkraftwerken rund 80 Gigawatt Strom
erzeugen, was dem maximalen Strombedarf entspricht. Meist wird erheblich
weniger Strom verbraucht. Der Strom aus allen 17 deutschen
Atomkraftwerksblöcken mit maximal rund 20 Gigawatt ist vollkommen
überflüssig, selbst wenn man die Stromerzeugung aus Windenergie,
Photovoltaik und Biomasse mit einer Spitzenleistung von heute schon 38
Gigawatt nicht berücksichtigt. Wenn Atomstrom aus dem Ausland importiert
wird, dann liegt das zum einen an fehlerhaften Mechanismen an den
Strombörsen. Zum anderen daran, dass etwa die Chemische Industrie auf
dem Import französischen Atomstroms zu Dumpingpreisen besteht, statt die
eigenen Stromsparpotenziale zu mobilisieren.
Lüge Nummer 2:
“Wir müssen vor allem die Offshore-Windenergie vorantreiben.”
Fakt ist: In der Nord- und Ostsee sollen in den kommenden Jahren
lediglich ein paar tausend Megawatt Offshore-Windenergie-Leistung
aufgebaut werden (maximal 10 Gigawatt). Hingegen können an Land in ganz
Deutschland kurzfristig weit mehr als 60 Gigawatt Windleistung zubaut
werden, selbst wenn einzelne Bundesländer den Ausbau weiterhin
blockieren sollten. Hinzu kommt ein gigantischer Photovoltaik-Zubau in
Bürgerhand, den die Politik behindert. Die einseitige
Offshore-Orientierung dient allein den Interessen der großen
Energiekonzerne, die damit hohe Profite zu Lasten der Stromkunden
erzielen wollen.
Lüge Nummer 3:
“Wir benötigen viele neue “Stromautobahnen” von Nord- nach Süddeutschland.”
Fakt ist: Werden in ganz Deutschland und insbesondere auch in
Süddeutschland endlich die erneuerbaren Energien wie auch dezentrale
Energiespeicher systematisch vorangetrieben, dann werden keine neuen
Verbundstromtrassen benötigt. Diese dienen allein der Absicherung der
Marktmacht der Konzerne und sollen über drastische Strompreiserhöhungen
erneut weitere Milliarden in die Konzernkassen spülen.
Lüge Nummer 4:
“Der Atomausstieg und der Umstieg auf Erneuerbare führt zwangsläufig zu massiven Strompreiserhöhungen.”
Fakt ist: Während in den vergangenen Jahren die Kosten der Konzerne
für den Atomstrom deutlich sanken, stiegen beständig die Strompreise,
allein deswegen, weil die Atomkonzerne immer dreister abkassiert haben.
Aufgrund falscher Preisbildungsmechanismen in Deutschland sind die
Kosten von den Preisen für die Privathaushalte vollkommen abgekoppelt.
Drastische Kostensenkungen durch die Einspeisung von Solarstrom
(Photovoltaik) werden von den Konzernen auf rechtswidrige Weise nicht an
die Stromkunden weitergegeben. Der immense Zubau erneuerbarer Energien
in den vergangenen Jahren rechtfertigte laut Bundesnetzagentur keinerlei
Strompreiserhöhung. Es ist unbestreitbar, dass eine dezentrale
Energiewirtschaft in Bürgerhand, basierend auf heimischen erneuerbaren
Energien, perspektivisch für die Bevölkerung die günstigste Alternative
ist. Es gilt jetzt, das System der Abzocke durch Großkonzerne, den
Import teurer Energierohstoffe und das Führen teurer Energiekriege auf
Kosten der Steuerzahler zu beenden.
Hintergrund-Informationen:
<http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Biblis-Klage/Biblis_verstopft_Erneuerbaren_Leitungen.pdf>
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Neue Greenpeace-Berechnung: Atomausstieg bis 2015 ist realistisch
Presseerklärung vom 7. April 2011
Neue Greenpeace-Berechnung: Atomausstieg bis 2015 ist realistisch
Klimaschutz und Versorgungssicherheit gewährleistet / Geplante Kraftwerksneubauten reichen für den Ausstieg
Hamburg, 07. 04. 2010 – Bis 2015 kann Deutschland aus der Atomkraft
aussteigen, ohne dass dadurch negative Folgen für die Sicherheit der
Stromversorgung, den Klimaschutz oder die Energiekosten entstehen. Das
ist das Ergebnis einer aktuellen Berechnung von Greenpeace, die die
unabhängige Umweltschutzorganisation auf Basis aktueller
Kraftwerksplanungen vorgenommen hat. Demnach können die sieben ältesten
AKW und der Pannenmeiler Krümmel abgeschaltet bleiben. Auch das in einem
Erdbebengebiet liegende AKW Neckarwestheim 2 kann bereits 2011
dauerhaft stillgelegt werden. In den Jahren 2012 bis 2015 können jedes
Jahr zwei weitere Reaktoren vom Netz gehen, so dass 2015 das letzte AKW
abgeschaltet werden würde. Das ist möglich, weil im bestehenden
Kraftwerkspark Überkapazitäten bestehen und außerdem bereits 51 neue
Kraftwerke in Bau und Planung sind, darunter fast 20 Erdgaskraftwerke
und 10 Windparks auf dem Meer.
„Wenn Regierung und Opposition jetzt einen schnellstmöglichen
Atomausstieg fordern, dann müssen sie sich auch am Machbaren
orientieren. Und das ist eben 2015, wie unsere Berechnungen belegen, und
nicht 2017, 2020 oder später“, sagt Andree Böhling, Energie-Experte bei
Greenpeace. „Alles andere wäre ein fauler Kompromiss, bei dem die
Interessen der AKW-Betreiber über das Sicherheitsbedürfnis der Bürger
gestellt würden.“
Für die 17 deutschen Atomkraftwerke müssen Kraftwerkskapazitäten von
21.000 Megawatt ersetzt werden. In jahres- und kraftwerksgenauen
Berechnungen legt Greenpeace dar, dass und wie dies in jedem Jahr und zu
jeder Zeit ohne zusätzliche Stromimporte gewährleistet werden kann.
Selbst in Zeiten mit extrem hoher Stromnachfrage, in denen aber gerade
kaum Strom aus Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung steht, ist die
Versorgung immer gesichert.
Ab 2013 können alte Kohlekraftwerke vorfristig abgeschaltet werden
Der zu ersetzende Strom kommt dabei überwiegend aus geplanten und
sich schon im Bau befindlichen Gaskraftwerken, Windstrom- und
Solaranlagen. Dabei basieren die Greenpeace-Berechnungen auf aktuellen
Zahlen zum Neubau von Kraftwerken des Bundesverband der
Energiewirtschaft. Für die Jahre 2011 und 2012 gehen auch vier
Kohlekraftwerke ans Netz, die sich bereits im Bau befinden. Allerdings
werden laut Greenpeace-Berechnungen weit weniger Kohlekraftwerke
benötigt, als zur Zeit gebaut werden. Ab 2013 und verstärkt ab 2016
können dann durch weitere Kraftwerkszu-bauten alte Kohlekraftwerke
vorzeitig abgeschaltet werden, was für den Klimaschutz notwendig ist.
„Eine Laufzeitverkürzung von Atomkraftwerken kann den Klimaschutz
befördern, wenn dadurch Investitionen in Erneuerbare, in Effizienz und
in neue Gaskraftwerke wie Kraft-Wärme-Kopplung ausgelöst werden“, so
Böhling. „Zusätzliche Kohlekraftkraftwerke werden nicht gebraucht und
würden das Klimaproblem verschärfen.“
Achtung Redaktionen: Andree Böhling erreichen Sie unter Tel.
040-30618-304 oder 0151-18053382, Pressesprecherin Ortrun Sadik unter
Tel. 0171-8781184. Berech-nungen und Grafiken finden Sie unter www.greenpeace.de. Infos: https://twitter.com /greenpeace_de
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IPPNW: Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft
IPPNW-Presseinformation vom 28. März 2011
Konsequenzen nach der “Abstimmung über Atomkraft”
Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft
Nach der gestrigen “Abstimmung über Atomkraft” steht bei allen
Parteien die Energiepolitik grundsätzlich auf dem Prüfstand. Die
atomkritische ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die
politischen Parteien, im Zuge eines umfassenden Atomausstiegs “die
Energiewende in einer gesellschaftlich tatsächlich nutzbringenden Weise
zu vollziehen”. Die Organisation votiert für die konsequente Umsetzung
einer “ökologisch nachhaltigen und kriegs-präventiven dezentralen
Energiewirtschaft”.* Aus ökologischen, friedenspolitischen, sozialen und
wirtschaftlichen Gründen sollte die Energieversorgung schnellstmöglich
und weitgehend auf heimische erneuerbare Energien “in Bürgerhand”
umgestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und von
konzern-eigenen Großkraftwerksstrukturen sollte aus den folgenden
Gründen minimiert werden:
1. Die IPPNW tritt ein für eine kriegs-präventive dezentrale
Energiewirtschaft. Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien
werden Energieimporte praktisch überflüssig. Länder, die auf
Energieautonomie setzen, werden sich in Zukunft wohl nicht mehr an
Energie-Kriegen beteiligen. Eine dezentrale Energiewirtschaft ist daher
ein ganz entscheidender Schlüssel für die Überwindung neokolonialer
Strukturen und für die Verhütung von Kriegen.
2. Die propagierte “Energie-Außenpolitik” mit dem Bezug von Energie
in großem Stil aus entfernten Weltregionen gefährdet den Frieden, ohne
die Energieprobleme zu lösen. Die Realität der Großimporte von Öl und
Gas zeigt, dass die Erschließung und Absicherung von konzerneigenen
Produktionsstätten und Transportwegen (Pipelines, Schifffahrtswege) zu
Militarisierung und Kriegen führt, nicht aber zu einer stabilen
Energieversorgung. Ebenso wäre eine sensible Infrastruktur mit
solarthermischen Großkraftwerken und wenigen Stromtrassen nach Europa in
Verbindung mit zahlreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen
Akteuren ein ständiger Quell von Konflikten – mit der Gefahr von
Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen.
3. Eine dezentrale Energiewirtschaft “in Bürgerhand” stärkt die
wirtschaftliche Potenz von Bürgern und Kommunen, fördert die Demokratie,
sorgt für mehr Verteilungsgerechtigkeit, reduziert die Gefahr der
Energie-Armut, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, sorgt für
Arbeitsplätze in der Region und fördert somit indirekt die Gesundheit
der Menschen. Die atomkritische Friedensorganisation IPPNW fordert daher
die Realisierung der erwiesenermaßen möglichen 100%-igen regenerativen
Energieerzeugung “in Bürgerhand” durch die intensivierte Fortführung des
bereits höchst erfolgreichen Ausbaus dieser Energieformen. Das für
Nordafrika geplante DESERTEC-Projekt macht deshalb auch allenfalls als
regionale Versorgung einen Sinn, aber nicht als “Wüstenstrom-Import”
nach Europa.
4. Eines der wichtigsten Prinzipien zukunftsfähigen Wirtschaftens ist
die Begrenzung des Wachstums in einer begrenzten Welt.
Stromerzeugungs-Großanlagen halten hingegen den Glauben an die
Unbegrenztheit der Wachstumsmöglichkeiten aufrecht und behindern die
Entwicklung einer Kultur der Ressourcen-Einsparung mit einer
Post-Wachstumsökonomie.
Da die Erreichung dieser Ziele insbesondere zusammen mit
systematischer Energie-Einsparung sehr viel schneller möglich ist, als
von der Atom- und Öl-Lobby behauptet, fordert die IPPNW zugleich die
Rücknahme der hoch-gefährlichen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke
und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.
* Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung vom 12.3.2011 in Frankfurt am Main.
Kontakt: Henrik Paulitz (Energieexperte), Tel. 0032-485-866 129. Angelika Wilmen (Presse), Tel. 030-69 80 47-15.
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10,
10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de
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Neuer Castortransport nach Gorleben
Neuer Castortransport nach Gorleben
22. 03. 2011
BI Umweltschutz:” Volksabstimmung über Atomkraft im Herbst”
Mitten
hinein um die bedrückenden Nachrichten aus Fukushima platzt die
Ankündigung, dass auch in diesem Jahr ein neuer Castor-Transport nach
Gorleben beantragt wurde, das bestätigte das Bundesamt für
Strahlenschutz in Salzgitter am Montag.
Die Beladung der elf Castoren in Frankreich sei nach Angaben der
Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) bereits angelaufen und werde bis
zum Sommer dauern. Der Transporttermin ist noch nicht bekannt, aber die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht davon aus,
dass der Termin um den 11.-14. November liegen wird.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) machte sich dafür stark, dass
der mittlerweile weltberühmte “Kartoffelsonntag”, ein Volksfest in
Dannenberg, das traditionell am ersten Novemberwochenende stattfindet,
in diesem Jahr nicht vom Transport- und Demonstrationsgeschehen berührt
werden sollte. Der 13. wäre der letzte Transport von hoch radioaktivem
Abfällen aus La Hague, später sollen noch Transporte aus Sellafield ins
Zwischenlager Gorleben (Kreis Lüchow-Dannenberg) folgen.
“Die Transportankündigung konterkariert alle Beschwichtigungsversuche
der Bundesregierung, die aus wahltaktischen Gründen die sieben ältesten
Atomkraftwerke vom Netz genommen hat und wühlt die Menschen noch mehr
auf”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. “Von Innehalten, Zäsur und
Neubewertung der Risiken, auch der Transportrisiken keine Spur!” Auch
für die niedersächsische Landesregierung, die sich bei der
Bundesregierung für einen Stopp des geplanten Castor-Transports in
diesem Jahr nach Gorleben eingesetzt hatte, sei dieses kalte Business as
usual eine schallende Ohrfeige. Ehmke: “In Gorleben lagern hochaktive
Abfälle, die nicht ausreichend gegen Flugzeugabsturz gesichert sind und
in Gorleben wird ein Endlager im Salzgestein gebaut, das nur eine
einzige Sicherheitsbarriere kennt, nämlich das Salz. Die Volksabstimmung
über die Atomkraft findet im Herbst statt, mit den Füßen auf der Demo”.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
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Anti-Atom-Großdemonstrationen am 26. März in vier Städten
Anti-Atom-Großdemonstrationen am 26. März in vier Städten
„Fukushima mahnt: Alle Atomkraftwerke abschalten!“
Berlin, 22. März 2011 – Gemeinsame Pressemitteilung von AG Schacht
Konrad, Attac Deutschland, .ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie,
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, contrAtom,
NaturFreunde Deutschlands, Netzwerk Friedenskooperative und Robin Wood:
Seit
der Atomkatastrophe in Japan nimmt der Protest gegen den Weiterbetrieb
der Atomanlagen in Deutschland täglich zu. Mahnwachen der
Anti-Atom-Bewegung fanden am Montag an über 700 Orten statt. Sehr viele
Menschen gehen jetzt auf die Straße und demonstrierten für den
Atomausstieg. Sie glauben weder den Beschwichtigungsversuchen der
Regierung noch deren hilflosen Erklärungen von einer „neuen Lage“. Das
breite Anti-Atom-Bündnis erklärt: „Die Gefahren der Atomkraft sind seit
langem bekannt. Wir brauchen jetzt kein Moratorium, was wir brauchen ist
das endgültige Abschalten aller Atomkraftwerke.“
Für den 26. März rufen deshalb Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbände,
globalisierungskritische und friedenspolitische Organisationen
bundesweit zu vier zentralen Großdemontrationen auf. Die Vorbereitungen
laufen auf Hochtouren. In Berlin, Hamburg, Köln und München werden
zeitgleich Kundgebungen unter dem Motto „Fukushima mahnt: Alle
Atomkraftwerke abschalten!“ stattfinden. Viele gesellschaftliche Gruppen
unterstützen, mobilisieren und werden teilnehmen: Gewerkschaften,
Bürgerinitiativen, Kirchen, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen
und politischen Parteien. Und aus der ganzen Bundesrepublik planen jetzt
Zigtausende am 26.3 in diese vier Städte zu kommen.
Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben spontan zugesagt, bei den
Kundgebungen aufzutreten. Unter anderem sind dabei: in Hamburg die
Musikband „Die Sterne“ und das Kabarettistenduo „Alma Hoppe“. In München
tritt der Kabarettist Urban Priol und die Band „The Notwist“ auf. Für
Köln haben die Musiker von „Klee“, Wolf Maahn, Klaus der Geiger samt
Orchester sowie der Kabarettist Wilfried Schmickler zugesagt. Und in
Berlin sind „Mono und Nikitaman“, die Liedermacherin „Dota, die
Kleingeldprinzessin“ sowie die Berliner Band „Wir sind Helden“ dabei.
Das Anti-Atom-Bündnis ruft die Bevölkerung bundesweit auf, am 26.3.
nach Berlin, Hamburg, Köln und München zu fahren: „Gemeinsam sagen wir
mit diesen zentralen Demonstrationen laut und eindeutig: Wir fordern das
Abschalten aller Atomkraftwerke jetzt!“
Nähere Informationen zur den vier Großdemonstrationen: www.anti-atom-demo.de
Rückfragen bitte an:
> Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands: Tel.: (0176) 62 01 59 02
> Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt: Tel.: (0170) 935 87 59
> Eberhard Heise, Attac-Koordinierungskreis: Tel.: (0175) 6 7 8 4 55
> Thorben Becker, BUND-Atomexperte, Tel.: (0173) 607 16 03
> Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, Tel.: (0163) 595 75 93
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Mahnwache gegen Atomkraft, Montag, 28.03., 18.00 Uhr in Berlin vor dem Kanzleramt!
- bitte weiterverbreiten –
Mahnwache gegen Atomkraft, Montag, 28.03., 18.00 Uhr in Berlin vor dem Kanzleramt!
B E T E I L I G T E U C H ! M A C H T M I T ! G E H T H I N !
Am Montag werden mehr als 650 Mahnwachen in vielen Städten und
Gemeinden stattfinden. Auch in Berlin werden wir uns mit einer großen
Mahnwache vor dem Kanzleramt an den Aktionen beteiligen.
Im Namen der Berliner Anti-Atom-Koordination haben die NaturFreunde
für heute eine große Mahnwache vor dem Kanzleramt angemeldet. Bei dieser
Mahnwache werden dieses mal Vertreterinnen und Vertreter der
Anti-Atom-Bewegung reden.
Atomausstieg jetzt – Fukushima ist überall!
Montag, 28.03.2011
18.00 Uhr
Vor dem Kanzleramt in Berlin
- Es wird Reden und klare Forderungen geben –
Beste Grüße
Uwe Hiksch (NaturFreunde)
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Über 140.000 Menschen demonstrierten heute in 726 Orten für die Stilllegung der AKW
Deutschland:
Über 140.000 Menschen demonstrierten heute in 726 Orten für die Stilllegung der AKW
Botschaft an Merkel: Es reicht nicht aus, sieben AKW für drei Monate runterzufahren
Am
heutigen Abend haben sich unter dem Motto „Fukushima ist überall –
Atomausstieg jetzt!“ bundesweit 141.612 Menschen in 726 Orten an
Mahnwachen zum Gedenken an die Opfer der japanischen Katastrophen und
gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke beteiligt. Dazu erklärt
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die zu
den Mahnwachen aufgerufen hat:
„Die Botschaft des heutigen Abends an die Kanzlerin, die sich morgen
mit den Ministerpräsidenten trifft, um über ihre zukünftige
Energiepolitik zu beraten: Es reicht nicht aus, sieben AKW für drei
Monate runterzufahren. Die Bevölkerung verlangt die tatsächliche
Stilllegung der Atomkraftwerke. Angela Merkel muss Politik für die
Interessen der Menschen machen, nicht für vier Stromkonzerne, die mit
der Risikotechnologie Atomkraft Milliardengewinne machen wollen.
Jede
Trickserei und Abschwächung von Sicherheitskriterien wird von uns genau
wahrgenommen. Es kann nur darum gehen, ob es in einem Kraftwerk zu
einer Kernschmelze kommen kann, ja oder nein. Und wenn dies möglich ist,
dann müssen alle diese Reaktoren endgültig abgeschaltet werden.“
Vor einer Woche – vor Ausrufung des Moratoriums – hatten bei
ähnlichen Mahnwachen 110.000 Menschen in 450 Orten demonstriert. „Das
Moratorium hat noch mehr Menschen auf die Straße gebracht, weil es nicht
die Erwartungen der Bevölkerung erfüllt“, so Jochen Stay.
Die nächsten Proteste sind bereits in Vorbereitung: Am Samstag werden
in den vier größten Städten des Landes, Berlin, Hamburg, Köln und
München, Großdemonstrationen für einen sofortigen Atomausstieg
stattfinden.
Weitere Infos auf www.ausgestrahlt.de
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Mahnwache gegen Atomkraft, Montag, 14.03., 17.00 Uhr in Berlin vor dem Kanzleramt!
B E T E I L I G T E U C H ! M A C H T M I T ! G E H T H I N !
Aufruf
zur Beteiligung an den Mahnwachen gegen Atomkraft. Im Namen der
Berliner Anti-Atom-Koordination haben die NaturFreunde für morgen eine
große Mahnwache vor dem Kanzleramt angemeldet.
Atomausstieg jetzt – Fukushima ist überall!
Montag, 14.03.2011
17.00 Uhr
Vor dem Kanzleramt in Berlin
- Es wird Reden und klare Forderungen geben –
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NaturFreunde: Erneuerbar statt atomar! Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Erneuerbar statt atomar!
Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Wir
können alles. Außer Erneuerbare? Baden-Württembergs Regierung setzt auf
Atomstrom. Nachdem sich Frankreichs Atomstromproduzent EDF aus dem
Ländle und seinem Versorger EnBW zurückgezogen hat, weil er die
Zukunftsaussichten für Atomstrom in Deutschland negativ einschätzt,
verstaatlicht Ministerpräsident Mappus den Konzern kurzerhand. Bis zu 6
Milliarden Steuergelder werden eingesetzt, damit die von CDU und FDP
beschlossene Laufzeitverlängerung für die Atommeiler bis zur letzten
Kilowattstunde ausgeschöpft werden kann. EnBW ist der Energieversorger
mit dem höchsten Atomstromanteil im Energiemix. Nach Konzernangaben
stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW erzeugten Energie aus
Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%. Erneuerbare? Die mageren
11% stammen in erster Linie aus alten Wasserkraftwerken.
Baden-Württemberg gerät bei den erneuerbaren Energien immer mehr zum
Schlusslicht, eine Folge der Staatsintervention. Denn schon lange wird
EnBW vor allem von der Politik gesteuert. Wenn die CDU den EnBW-Deal des
Ministerpräsidenten Mappus kommentiert, lautet das so: „Die EnBW soll
nicht zum Spielball der Politik werden, erst recht nicht von
Ideologen.”. Das klingt nach „Haltet den Dieb!” und soll wohl auch schon
mal für einen möglichen Wechsel vorsorgen.
Tatsächlich gibt es eine Wechselstimmung im Land. 6 Millionen Kunden
von EnBW müssen sich nicht zu Gefangenen der Atomideologie von Mappus
und Gönner machen lassen. Wer der schärfsten Atomlobby entgegen treten
will, hat dazu drei einfache Möglichkeiten:
1.
sich engagieren und mitmachen bei der Menschenkette gegen die
Atompolitik zwischen Neckarwestheim und Stuttgart am 12.03.2011,
2. mit dem Stimmzettel am 27. März Atompolitikern eine Absage erteilen,
3. sofort den Stromanbieter wechseln und selbst schon mal aussteigen und umsteigen zu Erneuerbaren. Ade, EnBW!
Diese und künftige Landesregierungen in Baden-Württemberg rufen wir
auf, die Beteiligung an EnBW zu nutzen, um den Atomausstieg zu beginnen
und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind,
Wasser und Biomasse zu fördern. Das schafft Arbeitsplätze mit Zukunft
und sollte auch den EnBW-Aufsichtsräten von Verdi als
Arbeitnehmervertretern den Einstieg in den Umstieg erleichtern.
Wechselstimmung? Dann wechseln Sie sofort! EnBW, ade!
Hier können Sie den Appell unterschreiben: www.enbw-ade.de
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Naturfreunde Österreich: “Gipfel stürmen” gegen EURATOM
Wien
(TP/OTS) – Die Naturfreunde appellieren an alle Österreicherinnen und
Österreicher den Ausstieg aus EURATOM aktiv mit ihrer Unterschrift zu
unterstützen. Das Volksbegehren liegt von 28.Februar bis 7. März 2011 in
allen Gemeindeämtern und Magistraten zum Unterschreiben auf.
Jede Stimme zählt
Das Volksbegehren “Raus aus EURATOM” hat das Ziel, den Ausstieg
Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen.
Wie bei der Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf sollen die
ÖsterreicherInnen ein Votum abgeben können, das für die Politik
verbindlich ist. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2008 haben bereits 78%
für einen Ausstieg gestimmt und 81% lehnten die Unterstützung der
europäischen Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern ab. “Jetzt
kommt es darauf an, sich zu diesen
Forderungen zu bekennen und den Ausstieg aus EURATOM aktiv zu
unterstützen”, so DI Regina Hrbek, Leiterin der Umweltabteilung der
Naturfreunde Österreich.
“Gipfel stürmen” gegen EURATOM
Um auf das Volksbegehren aufmerksam zu machen, wurde die Aktion “100
Berggipfel stürmen und EURATOM-Volksbegehren bewerben” ins Leben
gerufen. Die Naturfreunde Vorarlberg hissten das “Raus aus
EURATOM”-Transparent nicht nur als erster am höchsten Berg Österreichs,
am Großglockner, sondern waren auch beim 100. Gipfelsieg mit dabei.
Diesmal ging es auf die westliche Kromerspitze (2865 m) in der
Silvretta.
Forderung nach “Euro-Energy”
Die Naturfreunde Österreich fordern den Ausstieg Österreichs aus dem
EURATOM-Vertrag und die Gründung einer Gemeinschaft “Euro-Energy”, die
europaweit die Weiterentwicklung ökologischer und nachhaltiger Energien
vorantreibt und die nationalen Ökoenergieprogramme vernetzt. “Damit
könnten die Gelder, die aus
Österreich und anderen Atomenergie-ablehnenden Mitgliedsländer bisher
der Atomenergie zugute kamen, für die Forschung und Entwicklung
erneuerbarer Energiequellen und Energieeffizienzmaßnahmen verwendet
werden”, führt Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais aus.
Appell der Naturfreunde
Die Naturfreunde rufen jede Österreicherin und jeden Österreicher
dazu auf, von seinem/ihrem Recht Gebrauch zu machen und das
Volksbegehren zu unterschreiben, um ein verbindliches NEIN zur
Atomenergie abzugeben!
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Castor Schottern lehnt gemeinsam mit anderen Widerstandsgruppen Auswertungsgespräch mit der Polizei ab
Kampagne Castor Schottern
Pressemitteilung Nr.1/2011 vom 25. Februar 2011
+++ Castor Schottern lehnt gemeinsam mit anderen Widerstandsgruppen
Auswertungsgespräch mit der Polizei ab +++ Wenn es einen
Castor-Transport 2011 ins Wendland gibt, wird wieder geschottert +++
Castor Schottern fordert Stopp der Transporte, kein Endlager in Gorleben
und die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen +++
In
einer gemeinsamen Erklärung wiesen gestern Bäuerliche Notgemeinschaft.
Bürgerinitiative Umweltschutz, widerSetzen, X- tausendmal quer,
widerStandsNest Metzingen, Ermittlungsausschuss Wendland und die
Kampagne Castor Schottern eine Einladung der Zentralen Polizeidirektion
Niedersachsen zur gemeinsamen Auswertung der Castor-Proteste zurück.
Sonja Schubert: “Die Polizei hat sich auch 2010 wieder wie eine
Besatzungsmacht im Wendland aufgeführt. Mit Besatzern werten wir aber
nichts gemeinsam aus, sondern wir Protest- und Widerstandsgruppen
erarbeiten stattdessen gemeinsam Strategien zur Beendigung der
Castortransporte und der sie begleitenden Polizeieinsätze. Die
BäuerInnen haben mit ihren dezentralen Treckerblockaden vorgemacht wie
die Einsatzfähigkeit der Polizei zu beschränken ist.”
Christoph Kleine: “Nach den Castor-Protesten 2010 sollten die
politisch Verantwortlichen begriffen haben: Weitere Castortransporte ins
Wendland, ein Endlager in Gorleben und der Weiterbetrieb der
Atomanlagen sind politisch nicht durchsetzbar.”
Peter Bachstein: “Für das, was Regierung, Atomindustrie und
meinetwegen auch die Polizei unbedingt wissen müssen, braucht es auch
gar keine besondere Auswertung, das können wir ihnen auch so ganz kurz
und knapp zurufen: Bereitet euch schon mal vor auf eure nächste
politische Niederlage im Wendland, denn im kommenden November wird der
Tanz auf den Strassen und an den Gleisen garantiert noch schwungvoller
sein als im vergangenen Jahr.”
Die Kampagne Castor Schottern hat bei mehreren Treffen ein positives
Resümee der Aktivitäten im Jahr 2010 gezogen. Eine ausführliche,
schriftliche Fassung werden wir Anfang März vorstellen. Ein Ergebnis
steht jedoch schon jetzt fest: Auch 2011 wird es im Falle eines
Castor-Transportes ins Wendland massiven Widerstand der Kampagne Castor
Schottern geben.
Hanna
Spiegel: “Sollte der Castor im kommenden Herbst tatsächlich ins
Wendland rollen, wird es einen noch zahlreicheren und besser vernetzten
Widerstand als 2010 geben. Wir sind schon jetzt in der Vorbereitung und
werden erneut massenhaft zu den Transportwegen des Castors gehen und
diese unbefahrbar machen. Wir bauen dabei auf das gewachsene Vertrauen
zwischen allen Widerstandsgruppen und Initiativen im Wendland auf, das
schon die Aktionen im November 2010 geprägt hat. Die Kampagne Castor
Schottern ist Bestandteil einer Gesamtchoreografie des Widerstandes, die
sich in ihrer Vielfalt mit einem klaren NEIN der Atompolitik von Bund
und Land entgegenstellt.”
Mischa Aschmoneit: “Die Polizei war 2010 bereits am Ende ihrer
Kapazitäten. Wir hingegen sind optimistisch, 2011 deutlich mehr
AktivistInnen an die Schienen zu mobilisieren. Wir und die anderen
Widerstandsgruppen haben aus unseren Erfahrungen gelernt – Bundes- und
Landesregierung wären daher klug beraten, die weiteren Castor-Transporte
nach Gorleben und in andere Zwischenlager abzusagen.”
Den Text der gemeinsamen Erklärung aller Protest- und Widerstandsgruppen
finden Sie auf unserer Homepage.
Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Sonja Schubert, 01522-7883212
Hanna Spiegel, 0174-5276885
Mischa Aschmoneit, 0157-88662337
Peter Bachstein, 0162-8760927
Christoph Kleine, 0172-9006161
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Gemeinsame Pressemitteilung des Demonstrationsbündnisses “Menschenkette am 12. März” vom 23. Februar 2011
„Atomausstieg in die Hand nehmen“. Bundesweite
Mobilisierung zur Menschenkette am 12. März zwischen dem AKW
Neckarwestheim und Stuttgart. Baden-Württemberg kommt Schlüsselrolle für
künftige Energiepolitik zu
Berlin:
Am 12. März wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, Campact, Robin Wood
und die Naturfreunde Deutschlands mit mehreren zehntausenden Teilnehmern
zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der
baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart eine Menschenkette
gegen die Atomkraft bilden. Wenn zwei Wochen nach dieser Demonstration
in Baden-Württemberg gewählt werde, stehe eine neue Landesregierung in
Sachen Atompolitik vor einer entscheidenden Herausforderung, so die
Verbände. Als oberste Atomaufsichtsbehörde und Miteigentümerin des
Betreiberkonzerns EnBW (Energie Baden-Württemberg) entscheide sie über
den Weiterbetrieb bzw. die Stilllegung von vier baden-württembergischen
Atomkraftwerken.
„Der Beschluss für längere AKW-Laufzeiten wäre ohne den strammen
Pro-Atom-Kurs von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen nicht zustande
gekommen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Inzwischen hat der
Anti-Atom-Widerstand stark zugenommen. Hunderttausende sind auf die
Straße gegangen, weil sie die gefährliche Atompolitik der
Bundesregierung und der genannten Länder nicht hinnehmen wollen. Der
Protest in Baden-Württemberg am 12. März wird sich bis nach Berlin
auswirken und die Energiepolitik der Bundesregierung entscheidend
beeinflussen. Ein energiepolitischer Kurswechsel im Südwesten bedeutet
das Aus für die Pro-Atom-Allianz.“
„Egal wer nach der Wahl Ende März in Baden-Württemberg miteinander
koaliert, die neue Landesregierung muss den Atomausstieg auf die
Tagesordnung setzen und die Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg
stilllegen. Leisten muss das eine konsequente Atomaufsicht, die die
Sicherheit der Bevölkerung vor das Profitinteresse der EnBW stellt“,
sagte Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“.
Uwe Hiksch vom Vorstand der Naturfreunde Deutschlands rechnet mit
mehreren zehntausend Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet.
„Forderung Nummer Eins wird sein, dass die Bundesländer den Ausstieg aus
der Atomkraft selbst in die Hand nehmen. Was die Bundesregierung den
Bürgern verweigert, muss jetzt über die Länder durchgesetzt werden.“
Hiksch kündigte Busse aus mehr als 70 Städten und drei Sonderzüge aus
Hamburg, Bremen und Berlin an, die nach Baden-Württemberg zur
Menschenkette fahren würden.
Schon am kommenden Samstag sollen bundesweit in rund 40 Städten
Auftakt-Menschenketten stattfinden. Von Niebüll an der Grenze zu
Dänemark bis Lindau am Bodensee sollen die Auftakt-Veranstaltungen für
die große Menschenkette am 12. März mobilisieren und Zeichen für den
Atomausstieg setzen. „Jetzt tragen wir den Protest gegen die Atomkraft
zu den Kraftwerken und setzen die Bundesländer unter Druck, Meiler für
Meiler vom Netz zu nehmen. Die kommende neue Landesregierung in
Baden-Württemberg muss den Anfang machen und die ersten Atomreaktoren
abschalten“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz.
Weitere Informationen: www.anti-atom-kette.de
Pressekontakte: Thorben Becker, BUND-Teamleiter Klimaschutz und
Energiepolitik, Tel. 0173-6071603; Jochen Stay, .ausgestrahlt-Sprecher,
Tel. 0170-9358759; Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, Tel.
0163-5957593; Uwe Hiksch, Vorstandsmitglied NaturFreunde Deutschland,
Tel. 0176-62015902
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DIE LINKE: Castor-Transporte einstellen, Endlagersuche vorantreiben
Castor-Transporte einstellen, Endlagersuche vorantreiben
“Der
Aufwand, den die Bundesregierung betreibt, um Atommüll kreuz und quer
durch die Republik zu karren, ist durch nichts gerechtfertigt. Die
immensen Gelder, die diese Transporte verschlingen, wären an anderer
Stelle besser untergebracht”, erklärt Dorothée Menzner,
energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des
Castor-Transports von Karlsruhe in das Zwischenlager Lubmin. Menzner
weiter:
“Das Zwischenlager Nord bei Greifswald war nie für Atommüll aus den
alten Bundesländern vorgesehen. Trotzdem schafft die Bundesregierung
weiter Castoren aus dem ehemaligen Westdeutschland dorthin. Die
Bereitstellung von einer Milliarde Euro für die Offenhaltung des
Zwischenlagers bis 2080 vermittelt den Eindruck, dieser Ostseestandort
würde favorisiert, um den deutschen Atommüll mittelfristig für den
Abtransport nach Russland vorzubereiten. Auf die Frage, warum das
Umweltministerium seit Jahrzehnten Atommülltransporte quer durchs Land
genehmigt, ohne zu wissen, wo dieser eines Tages endgelagert werden
soll, verweigern die Verantwortlichen beharrlich die Antwort. Tatsache
ist jedoch: Die Transporte sind gefährlich und teuer. Sinnvoller wäre
es, den Atommüll dort zwischenzulagern, wo er produziert wird. Das würde
das Problembewusstsein für die Notwendigkeit einer ergebnisoffenen
Endlagersuche auch in den Bundesländern schärfen, in denen sich die
meisten Atomkraftwerke, aber keine Zwischenlager befinden.”
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Aktionswoche gegen den Castortransport startet mit vielfältigen Aktionen
Pressemitteilung
Aktionswoche gegen den Castortransport startet mit vielfältigen Aktionen
Greifswald, 14.02.2011
Nach einer erfolgreichen Auftaktdemonstration mit 2000
Protestierenden am Samstag Nachmittag gehen die Aktionen in Greifswald
und Rostock in die nächste Runde. Für Montag, den 14.02. sind
verschiedene Aktionen angekündigt, um auf den für die kommende Woche
angekündigten Castortransport aufmerksam zu machen.
Wie auch in den vergangenen Wochen ruft das Anti-Atom-Bündnis heute
um 13 Uhr wieder zum Anti-Atom-Alarm am Fischmarkt in Greifswald auf, um
mit Trillerpfeifen, Rasseln oder Topfdeckel und Löffel ein lautstarkes
Zeichen gegen die verantwortungslose Atompolitik zu setzen.
„Wir werden zum vorerst letzten Mal vor dem kommenden Transport
zeigen, dass der Widerstand gegen die unsinnige Verschiebung von
strahlendem Abfall unüberhörbar ist“, kündigt Daniel Holtermann vom
Anti-Atom Bündnis an.
Die Vertreter_innen der Kirchengemeinden Mecklenburg-Vorpommerns
laden unter dem Motto „Engagiert für das Leben“ am heutigen Abend vor
dem Hintergrund des Castortransportes zu einer „Andacht für eine
lebenswertere Zukunft“ ein. Aus diesem Anlass wird um 18 Uhr sowohl in
Greifswald als auch im restlichen Bundesland ein Warnläuten der
Kirchenglocken zu hören sein.
Neben diesen mahnenden Aktionen wird am Abend eine Diskussionsrunde
zu den Themen Energiebedarf, Gefahren der Atomenergie und dem Problem
der Lagerung von Atommüll im Pfarrhaus Kemnitz für die Bewohner der
Dörfer der Umgebung stattfinden. Eingeladen sind Heinz Wittmer vom
Anti-Atom-Bündnis Nordost, Mattias Lietz (CDU, MdB) und Frank Wienholtz
vom Physikalischen Institut der Universität Greifswald.
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Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den
Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo
in Rostock
Pressemitteilung
Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den
Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo
in Rostock
Rostock, 03.02.2011
Am Samstag, den 05. Februar 2011 wollen in Rostock zahlreiche Atomkraftgegner_innen
gegen den bevorstehenden Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Greifswald
demonstrieren. Die Demonstration, die um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Nordseite in
Rostock beginnen wird und durch die Innenstadt zum Doberaner Platz zieht, ist der Auftakt
von zahlreichen Aktionen in der ersten Februarhälfte, die in den Protesten am
Transporttag gipfeln werden, welche den Castor stoppen sollen.
„Trotz guter Argumente und unnötiger Sicherheitsrisiken schickt die
Bundesregierung mit Unterstützung der Landesregierung diesen Transport
wieder durch MV und wahrscheinlich auch durch Rostock. Wir sind gegen
Transporte von hochradioaktivem Müll, die nur den Weiterbetrieb der AKW
absichern sollen“, meint Daniel Holtermann aus Rostock und verweist auf
den Entsorgungsvorsorgenachweis. Dieser dient dazu, eine Entsorgung von
Atommüll, die bis heute nicht geklärt ist zu suggerieren.
Castortransporte und die Zwischenlager in Ahaus, Gorleben und Lubmin,
sowie die Zwischenlager an den AKW, sollen so den Weiterbetrieb der
Kraftwerke gewährleisten.
„Wir rufen deswegen am Samstag alle Menschen auf, sich dem
Castortransport, der um den 16. Februar rollen soll, aktiv
entgegenzustellen. Wir fordern die Absage des Transportes durch den
Ministerpräsidenten aufgrund §4 Atomgesetz und anhaltender Überlastung
der Landespolizei.“, erklärt Felix Leipold vom Anti-Atom Bündnis
NordOst.
Der Landtag von MV hat sich 2010 gegen Transporte aus anderen
atomaren Anlagen außer die in Lubmin und Rheinsberg ausgesprochen. Der
Innenminister Lorenz Caffier soll nun den Antrag für weitere Transporte
mit schwach- und mittelradioaktivem Müll ablehnen und sich der
Entscheidung des Parlamentes beugen.
Am 12.02.2011 findet die Auftaktdemonstration für die Proteste um 14:00 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz statt.
www.lubmin-nixda.de
www.facebook.com/Lubmin.niXda
Kontakt:
presse-antiatom@systemausfall.org
0151 107 455 02
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Lubmin: Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig
Pressemitteilung
Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig
Einladung zur Pressekonferenz am 10.02.2011, 12 Uhr
Greifswald, 08.02.2011
Die jüngsten Ankündigungen aus Polizeikreisen, wonach der
Castortransport am 17.2. bereits um 4:30 in Lubmin eintreffen soll,
betrachtet das Anti-Atom Bündnis NordOst mit Gelassenheit. „Wir rechnen
damit, dass Aktivisten, die sich bei eisigem Schneesturm im Raum
Greifswald dem Castor-Transport im Dezember entgegengestellt haben, auch
dieses Mal unangenehmen Bedingungen, wie Regen, Kälte und Dunkelheit
trotzen werden und entschlossen sind den Atommüllzug zu stoppen.“,
erklärt Sophie Hirschelmann vom Bündnis.
Insbesondere die Absicht, großzügige Pufferzeiten in den Fahrplan
einzubauen, zeugt dabei von erheblichem Respekt. „Wir sehen diese
Änderungen in der Planung als Erfolg der Protestaktionen vom Dezember
letzten Jahres.“, meint Felix Leipold, Sprecher des Anti-Atom Bündnis
NordOst. Durch Blockadeaktionen unterschiedlichster Art gelang es
Aktivisten die Ankunft der vier Castorbehälter aus Cadarache im
Zwischenlager Nord um einen halben Tag zu verzögern.
Das Anti-Atom-Bündnis NordOst geht davon aus, dass der Transport auch
dieses Mal die vorgesehene Ankunftszeit klar verfehlen wird.
Allerdings
zeigt die Ankündigung der Polizei auch die ungebrochene Bereitschaft,
zur Durchführung des Transportes immer höhere Kosten in Kauf zu nehmen.
Verlängerte Transportzeiten führen zu längeren Dienst- und Einsatzzeiten
bei Bahn und Polizei. Wir erneuern in diesem Zusammenhang unsere
Forderung, dass die Kosten von Atommülltransporten vollständig von denen
getragen werden, die aus dem Betrieb von Atomanlagen finanziellen
Nutzen ziehen.
Wir möchten hiermit Pressevertreter zu einer Pressekonferenz des
Anti-Atom Bündnisses NordOst einladen. Hier werden Vertreter
verschiedener Arbeitsgruppen die Protestaktionen in und um Greifswald
und entlang der möglichen Transportstrecken von Karlsruhe nach Lubmin
vorstellen und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.
Die Pressekonferenz findet am Donnerstag den10. Februar 2011 um 12 Uhr in der Friedrich-Löffler-Straße 44a in Greifswald statt.
www.lubmin-nix-da.de
presse-antiatom@systemausfall.org
Pressetelefon: 0151 – 10745502
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Greenpeace: AKW-Laufzeitverlängerung ist verfassungswidrig
Presseerklärung vom 3. Februar 2011
Greenpeace: AKW-Laufzeitverlängerung ist verfassungswidrig
Karlsruher Richter sollen über neues Atomgesetz entscheiden
Berlin, 3. 2. 2011 – Greenpeace hat heute gemeinsam mit Anwohnern der
sieben ältesten Atomkraftwerke Verfassungsbeschwerde gegen das 11. und
12. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes eingereicht. Die
Umweltorganisation sieht in der von Schwarz-Gelb beschlossenen
AKW-Laufzeitverlängerung sowie der Abschwächung von Schutzansprüchen der
Anwohner von Atomanlagen das Grundrecht auf Leben und körperliche
Unversehrtheit der Bürger verletzt. Greenpeace klagt gemeinsam mit
Anwohnern der AKW Neckarwestheim 1, Philippsburg 1, Isar 1, Biblis A und
B, Unterweser, Brunsbüttel und Krümmel. Ein entsprechendes Urteil des
Bundesverfassungsgerichts könnte die Laufzeitverlängerung für
Atomkraftwerke wieder rückgängig machen.
„Der Deal mit den Atomkonzernen verletzt die im Grundgesetz
garantierten Rechte der Bürger. Wenige profitieren von der
Laufzeitverlängerung – das Risiko trägt die Allgemeinheit“, sagt Heinz
Smital, Atomexperte bei Greenpeace. „Der Weiterbetrieb der alten
Reaktoren ist hochgefährlich, eine sichere Entsorgung des radioaktiven
Abfalls nicht in Sicht. Es gibt keine andere Industrie, die so
ungehindert Hochrisikoanlagen betreiben und den gefährlichsten Müll der
Welt produzieren darf.“
Terrorgefahr für AKW kann nicht ausgeschlossen werden
Nach Ansicht der Kläger weisen die sieben ältesten deutschen
Atomreaktoren erhebliche Sicherheitsmängel auf. Kein deutscher Reaktor
kann dem Absturz eines großen Passagierflugzeuges standhalten. Die
sieben ältesten Meiler verfügen zudem nur über einen geringen Schutz
gegen den Absturz auch kleinerer Flugzeuge. Gegen einen Terrorangriff
mit konventionellen Waffensystemen sind vor allem diese Anlagen
ungeschützt. Greenpeace klagt derzeit zusammen mit Anwohnern auch wegen
Terrorgefahr auf Widerruf der Betriebsgenehmigung für sechs der ältesten
Atomreaktoren (Biblis A und B, Isar 1, Krümmel, Brunsbüttel und
Philippsburg 1).
Ein weiteres Grundrechtsproblem stellt die ungelöste Frage der
Endlagerung von Atommüll dar. Eine Lösung, die den nötigen Anforderungen
genügt, existiert derzeit nicht. „Es ist längst bewiesen, dass der
Salzstock Gorleben nicht als Endlager geeignet ist“, sagt Smital.
„Gorleben ist ein Trugbild, mit dem Gerichte und Gesellschaft getäuscht
werden sollen.“ Zudem sehen die Kläger die Einschränkung der
Klagemöglichkeit für Anwohner in der 12. Atomgesetznovelle als
verfassungswidrig an.
Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Bremen, Brandenburg, Berlin und
Nordrhein-Westfalen sowie die SPD und die Grünen wollen ebenfalls gegen
die Änderung des Atomgesetzes vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Sie haben sogenannte abstrakte Normenkontrollklagen angekündigt und
wollen prüfen lassen, ob das Gesetz ohne Zustimmung des Bundesrates
verabschiedet werden durfte.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Heinz Smital, Tel. 0171-87
80 803 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt, Tel.
0151-14533087. Die Beschwerdeschrift finden Sie im Internet unter http://gpurl.de/verfassungsklage
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Geesthacht: Reaktor des Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll in das Zwischenlager Nord befördert werden
Der
rund 180 Tonnen schwere Atomreaktor des ehemaligen deutschen
Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll nach Medienberichten vom 25.01.11
voraussichtlich noch in diesem Jahr 2011 vom Forschungszentrum der GKSS
(Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH)
in Geesthacht in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin in
Mecklenburg-Vorpommern transportiert werden. Dort soll der verstrahlte
Atomreaktor zeitlich unbefristet(!) deponiert werden.
Rückblick: Im Jahr 1980 wurde der Atomreaktor der ‘Otto Hahn’
wahrscheinlich in Hamburg aus dem Schiff ausgebaut und anschließend zum
GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht befördert und einbetoniert. Seitdem
wird der radioaktive Reaktor der ‘Otto Hahn’ auf dem Gelände der GKSS ‘zwischengelagert’.
Im Dezember 2010 waren vier Castoren mit rund 2500 Brennstäben aus
dem 1979 stillgelegten Atomfrachter ‘Otto Hahn’ sowie aus dem
Forschungszentrum Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin
gebracht worden. Das Zwischenlager Nord verfügt u.a. über insgesamt 80
genehmigte und überwachte Castor-Stellplätze.
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NaturFreunde unterstützen Proteste gegen Castor-Transport nach Lubmin
Bundesweiter Castor-Streckenaktionstag am 12. Februar 2011
NaturFreunde unterstützen Proteste gegen Castor-Transport in das Atomklo Lubmin
Berlin, 10. Februar 2011 – Zu den anstehenden
Anti-Atom-Demonstrationen gegen den Castor-Transport von Karlsruhe nach
Mecklenburg-Vorpommern erklärt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes
der NaturFreunde Deutschlands:
Ab dem 16. Februar 2011 wird erneut ein Castor-Transport in das
Zwischenlager Lubmin nahe Greifswald rollen. Damit macht die
Bundesregierung Lubmin immer mehr zum Atomklo für ganz Deutschland. Denn
mit ihrer Entscheidung, Atommüll aus der stillgelegten
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe in das Zwischenlager Nord in Lubmin
zu verfrachten, baut die Bundesregierung Mecklenburg-Vorpommern immer
weiter zum zentralen Atommülllager in Deutschland aus.
Die fünf Castor-Transportbehälter sind mit hoch radioaktivem Material
beladen, das in Karlsruhe „aufbereitet“ wurde. In den Castor-Behältern
befinden sich etwa 16 kg Plutonium und 500 kg Uran, das in Salpetersäure
in Glaskokillen eingeschmolzen wurde.
Die NaturFreunde rufen ihre Mitglieder und alle Anti-Atom-Aktivisten
dazu auf, sich am 12. Februar 2011 an den verschiedenen Aktionen entlang
der möglichen Castor-Transportstrecken an den
Widerstandsveranstaltungen zu beteiligen. Mit den Demonstrationen und
Aktionen soll ein klares Zeichen gegen die Atomenergie und die
unverantwortlichen Castor-Transporte quer durch Deutschland gesetzt
werden.
Stets aktuelle Informationen und Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite: www.lubmin-nixda.de
Bisher sind folgende Demonstrationen und Aktionen geplant:
Greifswald
14:00 Uhr: Auftaktdemo für den Widerstand rund um Greifswald am Markt
Bernau
11:00 Uhr: Kundgebung am Bahnhofsvorplatz
Biesenthal
12:30 Uhr: Kundgebung vor dem EWE-Sitz in der Bahnhofstraße
Eberswalde
14:00 Uhr: Kundgebung vor dem EWE-Sitz am Marktplatz
Erfurt
14:00 Uhr: Demo am Fischmarkt
Friedberg
11:00 Uhr: Europaplatz: „Atommüll-Transport“ auf der Kaiserstraße
Halle
11:00 Uhr: Kundgebung mit Musik und Theateraktionen an der Ulrichskirche
Jüterbog
14:30 Uhr: Anti-Atomveranstaltung am Bahnhof
Karlsruhe
12:00 Uhr: Auftaktkundgebung am Markt, danach Aktionen in der Innenstadt
15:00 Uhr: Demo und Stromanbieterwechsel am Bahnhof Wilhelmshöhe
Teltow-Fläming
12:00 Uhr: Anti-Atom-Happening mit Überraschungsgast am Zossener Markplatz
14:00 Uhr: Streckenspaziergang ab B101 nahe Bahnhof Genshagener Heide
13:30 Uhr: Radeln gegen Atomkraft ab Bahnhof Blankenfelde
14:15 Uhr: Streckenspaziergang nach Diedersdorf ab Bahnhof Blankenfelde
Wittenberge
12:00 Uhr: Anti-Atom-Veranstaltung vor Kultur – und Festspielhaus
Rückfragen bitte an:
NaturFreunde Deutschlands
Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur
Uwe Hiksch
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NaturFreunde: Stromwechselkampagne „EnBW ade!“
Berlin/Stuttgart, 1. Februar 2011 – Die NaturFreunde Deutschlands
starten eine Kampagne für Atomausstieg in Baden-Württemberg unter dem
Motto „EnBW ade!“ mit einem Appell an die Landesregierung, den Konzern
auf erneuerbare Energien auszurichten.
Wir können alles. Außer Erneuerbare? Diese Frage stellen die
NaturFreunde und ihr Bundesvorsitzender Michael Müller, Staatssekretär
a.D., an Baden-Württembergs Energiekonzern EnBW.
EnBW ist der Energieversorger mit dem höchsten Atomstromanteil im
Energiemix. Nach Konzernangaben stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW
erzeugten Energie aus Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%.
Erneuerbare? Die mageren 11% stammen in erster Linie aus alten
Wasserkraftwerken. Baden-Württemberg gerät bei den erneuerbaren Energien
immer mehr zum Schlusslicht, eine Folge der Staatsintervention. Denn
schon lange wird EnBW vor allem von der Politik gesteuert.
Baden-Württembergs Regierung setzt auf Atomstrom. Nachdem sich
Frankreichs Atomstromproduzent EDF aus dem Ländle und
seinem Versorger EnBW zurückgezogen hat, weil er die Zukunftsaussichten
für Atomstrom in Deutschland negativ einschätzt, verstaatlicht
Ministerpräsident Mappus den Konzern kurzerhand. Bis zu 6 Milliarden
Steuergelder werden eingesetzt, damit die von CDU und FDP beschlossene
Laufzeitverlängerung für die Atommeiler bis zur letzten Kilowattstunde
ausgeschöpft werden kann.
In einem Appell fordern die NaturFreunde eine Energiewende in
Baden-Württemberg. Die NaturFreunde rufen die Landesregierung in
Baden-Württemberg auf, ihre „Dagegen-Politik` im Bezug auf die
erneuerbaren Energien endlich aufzugeben und die Beteiligung an EnBW zu
nutzen, um den Atomausstieg zu beginnen und eine dezentrale
Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu
fördern und dadurch Arbeitsplätze mit Zukunft zu schaffen.
Die NaturFreunde laden ein zum Stromwechsel zu Anbietern mit 100%
erneuerbaren Energien. So kann jede Bürgerin und jeder Bürger den
Atomausstieg selber beginnen. Mit einer Kampagne in den nächsten Monaten
wollen sie die „Wechselstimmung“ unter den Bürgern erhöhen. Dazu haben
sie eine Kampagnenseite http://www.ade-enbw.de geschaltet.
Die NaturFreunde mobilisieren zugleich für die Beteiligung an der für
den 12.03.2011 von Stuttgart nach Neckarwestheim geplanten
Menschenkette für den Atomausstieg.
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Bundesweiter Lubmin-Castor-Streckenaktionstag 12.2.2011
Im Dezember hat der Protest gegen den Castortransport in das Zwischenlager Nord/ Lubmin bundesweit für Aufsehen gesorgt.
Dieses war der erste Streich, wir vom Anti-Atom Bündnis Nordost planen bereits den zweiten:
In Greifswald organisieren wir erneut eine Auftaktdemo, zu der wir wieder mehrere Tausend Teilnehmende erwarten.
Wir möchten uns jedoch nicht so sehr an der Anzahl der Teilnehmenden
in Greifswald festbeissen, sondern hoffen auf viele kleine Aktionen an
unzähligen Orten!
Deshalb
rufen wir Euch auf, gleichzeitig mit uns am 12.2.2011 entlang der
möglichen Transportstrecken (ähnlich wie beim Castor-Streckenaktionstag)
des Castors mit vielen Demos ein klares Zeichen zu setzen: breiter
Widerstand quer durchs Land gegen diesen Castortransport, denn Atommüll
geht uns alle an!
Damit werdem wir ein weiteres Mal zu zeigen, dass Atomkraft keine
Zukunft hat und nicht nur für die, vor deren Haustür der Müll gelagert
wird, sondern für uns alle ein Problem darstellt. Beteiligt euch am
Protest, organisiert bei Euch an der Strecke Widerstand und stoppt den
Castor am Tag X (16./17.2.2011).
Natürlich seid ihr auch alle herzlich eingeladen in den NordOsten zu
kommen und mit uns zu demonstrieren und am Tag X den Zug zu stoppen.
Es wird wieder eine Buskoordination von ausgestrahlt geben, damit ihr alle zu den Demonstrationen gelangen könnt.
Werdet aktiv und solidarisiert Euch mit allen Betroffenen!
Im Anhang dieser Mail findet ihr eine Streckenkarte, die ihr auch mit
diesem Aufruf weiter verschicken könnt oder auf euren Webseiten benutzen
könnt!
Eure lokale Widerstandsgruppe
/ Anti-Atom Bündnis NordOst
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Wir wählen Zukunft: Erneuerbare statt Atom!
Wir wählen Zukunft: Erneuerbare statt Atom!
Für konsequenten Klimaschutz, Lebensqualität und zukunftssichere Arbeitsplätze in Baden-Württemberg
Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Umbau unserer
Energiewirtschaft energisch vorantreiben. Die Zukunft liegt bei den
Erneuerbaren Energien. Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine
Sackgasse! Wir wollen zukünftig eine Landesregierung, die sich
konsequent für eine umfassende Modernisierung unserer Energieversorgung
einsetzt, statt alte und überkommene Strukturen zu konservieren. Wir
wollen Wettbewerb am Strommarkt, statt Marktübermacht einzelner
Großkonzerne. Wir wollen zukunftssichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung
in den Regionen durch eine klare Orientierung auf Sonne, Wind,
Biomasse, Wasser und Geothermie. Die energiepolitische Hinhaltetaktik
der politisch und wirtschaftlich Mächtigen sind wir leid. Sie denken
vorwiegend an abschöpfbare Gewinne aus den heutigen Marktstrukturen und
nicht an die Zukunft Baden-Württembergs und seiner Menschen. Wir sind
ein Bündnis aus Einzelpersonen, Verbänden, kirchlichen Gruppen und
Unternehmen, das sich überparteilich für ein umwelt- und
sozialverträgliches Wirtschaften, konsequenten Klimaschutz und die
Umstellung auf Erneuerbare Energien engagiert. Wir wollen, dass die
nächste Regierung Baden-Württembergs zukunftsorientiert denkt und das
Land sich an die Spitze beim Klimaschutz und beim Umbau der
Energieversorgung setzt – insbesondere bedeutet dies den Ausstieg aus
der Atomenergie, den Verzicht auf neue Kohlekraftwerke sowie den
schnellstmöglichen Ausbau Erneuerbarer Energien bis zur vollständigen
Deckung des Bedarfs.
Erneuerbare Energien und Atomkraft passen nicht zusammen
Die
vom Wetter beeinflussten Einspeisungen von Strom aus Sonne und Wind
erfordern einen Kraftwerkspark, der sich flexibel anpassen kann. Das
klappt zu bestimmten Zeiten schon heute nicht mehr, dann muss
überflüssiger Atom- und Kohlestrom ins Ausland verschoben werden. Bei
wachsenden Anteilen Erneuerbarer Energien verschärft eine
Laufzeitverlängerung die Konflikte im Stromsystem. Statt AKW und neuen
klimaschädlichen Kohlekraftwerken brauchen wir mehr flexible
Gaskraftwerke und den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung. Und
wir brauchen ein leistungsfähiges Transportnetz, neue
Speichertechnologien und ein intelligentes Lastmanagement von
Stromerzeugern und -verbrauchern, damit ein rascher Umstieg auf
Erneuerbare Energien gelingt.
Regionale Wertschöpfung für alle statt Profite für wenige
Wir wollen, dass Baden-Württemberg die großen Chancen der
Energiewende nutzt. Erneuerbare Energien machen uns unabhängig von
teueren Importen. Uran muss wie Kohle, Öl und Gas importiert werden.
Dafür fließen viele Milliarden Euro aus Baden-Württemberg ab. Die
Ausgaben dafür werden stetig steigen. Erneuerbare Energien sind
heimische Energien. Nur mit ihnen werden unsere Kinder und Enkel eine
sichere und bezahlbare Energieversorgung haben. Die Herstellung und
Installation von Anlagen zur Ernte der Energie aus Sonne, Wind, Wasser
und Biomasse bedeutet Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den
mittelständischen Betrieben unseres Landes. Industrie und Handwerk
profitieren gleichermaßen. Mit ihrer aktuellen Pro- Atom-Politik
blockiert die Landesregierung diese Chancen und verspielt Arbeitsplätze.
Wir wollen,
dass unsere zukünftige Regierung sich für den Mittelstand und kommunale
Stadtwerke einsetzt, statt für die Interessen von Großkonzernen.
Frieden und Gerechtigkeit: Verantwortlich handeln statt „Augen zu“
Energierohstoffe werden weltweit immer knapper, teurer und
umkämpfter. Ihre Gewinnung und Nutzung richten gewaltige
gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Schäden an. Für die
Gewinnung von Uran und Kohle werden weltweit Menschen vertrieben und
Naturräume großflächig zerstört. Wir alle sind gefordert durch einen
verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Energie der Verschwendung
Einhalt zu gebieten. Jedes Atomkraftwerk ist ein Sicherheitsrisiko. Je
länger die Atomkraftwerke laufen, desto höher das Risiko und desto
größer die Mengen an hochradioaktiven Abfällen. Weltweit gibt es bislang
kein Endlager für hochaktive Abfälle. Deshalb dürfen wir nicht immer
mehr Atommüll produzieren. Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien
hingegen bedeutet große Chancen auch für Entwicklungs- und
Schwellenländer, die so ihren noch wachsenden Energiebedarf
klimaverträglich decken können.
Wir wollen ein modernes, innovatives und wirtschaftlich starkes
Baden-Württemberg. Unsere zukünftige Landesregierung soll sich stark
machen für Erneuerbare statt Atom, für Energieeffizienz statt
Verschwendung, für mittelständische Unternehmen statt Großkonzerne.
Wählen Sie gemeinsam mit uns nur Kandidatinnen und
Kandidaten, die sich glaubwürdig für einen konsequenten Umbau der
Energieversorgung einsetzen!
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Aufruf zur Aktions- und Menschenkette am 12. März 2011:
Aufruf zur Aktions- und Menschenkette am 12. März 2011:
„Atomausstieg in die Hand nehmen!“
Bis über das Jahr 2040 hinaus hat die Bundesregierung die Laufzeiten
der Atomkraftwerke verlängert. Diese Klientelpolitik dient alleine den
Stromkonzernen: Ihnen spült der Atom-Deal Zusatzgewinne von fast 100
Milliarden Euro in die Kassen.
Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wurde über die Köpfe der
Menschen hinweg entschieden. Wir wollen raus aus einer Technologie, die
ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den dringend notwendigen Ausbau
Erneuerbarer Energien blockiert und tausenden Generationen tödlichen
Atommüll aufbürdet. Wir wollen die Atomkraftwerke abschalten – und zwar
jetzt!
Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus und seine Landesregierung
gehören zu den größten Verfechtern der Atomenergie. Die kommende
Landtagswahl im „Ländle“ ist damit auch eine Abstimmung über die
schwarz-gelbe Atompolitik.
Eine neue Landesregierung muss den Atomausstieg selbst in die Hand
nehmen – und die baden-württembergischen Meiler in Neckarwestheim und
Philippsburg abschalten. Hierzu braucht es eine konsequente
Atomaufsicht, die höchste Sicherheitsanforderungen stellt und den
Betrieb der Reaktoren damit unrentabel macht. Zugleich verlangen wir
einen konsequenten Ausbau Erneuerbarer Energien – dezentral und
bürgernah.
Zwei Wochen vor der Landtagswahl senden wir ein spektakuläres Signal
gegen den Atom-Deal: Auf Atomkraft setzen? Nicht mit uns! Mit
zigtausenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet werden wir am 12. März
eine große Aktions- und Menschenkette zwischen der Landeshauptstadt
Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim bilden.
Die Alternativen zur Risikotechnologie Atomkraft sind längst da, sie
müssen nur durchgesetzt werden. Die Zukunft ist erneuerbar – im
Dreiklang von Erneuerbaren Energien, Energiesparen und Energieeffizienz.
Jetzt nehmen wir den Ausstieg selbst in die Hand!
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NaturFreunde: Castor-Proteste in Lubmin waren ein großer Erfolg
Für 12.3.2011 Anti-Atom-Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim geplant
Berlin, 17. Dezember 2010 – Zum Castortransport nach Lubmin erklärt
das Vorstandsmitglied der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch: „Auch
wenn die Demonstranten den Castortransport letztlich nur kurz aufhalten
konnten, haben sie doch für weitere bundesweite Aufmerksamkeit für das
nach wie vor ungelöste Atom-Endlager-Problem gesorgt. Und die Bewohner
von Lubmin, Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern haben gesehen, dass es
sehr viele Menschen gibt, die sich aktiv für eine gute Zukunft für alle
engagieren. Das wird auch anderen Menschen Mut für eine Teilnahme an
den nächsten Aktionen machen.“
Die Proteste gegen die Atomkraft sind kreativ und entschlossen. Dass
sich auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die unverantwortliche
Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung nicht einfach so gefallen
lassen, hatten schon am 11. Dezember in Greifswald die rund 4.000
Teilnehmer der großen Demonstration gegen die Castortransporte ins
Ostseebad Lubmin deutlich gemacht.
Viele
kreative Proteste folgten: Lichter- und Menschenketten, Laternenumzüge
und Mahnwachen, dann die gestrigen Sitzblockaden. Allen Teilnehmern, die
sich trotz Kälte und Schnee dem Castortransport entgegen stellten,
gebührt großer Respekt. Zwar konnten sie den Transport letztlich nur
kurz aufhalten, doch sorgten sie für weitere bundesweite Aufmerksamkeit
für das nach wie vor ungelöste Atom-Endlager-Problem.
Im Norden und im Süden: Der Widerstand geht weiter
Die Aktionen hatten auch einen wichtigen Effekt für die Bewohner von
Lubmin, Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben gesehen, dass
es sehr viele Menschen gibt, die sich aktiv für eine gute Zukunft
engagieren. Das wird auch anderen Menschen Mut machen: Die für das
Frühjahr 2011 geplanten nächsten Castortransporte nach Lubmin werden
sicherlich von noch größeren Protesten begleitet werden. Gemeinsam mit
dem mecklenburg-vorpommerschen Landesverband und der Greifswalder
Ortsgruppe werden sich auch die NaturFreunde Deutschlands weiter im
Widerstand gegen die Castortransporte engagieren.
Zudem sind für das nächste Jahr weitere große Proteste gegen die
unverantwortliche Atompolitik der Bundesregierung geplant: am 12. März
2011 eine große Menschenkette von Stuttgart zum Atomkraftwerk
Neckarwestheim und weitere Demonstrationen am 25. April 2011
(Ostermontag) anlässlich des 25. Jahrestages der Katastrophe von
Tschernobyl.
Auch in den vielen Wahlkämpfen im nächsten Jahr werden sich die
NaturFreunde dafür einsetzten, dass keine Stimmen an die
Atomkraftparteien vergeben werden und die Wahlkämpfe mit einer klaren
Forderung an die Parteien nach sofortigem Ausstieg aus der Atomenergie
verbunden werden.
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Kommentieren Sie diesen Standpunkt hier: www.blog.naturfreunde.de
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Tschüss Vattenfall: Warum Ihren Strom besser jemand anderes produzieren sollte
Vattenfall – der Atomkonzern
Vattenfall bietet als Energiemonopolist in Hamburg und Berlin
unterschiedliche Strom- und Wärmetarife an. In Norddeutschland betreibt
Vattenfall die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und will in
Hamburg-Moorburg ein Kohlekraftwerk bauen. Darüber hinaus ist der
Konzern in Dänemark, Finnland, Polen und in Schweden aktiv. Die
Muttergesellschaft ist Vattenfall AB, die sich vollständig im Besitz des
schwedischen Staates befindet.
In Hamburg ist Vattenfall der sogenannte Hauptversorger und
kontrolliert damit als Monopolist das Hoch- und Höchstspannungsnetz in
der Stadt.
Als Atomkonzern geht es Vattenfall vor allem um das schnelle Geld,
ungeachtet jedweder Risiken. Gemeinsam mit den anderen „drei Großen“
E.on, RWE und EnBW im deutschen Stromgeschäft, hat Vattenfall in
Geheimverhandlungen massiv auf die Bundesregierung eingewirkt, um die
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchzusetzen.
Die Laufzeitverlängerung nimmt Vattenfall jetzt zum Anlass, die
Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz zu nehmen. Mit
den durchgesetzten Laufzeitverlängerungen sieht Vattenfall hinter den
Uraltmeilern nur das Geld – Störfälle, Trafobrände und Notabschaltungen
sind wie vergessen. Die letzten drei Stillstands-Jahre haben gezeigt,
dass der Strom diesen Anlagen nicht mehr benötigt wird.
Sicherheitsrisiko Vattenfall
Der Stromkonzern Vattenfall, Betreiber des AKW Krümmel, hat schon
immer behauptet, alle seine Atomkraftwerke seien sicher. Das war schon
immer falsch. Richtig ist vielmehr, dass Vattenfall-AKW bereits mehrfach
haarscharf an einer Katastrophe vorbeischrammten. So zerfetzte Ende
2001 im AKW Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion mehrere Meter einer
Rohrleitung direkt neben dem Reaktordruckbehälter. Und das schwedische
AKW Forsmark stand im Sommer 2006 nach einem Stromausfall kurz vor der
Kernschmelze. Kaputte Schalter, defekte Pumpen, marode Dichtungen,
mangelhafte Elektrik und Fehler in der Notstromversorgung sind in
Vattenfall-Atomkraftwerken offensichtlich eher die Regel als die
Ausnahme. In Stresssituationen klappt zudem noch nicht einmal die
Kommunikation in der Steuerwarte des Reaktors: Das haben die Pannen beim
Brand im AKW Krümmel im Juni 2007 gezeigt.
Profit vor Sicherheit
Vattenfall hat mehrfach bewiesen, dass im Konzern Profit vor
Sicherheit geht. Nach der Wasserstoffexplosion im Dezember 2001 lief das
AKW Brunsbüttel zunächst monatelang weiter. Auch nach dem Beinahe-GAU
in Forsmark im Juli 2006 schaltete Vattenfall das AKW zunächst tagelang
nicht richtig ab. Einen weiteren Reaktor in Forsmark ließ Vattenfall
wochenlang weiter am Netz, obwohl es deutliche Hinweise auf eine
gefährliche Störung im Kühlkreislauf gab. Und die rund 40 Risse an
Armaturen im AKW Krümmel, die Vattenfall in den letzten Monaten
aufwändig reparieren ließ, wären ohne den Trafobrand im Juni 2007
wahrscheinlich gar nicht entdeckt worden: Für solche Prüfungen ist bei
einer normalen Revision normalerweise gar keine Zeit. Wer weiß, welche
Fehler als nächstes unentdeckt bleiben – und welche Folgen sie haben
werden?
Kein Geld für Klimakiller!
Läuft das AKW Krümmel, beschert es Vattenfall jeden Tag rund eine
Million Euro Gewinn. Hat Vattenfall das verdient? Nein. Denn Vattenfall
setzt weiterhin auf hochriskanten Atom- und klimaschädlichen Kohlestrom.
So baut der Konzern in Hamburg-Moorburg ein Steinkohlekraftwerk, das
jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 und jede Menge Gifte in die Luft
pusten wird. In Brandenburg will Vattenfall mindestens ein Dutzend
Dörfer abreißen, um darunter Braunkohle für seine Kraftwerke zu fördern –
übrigens mit die klimaschädlichsten in ganz Europa. Und Vattenfall müht
sich nach Kräften, den Atomausstieg zu kippen: Der Konzern will seine
gefährlichen Schrott-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel sogar noch länger
betreiben, als im „Atomkonsens“ von Juni 2000 vereinbart.
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Massenhafter Protest gegen Castor nach Lubmin
Pressemitteilung
Sonntag, 21.11.2010 22.58 Uhr
Massenhafter Protest gegen Castor nach Lubmin
Die Proteste gegen den Castor-Transport Mitte Dezember aus dem
südfranzösischen Cadarache ins vorpommersche Zwischenlager
Nord/Lubmin-Rubenow bei Greifswald werden deutlich größer ausfallen als
bisher erwartet, resümierte Felix Leipold vom Rostocker
Anti-Atom-Netzwerk. Bei dem heutigen Vernetzungstreffen in Greifswald
zur Organisation der Proteste gegen den unsinnigen hochradioaktiven
Atommüll-Transport waren ca. 45 Organisationen aus dem gesamten
norddeutschen Raum vertreten.
Bereits Sonntagmittag zeigte eine Abordnung von Aktivisten aus dem
Wendland gemeinsam mit der Anti-Atom-Initiative Greifswald Flagge vor
dem Zwischenlager Nord und probte schon mal eine Sitzblockade vor der
Hauptzufahrt zum Zwischenlager. „Wir stellen uns nicht nur gegen den
Gorleben-Castor quer, sondern setzen uns gegen alle gefährlichen und
unverantwortlichen Atommülltransporte zur Wehr.“ sagte Freya Rudek des
Aktionsbündnis Castorwiderstand.(ABC) Lüneburg.
Zur Großdemonstration am 11. Dezember um 13 Uhr in Greifswald werden
tausende Menschen erwartet. Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg hat breite Unterstützung für die Demonstration und die
Aktionstage angekündigt.
Am Tag X, voraussichtlich dem 15. oder 16. Dezember, sind bundesweit
dezentrale Aktionen entlang der Castorstrecke geplant. Besonders in
Städten wie Erfurt, Halle, Magdeburg, Ludwigslust, Rostock,
Potsdam/Berlin und Neubrandenburg sowie an der deutsch-französischen
Grenze bei Karlsruhe kristallisieren sich Aktionspunkte an der möglichen
Castortransportstrecke bis nach Lubmin. Auf den letzten 22 km, der
eingleisigen Bahnstrecke von Greifswald zum Zwischenlager, ist mit
Sitzblockaden und kreativen Aktionen zu rechnen. Aufgrund der
Protestwellen der letzten Monate rüsten sich die Lubminer Initiativen
diesmal mehr denn je: Schlafplätze für tausend Menschen in und um
Greifswald stehen zur Verfügung, beispielsweise in Gemeindehäusern.
Weitere Unterkünfte werden noch für auswärtigen Aktivisten benötigt.
„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der skandalöse Transport,
zuletzt vor zwei Wochen der Castor nach Gorleben, wiederum mit
unverantwortlichen 100 km/h über die Bahnstrecke prescht“, so
Bauingenieur Bernd Ebeling von contrAtom aus Uelzen. „Der Transport an
sich stelle schon ein sehr großes Sicherheitsrisiko dar.“ Für die
Transportbehälter der abgebrannten Brennelemente gibt es nur
Computer-Simulationen für das Verhalten bei Unfällen. Falltest wurden in
80er Jahren nur mit einem einzigen Behältertyp durchgeführt, wobei die
erreichte Fallgeschwindigkeit 50km/h betrug. Daher werde Strafanzeige
bei der Staatsanwaltschaft gestellt, so Ebeling weiter.
Nach Angabe des Nuklearexperten Diplom-Physiker Wolfgang Neumann aus
Hannover sei bei einem Unfall in Verbindung mit einem längeren Brand
(beispielsweise Brand eines Kesselwaggons) das Austreten von großen
Mengen radioaktiver Partikel möglich. In Windrichtung würde selbst in 15
km Entfernung der Grenzwert von 50 Millisievert der
Strahlenschutzverordnung üb erschritten werden, in bis zu 5 km
Entfernung die Bevölkerung langfristig zu evakuieren bzw. umzusiedeln,
so Physiker Neumann weiter.
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RAV fordert Konsequenzen aus systematischen Rechtsbrüchen zur
Durchsetzung des Castortransports
Pressemitteilung
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.
Nach den Beobachtungen des Republikanischen Anwältinnen- und
Anwältevereins (RAV) kam es während des Castortransports zu
systematischen Verletzungen der Rechte auf Versammlungsfreiheit und auf
der körperlichen Unversehrtheit der Demonstrant/innen sowie weiterer
Grundrechte. „Die vielfach zitierte Überforderung einzelner Beamter kann
dafür nicht als Begründung herhalten“, bilanziert Rechtsanwalt Martin
Lemke, stellvertretender Vorsitzender des RAV.
Die Kritikpunkte im Einzelnen:
Unverhältnismäßiger Einsatz von Zwangsmitteln
In seit langem nicht erlebtem Ausmaß setzten Polizeibeamte
großflächig, ohne Vorwarnung und in unverhältnismäßiger Art und Weise
Zwangsmittel wie Reizgas und Schlagstöcke ein. Mitglieder des
„Legal-Teams“, des Komitees für Grundrechte und Demokratie und
Bundestagsabgeordnete beobachteten, wie friedlichen Demonstrant/innen
aus weniger als 50cm Entfernung Reizgas direkt in die Augen gesprüht
wurde. Ganze Waldabschnitte wurden mit CS-Gas vernebelt, so dass
sämtliche dort Anwesende unterschiedslos betroffen waren. Polizeibeamte –
darunter in mindestens einem Fall sogar ein Polizeisanitäter – wurden
dabei beobachtet, wie sie ohne Vorwarnung und sichtbaren Grund auf
Demonstrant/innen einprügelten. Durch diese Vorgehensweise wurden
insgesamt mehr als 1000 Menschen verletzt. Über 30 Demonstrant/innen
erlitten zum Teil schwere Kopfverletzungen.
Schwerste Verletzungen nach CS-Gaseinsatz
Am Dienstag, den 9. November 2010, wurde ein professioneller
Kletterer, der sich an einen Baum gekettet hatte, von einem
Polizeibeamten ohne Vorwarnung in vier Meter Höhe mit Reizgas derart
attackiert, dass er vom Baum stürzte. Der Betroffene erlitt eine Fraktur
im Brustwirbelbereich und musste mit einem Rettungshubschrauber ins
Krankenhaus gebracht werden. Zuvor hatten ihn weitere Beamten unter
Gewaltandrohung noch über 500 Meter weiter weg getrieben, obwohl seine
schwere Verletzung unübersehbar war und Augenzeugen die Beamten auch
darauf hinwiesen.
Unzulässiger Einsatz europäischer Polizeibeamter
Beobachter des Legal Teams stellten mehrfach den Einsatz bewaffneter
Polizeibeamter aus Frankreich und die Anwesenheit weiterer Beamter aus
EU-Staaten in ihren jeweiligen Landesuniformen fest. Eine hinreichende
Rechtsgrundlage hierfür ist bisher von Seiten des Landes Niedersachsen
und des Bundes nicht benannt worden. Fotografen dokumentierten zudem den
gewalttätigen Übergriff eines französischen Beamten auf einen
Protestierenden. Der RAV fordert unverzüglich eine Aufklärung dieses
Falls – auch in Hinsicht auf strafrechtliche Konsequenzen.
Polizeikessel ohne Rechtsschutz
Während der Räumung der Sitzblockade in Harlingen am 8. November 2010
errichteten Polizeibeamte unter Leitung eines Hamburger Polizeiführers
über einen Zeitraum von mehr als sechs Stunden einen Polizeikessel, der
ebenso falsch wie beschönigend als „Freiluft-Gesa
(Gefangenensammelstelle)“ deklariert wurde. Unter Umgehung des
verfassungsrechtlich verbürgten Richtervorbehalts bei
Freiheitsentziehungen wurde keine der dort festgehaltenen Personen einem
Richter des Amtsgerichts Dannenberg zugeführt und auf diese Weise
Rechtsschutz verweigert und die gebotene Freilassung der Betroffenen
herausgezögert.
Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss
Am Montag, den 8. November 2010 stürmten Polizeibeamte u.a. der
Beweissicherungseinheit aus Oldenburg und der 5. Einsatzhundertschaft
aus Göttingen gegen 17 Uhr drei Höfe in Grippel, Zadrau und Langendorf
und durchsuchten ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss die
jeweiligen Scheunengebäude. Während der Durchsuchungsmaßnahme auf dem
Hof in Grippel erfolgte selbst gegenüber dort anwesenden
Rechtsanwält/innen weder eine Begründung noch eine Erörterung des
polizeilichen Vorgehens. Die Beamten waren vermummt und nicht
gekennzeichnet.
Behinderung von Beobachter/innen
In einer Vielzahl dokumentierter Fälle versuchten Polizeibeamte die
Tätigkeit von Demonstrationsbeobachter/innen, Rechtsanwält/innen und
Bundestagsabgeordneten einzuschränken oder ganz zu unterbinden.
„Nach allen uns vorliegenden Berichten sind die Grundrechtsverstöße
der eingesetzten Polizeieinheiten keine Einzelfälle. Es handelt sich
anscheinend vielmehr um ein systematisches Vorgehen, das nicht
hinnehmbar ist. Auch die Gefahr der Begehung von Ordnungswidrigkeiten
oder eventuellen Straftaten gegen Sachen etwa durch das „Schottern“ kann
keine Rechtfertigung für systematische gewalttätige Übergriffen und
rechtsstaatswidriges Vorgehen seitens der eingesetzten Polizeieinheiten
sein“, kommentiert Rechtsanwalt Martin Lemke.
„Das Vorgehen der Polizei während des Castortransports lässt
befürchten, dass in diesem Rahmen rechtswidrige Strategien der
Eindämmung großer demokratischer Protestbewegungen, die allein mit
legalen polizeilichen Mitteln nicht kontrollierbar erscheinen, geübt und
durchgesetzt werden sollten“, ergänzt Rechtsanwältin Britta Eder.
Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Rückfragen:
Rechtsanwältin Britta Eder 0176 – 22169938.
Der RAV ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälten. Seit seiner Gründung im Jahr 1979 tritt der RAV für
das Ziel ein, Bürger- und Menschenrechte gegenüber staatlichen,
wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Machtansprüchen zu verteidigen
und auf eine fortschrittliche Entwicklung des Rechts hinzuwirken.
Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Kampf um die freie Advokatur, denn
die Freiheit von staatlicher Bevormundung stellt für die anwaltliche
Tätigkeit eine notwendige Bedingung dar, um diese Aufgabe wahrnehmen zu
können.
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Pressemitteilung: Unterstützer laden ein, jetzt noch Blockade
aufzusuchen
Immer mehr Menschen vor dem Zwischenlager
Nach 20 Stunden Sitzblockade auf den Schienen
ist der Fahrplan des Atommüllzuges völlig aus dem Ruder gelaufen. Vor
dem Zwischenlager blockieren 2000 Menschen seit über 24 Stunden das
letzte Straßenstück des Transportes. Derzeit ist die Strecke dicht.
Die Organisationen, die diese Blockade unterstützen, hoffen, dass
sich noch viele Menschen dem gewaltfreien Widerstand auf der Straße in
Gorleben anschließen.
Luise Neumann-Cosel, Sprecherin von X-tausendmal quer: “Der
Atommüllzug wird derzeit in Dannenberg für den Straßentransport
verladen. Das dauert noch Stunden. Das ist die richtige Zeit, sich auf
den Weg zum Zwischenlager nach Gorleben zu machen!”
Torben Becker, BUND-Energieexperte: “Die Sitzblockade ist die
richtige Antwort auf die Geheimabsprachen der Bundesregierung mit den
Stromkonzernen. Tausende setzen sich quer, es kommen ständig neue Leute
hinzu. Das ist der Abpfiff für den Castor!”
Uwe Hiksch vom Vorstand der Naturfreunde: “Dieser Widerstand ist
großartig und hat schon sehr viel erreicht. Ich hoffe, es sind auch
heute Abend wieder tausende dabei!”
Eberhard Heise, Mitglied des Attac-Koordinierungskreises: “Diese
starke Aktion des zivilen Ungehorsams wirkt für Demokratie und gegen die
Macht der Stromkonzerne. Freiwillig lassen wird den Castor hier nicht
durch. Ich bin seit Sonntag hier und bleibe bis zur Räumung!”
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Über 2.000 Demonstranten bilden vor Berliner Reichstag Menschenkette
Über 2.000 Demonstranten bilden vor Berliner Reichstag
Menschenkette gegen Pro-Atom-Kurs der Regierung. Aufforderung an
Abgeordnete: Stimmt gegen Atomkraft!
Berlin: Anlässlich der Abstimmung im Bundestag
über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke haben heute früh mehr als
2.000 Menschen am Reichstag in Berlin eine etwa ein Kilometer lange
Menschenkette gebildet. Mit Transparenten und einem lautstarken
„Atomalarm“ forderten sie die Abgeordneten der Regierungsfraktionen auf,
gegen die Laufzeitverlängerung zu stimmen und sich nicht dem
Fraktionszwang zu beugen. Die Parlamentarier müssten die Sicherheit der
Bevölkerung vor Atomunfällen und eine zukunftsfähige Energiepolitik auf
Basis erneuerbarer Energien zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen.
Die Aktion wurde initiiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND), dem Kampagnennetzwerk Campact und den NaturFreunden
Deutschlands. Beteiligt waren u.a. auch die Arbeitsgemeinschaft Schacht
Konrad, Attac, das Bündnis Anti-Atom-Berlin, die Deutsche Umwelthilfe,
Greenpeace Berlin, GRÜNE LIGA, die IPPNW, DIE LINKE, der Naturschutzbund
Nabu, Bündnis 90/Die Grünen und die SPD.
Uwe Hiksch vom Vorstand der Naturfreunde erklärte: „Wer die
Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert, ignoriert die klare politische
Haltung der Menschen in diesem Land. Eine breite Mehrheit ist gegen
Atomkraft.“
Der Energieexperte des BUND, Thorben Becker, sagte: „Wenn der
Bundestag jetzt den Plänen der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung
von Atomkraftwerken zustimmt, dient dies allein den Gewinninteressen der
großen Stromkonzerne. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien wäre
massiv gefährdet, für klimafreundliche Arten der Stromerzeugung
entstünden große Investitionsunsicherheiten. Eine solche Entscheidung
wird ganz sicher weitere Proteste auslösen.“
Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact: „Die Regierung lässt
heute im Bundestag längere Laufzeiten beschließen. Doch die Menschen im
Lande wird sie damit nicht überzeugen. Die Bürger sind empört über eine
Politik, bei der die Profite der Konzerne alles und die Sicherheit der
Bevölkerung rein gar nichts zählt. Wir werden uns weiter mit
vielfältigen und kreativen Aktionen gegen den Pro-Atom-Kurs der
Bundesregierung stemmen – als nächstes beim Castor-Transport nach
Gorleben in gut einer Woche.“
Die Verbände kündigten weitere Proteste an, wenn Anfang November der
nächste Castor-Transport ins Wendland startet. Am 6. November soll in
Dannenberg eine große Auftaktkundgebung stattfinden, zu der mehrere
zehntausend Menschen erwartet werden.
Fotos (Quelle: BUND) von der heutigen Anti-Atom-Kette am Reichstag
finden Sie im Internet ab ca. 10 Uhr
Pressekontakt: Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 0 30 / 2 75
86-421, Mobil: 01 73 / 6 07 16 03; Uwe Hiksch, NaturFreunde
Deutschlands, Mobil: 01 76 / 62 01 59 02; Christoph Bautz, Campact,
Mobil: 01 63 / 5 95 75 93 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher,
Tel. 0 30 / 2 75 86-425/ -464, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51;
presse@bund.net
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Rote Karte für Atomkraft! – 6. November – Demonstration
in Dannenberg
Statt endlich abzuschalten wollen die Energiekonzerne RWE, EON,
Vattenfall und EnBW ihre Atomkraftwerke noch jahre- und jahrzehntelang
weiter betreiben und täglich eine Million Euro für jedes Atomkraftwerk
extra kassieren. Der Regierung und den Konzernen geht es nur um eins:
Profite auf Kosten der Sicherheit. Doch jedes Atomkraftwerk ist eine
Zeitbombe, und jedes Quäntchen Atommüll, das beim Weiterbetrieb anfällt,
ist ein Gramm zu viel. Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg:
Wird weiter auf Dinosauriertechnologien gesetzt – oder umgehend und
konsequent auf Erneuerbare Energien umgestiegen?
Die Alternativen sind längst da, man muss sie nur durchsetzen. Die
Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien – im Gleichklang mit
Energiesparen und Steigerung der Energieeffizienz!
Atommüll ohne Ende
Weltweit gibt es kein Endlager für hochradioaktive Abfälle. Das hat
einen einfachen Grund: das Teufelszeug ist hochgiftig und muss für eine
Million Jahre sicher von der Biosphäre abgeschlossen werden. Ein Ding
der Unmöglichkeit. Wie schnell die Endlagerpläne platzen, zeigen die
havarierten Atommülllager Asse II und Morsleben. Die Asse säuft ab, und
Morsleben stürzt ein. Nicht 30.000 Generationen Sicherheit, nur eine
Generation Unsicherheit reichte, um das Märchen vom sicheren Endlager zu
entlarven. Wir fordern Konsequenzen: Hört sofort damit auf, Atommüll zu
produzieren, ihr könnt mit dem vorhandenen schon jetzt nicht umgehen!
Mit Gorleben kommen sie nicht durch!
Demokratie endet, wo es um Atommüll geht: In Gorleben wird unter
Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Beteiligungsrechte der
Allgemeinheit ab dem 1. Oktober 2010 die „untertägige Erkundung“ wieder
aufgenommen, das heißt, dass der Schwarzbau Gorleben so vollendet werden
soll. Der Salzstock in Gorleben, das wissen wir, ist wegen seines
Grundwasserkontakts und der nahen Gasfelder als Endlager völlig
ungeeignet. Die Standortentscheidung in den Siebzigerjahren war nie
geologisch begründet, Gorleben wurde alternativlos und willkürlich
politisch ausgewählt. „Erkundung“ bis zur Fertigstellung? Nicht mit uns!
Atomtransporte kreuz & quer
Wenn im November der nächste Castorkonvoi aus La Hague nach Gorleben
rollt, dann wird nur vorgetäuscht, in der Atommüllentsorgung bewege sich
etwas. Denn der Atommüll wird nur von A nach B gekarrt und in luftigen
Hallen abgestellt. Ob Ahaus, Greifswald, Gorleben: Atomtransporte sind
ein Risiko, das wir nicht hinnehmen können.
Auf ins Wendland!
Stimmen wir ab, mit Händen und Füßen, wenn der nächste Castor ins
Wendland rollt: Der Atomkraft die Rote Karte. Leistet Widerstand gegen
die Atomkraft im Land. Mit Gorleben kommen sie nicht durch. Castor
stopp, Atomausstieg sofort!
Zur Demo am 6.11. in Dannenberg rufen auf: NaturFreunde
Deutschlands, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg,
Bäuerliche Notgemeinschaft, ContrAtom, Arbeitsgemeinschaft Schacht
Konrad, .ausgestrahlt, BUND, Campact, Robin Wood, X-tausendmal quer,
Asse II-Koordinationskreis, WiderSetzen und viele andere.
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Anti-Castor-Demo: Durch Kreuzberg kommt der Castor nicht!
Samstag 23.10.2010
* Ort: Mariannenplatz (Kreuzberg)
* Uhrzeit: 13.00 bis 15.15 Uhr
* Verantwortlicher: Vorstand
Durch Kreuzberg kommt der Castor nicht!
Bundesweiter Castorstrecken-Aktionstag am 23.10.2010
Am 23. Oktober veranstaltet ein breites Bündnis einen bundesweiten
Castorstrecken-Aktionstag. An diesem Tag protestieren wir gegen die
Gefahren der Atommülltransporte und fordern: Atomkraft: Schluss jetzt!
Jeden Tag, den ein Atomkraftwerk weiterläuft, wird mehr Atommüll
produziert. Atommüll, von dem niemand weiß, wohin damit. Es gibt
weltweit kein sicheres Endlager, kein noch so tiefes Bergwerk kann
Sicherheit gewährleisten. Weder Salz noch Ton oder Granit halten für
Millionen Jahre dicht. Statt daraus Konsequenzen zu ziehen, wird die
tödlich strahlende Fracht sinnlos hin- und hertransportiert. Die Gefahr
von Unfällen, bei denen ganze Regionen radioaktiv verseucht werden
können, wird dabei skrupellos in Kauf genommen.
Ob alt, ob jung, mit Freunden und Familie kommt alle nach Kreuzberg.
Wir protestieren gegen die anstehenden Atommülltransporte ins Wendland.
Beginn: Mariannenplatz vor dem Bethanien
Wir treffen uns zu einer bunten, lauten und kreativen Demonstration.
Mit unserem Motto „Durch Kreuzberg kommt der Castor nicht!“ wollen wir
den Protest der Berlinerinnen und Berliner in Kreuzberg sichtbar machen.
Die Demonstration wird durch einen „Castor“ begleitet, den wir dann in
der Oranienstraße nicht mehr durchkommen lassen. Dann wird es turbulent:
Er wird von Sicherheitspersonal bewacht werden, die alles dafür tun,
damit der Castor durch Kreuzberg rollen kann. Deshalb macht mit! Zeigen
wir durch eine Massenaktion, dass der Castor nicht durch Kreuzberg
kommt.
Abschlusskundgebung am Heinrichplatz.
Ablauf der Demonstration:
13.00 Uhr Treffpunkt Mariannenplatz
13.00 bis 13.20 kurze Auftaktkundgebung
13.20 bis 14.00 Uhr Demo
14.00 bis 14.30 Uhr in der Oranienstraße bis Adalbertstraße – „Durch
Kreuzberg kommt der Castor nicht!“ – Zwischenkundgebung mit symbolischer
Sitzblockade und Räumaktion durch „Sicherheitspersonal“
14.30 bis 14.45 Demo zum Heinrichplatz“
14.45 Reden am Heinrichplatz zu den Aktionen im Wendland.
Der Castorstrecken-Aktionstag in Berlin wird durchgeführt
von:
Anti Atom Berlin, attac Berlin, Bündnis 90/Die Grünen Berlin, BUND
Berlin, BUND-Jugend Berlin, DIE LINKE Berlin, Grüne Jugend Berlin, GRÜNE
LIGA, Jusos Berlin, NaturFreunde Berlin, SPD Berlin, solid Berlin,
Infos zum Castorstrecken-Aktionstag: www.castor-strecken-aktionstag.de
Infos zum Ablauf in Berlin: Uwe Hiksch (0176-62015902),
hiksch@naturfreunde.de
Über Euer Kommen würden wir uns freuen.
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IPPNW fordert Ächtung von Uranabbau
IPPNW-Pressemitteilung vom 31. August 2010
Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
haben auf einer Sitzung ihres internationalen Rats am Sonntag in Basel,
Schweiz, eine Resolution zur Ächtung von Uranabbau und der Produktion
von Yellowcake (Uranoxid) verabschiedet. Beide Verfahren werden in der
Resolution als „unverantwortlich“ und „ernsthafte Bedrohung für
Gesundheit und Umwelt“ beschrieben.
Die Resolution bezeichnet Uranabbau und die Produktion von Yellowcake
außerdem als eine „Verletzung der Menschenrechte“. Das Recht auf Leben,
Freiheit und Sicherheit, auf körperliche Unversehrtheit und
Selbstbestimmung, auf den Schutz der Menschenwürde und auf sauberes
Wasser sind nach Ansicht der Ärzte nur einige der Menschenrechte, die
durch Uranabbau und seine Weiterverarbeitung verletzt werden.
Die Resolution ist ein Resultat der am 26. August 2010 in Basel
tagenden Konferenz „Sacred Lands, Poisoned Peoples“ über Uranabbau.
Aktivisten aus allen Hauptfördergebieten der Welt, viele davon
Repräsentanten indigener Völker, hatten sich über Gesundheitsfolgen und
Umweltschäden ausgetauscht. In der Folge haben Delegierte der deutschen
und schweizer IPPNW Sektionen die Resolution mit dem Aufruf zur Ächtung
von Uranabbau bei der zweijährlichen Sitzung der internationalen
IPPNW-Föderation eingebracht.
Die Ergebnisse der Konferenz in Basel zeigen, dass Uranabbau das
Grundwasser kontaminiert, und die Radioaktivität in den Abraumhalden,
Tailings und Verdunstungsbecken verbleibt. Uran und seine radioaktiven
Zerfallsprodukte sind hoch giftig. Sie greifen innere Organe und die
Atemwege an. Die präsentierten wissenschaftliche Studien zeigen, dass
folgende Krankheiten durch die Exposition von Radon, Uran und seine
Zerfallsprodukte verursacht werden: Bronchial- und Lungenkrebs,
Knochenmarkkrebs, Magen-, Leber-, Darmkrebs, Krebs der Gallenblasen, der
Nieren und der Haut, Leukämie und andere Bluterkrankungen, psychische
Störungen und Geburtsfehler.
Die IPPNW sieht die Verbindung zur Weiterverbreitung von Atomwaffen
als besonders relevant für ihre Arbeit. Ein Ende von Uranabbau würde
außerdem den Ausstieg aus der Atomenergie beschleunigen und die
Dringlichkeit eines Umstiegs auf Erneuerbaren Energien verstärken.
Kontakt:
Anne Tritschler, Tel. 030 698074-14, tritschler@ippnw.de
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkriegs / Ärzte in Sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967
Berlin, www.ippnw.de
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23. Oktober 2010: Bundesweite Anti-Atom-Aktion quer durch’s ganze
Land:
Presseinformation / Hannover, 21. September 2010
Anti-AKW-Bewegung plant Aktionskette entlang der
Castor-Transport-Strecken
Hunderttausend demonstrierten am Sonntag in Berlin und bevor der
Castor-Transport nach Gorleben rollt, werden am (vermutl.) 6. November
zig-Tausende zu einer bundesweiten Demonstration nach Dannenberg kommen.
Eine bundesweite Aktion ganz anderer Art planen Bürgerinitiativen und
Organisationen für den 23. Oktober:
Entlang dreier Transportrouten
- von Wörth über Karlsruhe nach Gorleben
- aus Karlsruhe nach Lubmin und
- von Jülich nach Ahaus
sollen eine Vielzahl örtlicher und regionaler Aktionen stattfinden.
Anders als bei zentralen Großveranstaltungen, wo Menschen
zusammenkommen, kommt hier das Thema zu den Menschen: “Die
Atomtransporte verbinden uns alle”, sagt Koordinatorin Christina
Albrecht (ROBIN WOOD), “und diese Aktionsform gibt sehr vielen Menschen
die Möglichkeit, ihre Ablehnung der Atomenergie in ihrem unmittelbaren
Wohnumfeld und mit ihren eigenen Mitteln und Formen deutlich zu machen.
Ob in Städten, an Bahnhöfen, unter Brücken oder auf Straßen und Wegen
entlang der Bahntrassen, ob Posaunenchor und Gottesdienst, Mahnwachen,
Kundgebungen, Kegeln mit Atommüll-Fässern, Radtouren entlang der
Atommüll-Strecken, der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.” Die
Organisatoren liefern einen Aktionsleitfaden und sind bereit, die
örtlichen Akteure zu unterstützen und zu örtlichen und regionalen
Vorbereitungstreffen zu kommen. Alle Aktionen, die verbindlich
angemeldet werden, werden auf der Homepage
www.castor-strecken-aktionstag.de eingetragen.
“Bereits seit Jahresbeginn regt sich der Widerstand gegen die
Atommüll-Transporte nach Ahaus, im Januar gab es einen ersten
Streckenaktionstag zwischen Jülich und Ahaus”, berichtet Sabine Jeromin
aus Köln, die die Aktion im Westen koordiniert. “Ahaus wird zur
logistischen Drehscheibe und zum oberirdischem Lager für radioaktiven
Müll. Ins Zwischenlager Ahaus soll schon in wenigen Wochen wieder
Atommüll rollen, im Durchschnitt 2 x pro Woche: Brennelementekugeln aus
dem 1978 verünglückten Hochtemperaturreaktor der Forschungsanlage in
Jülich, außerdem vorgeblich harmlose Radionuklide zur GNS (mbH) in
Duisburg, sowie zahllose UF6-Transporte zur UAA Gronau, bei der sich
erst am 21.01. ein Unfall ereignete. Hilfs- und Rettungskräfte wie
Feuerwehren, THW, Krankenhäuser werden im Vorfeld nicht über
heranrollende Sonderzüge mit radioaktiven Frachten informiert.” Eine
besondere Herausforderung sind geplante Brennelement-Transporte aus
Ahaus nach Russland: “Entsprechend würden wir es entschieden begrüßen,
wenn am 23. Oktober auch in Städten wie Osnabrück, Bremen und Hamburg
zum Thema Ahaus-Russland-Castor etwas passieren würde”.
Bernd Ebeling von Contratom Uelzen zur Aktionsvorbereitung in
Norddeutschland: “An den beiden Bahnstrecken für den hochaktiven
Atommülltransport nach Gorleben sind in folgenden Städten bereits
Aktionen geplant: Hameln, Hildesheim, Verden, Rothenburg, Buchholz sowie
Göttingen, Hannover, Celle, Uelzen und Lüneburg. Viele Menschen werden
ihr Unverständnis für die nicht nachvollziehbare Energiepolitik deutlich
zeigen. Nicht nur am 23. Oktober, sondern auch am 6. und 7. November,
wenn der Castor-Transport durch Niedersachsen nach Gorleben rollt.”
In Lubmin wird ab Ende Oktober mit einem Castor-Transport gerechnet,
erläutert Heinz Wittmer: “Am 10. Oktober soll eine Regionalkonferenz in
Greifswald stattfinden, bis dahin sollen alle Aktive aus den neun
Städten, aus denen Menschen nach Berlin gefahren sind, angesprochen
werden. Fest steht für den 23. Oktober eine Fahrradtour von Rostock nach
Gelbensande und ich könnte mir vorstellen, dass Aktionen in Schwerin,
Bützow und Greifswald stattfinden.”
Am 23. Oktober gegen 14.00 Uhr wollen die Veranstalter die Aktion
bilanzieren. Christina Albrecht: “Es geht uns dabei nicht um eine
möglichst große Zahl von TeilnehmerInnen, sondern um einen möglichst
flächendeckenden Protest an möglichst vielen Aktionsorten”.
Mehr Infos unter: www.castor-strecken-aktionstag.de
Rückfragen:
Christina Albrecht, ROBIN WOOD (Kampagnen-Koordinatorin) 0151 – 50194026
Sabine Jeromin, Köln (Koordination West-Route Jülich-Ahaus)
Bernd Ebeling, contrAtom (Nord-Route) 0171 – 5011762
Heinz Wittmer, Gatschow, (Mecklenburg-Vorpommern, Ost-Route) 0151 –
11593633
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Gorlebens explosiver Untergrund
Austretende Kohlenwasserstoffen im Salz des
Erkundungsbergwerks Gorleben
von Dorothée Menzner
Gasvorkommen in und um Gorleben wurden offenbar nie in ausreichender
Weise berücksichtigt. Recherchen durch die DIE LINKE im Bundestag
ergaben, dass Erfahrungen durch Tiefbohrungen in der DDR Ende der 1960er
Jahre in der Fachwelt offensichtlich ignoriert oder bewusst der
Öffentlichkeit vorenthalten wurden. Aktenfunde berichten über eine
verheerende Gasexplosion auf der östlichen Seite des Salzstockes
Gorleben-Rambow 1969.
“Die bislang unberücksichtigten Akten zu Gasvorkommen in Gorleben
müssen auf den Tisch und die Bohrergebnisse einer seriösen,
wissenschaftlich kritischen Auswertung unterworfen werden,“ fordert
Dorothée Menzner, energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
DIE LINKE und Obfrau im Untersuchungsausschuss Gorleben. „Die
Weitererkundung in Gorleben muss gestoppt und die Fragen zu den
Gasvorkommen vollständig geklärt werden.“
Tiefbohrungen stießen auf Erdgas
Bei Salzwedel existiert eine der größten Erdgaslagerstätten des
europäischen Festlands. 20 km nördlich, bei Lenzen (Elbe), das auf dem
nord-östlichen Teil Salzstock Gorleben-Rambow liegt, bohrten
DDR-Geologen Ende der 1960er Jahre ebenfalls nach Erdgas und waren
fündig. Sie führten über ein Dutzend Tiefbohrungen in bis zu 4.000 m
Tiefe durch. Doch es gab Probleme, da man bei circa 3.000 m Tiefe auf
ein unter hohem Druck stehendes Gemenge aus Erdgas, Gasolin und
Salzlauge stieß.
Am 25. Juli 1969 kam es zu einem verheerenden Bohrunfall. Es gab eine
Explosion mit einem Toten und mehreren Schwerverletzten. Das Feuer
brannte noch tagelang. Beteiligte berichteten, dass die Bohrung später
unzureichend verfüllt wurde. Sie ist nur etwa 5 km von dem heutigen
Schächten für das Erkundungsbergwerk Gorleben entfernt.
Was wissen die Behörden?
Die für die Erkundung des Salzstocks Gorleben als Atommüll-Endlager
für den geologischen Teil zuständige Behörde, die Bundesanstalt für
Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat Anfang der 1990er Jahre die
DDR-Behörde Zentrales Geologisches Institut (ZGI) übernommen. Ihr müssen
also alle Akten zu den Tiefbohrungen und Gasvorkommen bekannt sein.
Doch bis heute sind keinerlei Studien bekannt, die dem in und unter dem
Salzstock Gorleben gefundenen Gas hinreichende Aufmerksamkeit schenkten.
Stattdessen stehen die alten Akten unter einem Sperrvermerk mit dem
Verweis auf das Betriebsgeheimnis der heutigen Eigentümerin Gas de
France.
Gibt es auch Erdgas im oder unter dem geplanten Endlager?
Auf Fragen nach den Gasvorkommen, die Dorothée Menzner während einer
Anhörung Im Untersuchungsausschuss Gorleben am 8. Juli 2010 dem Kieler
Geologen Prof. Klaus Duphorn stellte, antwortete dieser: „Das ist für
mich das akute Hauptproblem Nummer eins!“ Neben allen bisherigen
Zweifeln von Wissenschaftlern stellt die Existenz von Erdgas im und
unter dem Salzstock das Atommüllendlagerprojekt noch einmal zusätzlich
und auf grundsätzliche Weise in Frage.
Die Oppositionsfraktionen im Untersuchungsausschuss stellen nun
Beweisanträge zur Herausgabe dieser Akten. “Es dürfen nicht weitere
Millionen Euro für die Erkundung vergeudet werden,” erklärt Dorothée
Menzner, “bevor diese Kenntnisse nicht wissenschaftlich fundiert
bewertet worden sind.”
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Anti-Atom-Demonstration am 18.9. startet und endet am Berliner
Hauptbahnhof.
Anti-Atom-Demonstration am 18.9. startet und endet am
Berliner Hauptbahnhof. Gericht untersagt Kundgebung vor dem
Reichstagsgebäude. Umzingelung des Regierungsviertels findet statt
Berlin: Am gestrigen Abend hat das Verwaltungsgericht Berlin
entschieden, die für den morgigen Samstag geplante Großdemonstration
gegen die Atompolitik der Bundesregierung nicht auf die Wiese vor dem
Reichstag in Berlin ziehen zu lassen. Da der Aufbau der
Kundgebungs-Bühne bereits am heutigen Vormittag beginnen muss, werden
Auftakt- und Abschlusskundgebung nun am Hauptbahnhof auf dem
Washingtonplatz stattfinden. In den Stunden dazwischen wird der
Demonstrationszug wie vorgesehen das Regierungsviertel umzingeln. Aus
grundsätzlichen Erwägungen wollen die Veranstalter der Demonstration
weiter gerichtlich gegen das Verbot der Kundgebung auf der
Reichstagswiese vorgehen. Die bisher festgelegte Demonstrationsroute
bleibt aus organisatorischen Gründen erhalten.
“Während die Bundesregierung längere Laufzeiten für Atomkraftwerke
und das Produzieren von noch mehr Atommüll zulassen will, stellt das
Verwaltungsgericht den Schutz der Grünfläche über das
Demonstrationsrecht. Die Bürger bleiben von jenem Ort ausgesperrt, wo
über die Atompolitik entschieden wird: dem Berliner Reichstagsgebäude.
Nun werden wir um das Regierungsviertel ziehen und es von allen Seiten
mit zehntausenden Menschen umzingeln. Unsere Botschaft an Schwarz-Gelb:
Wir dulden keine Politik, die nur den Profitinteressen der Atomkonzerne
dient und die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel setzt. Jetzt muss
konsequent auf Sonne, Wind und Wasser statt eine überkommene
Dinosauriertechnologie gesetzt werden“, so Uwe Hiksch von den
Naturfreunden Deutschlands, die die Demonstration für das breite
Veranstalter-Bündnis angemeldet haben.
Die Auftaktkundgebung wird am Samstag um 12 Uhr am Berliner
Hauptbahnhof auf dem Washingtonplatz stattfinden. Ab 13 Uhr wird sich
von dort aus die Demonstration in Bewegung setzen. Zwischen 14.30 und
15.00 Uhr wird der Demonstrationszug das Regierungsviertel umschließen
und eine Sitzdemonstration durchführen. Beendet wird die Umzingelung mit
einem lautstarken Atomalarm. Die Abschlusskundgebung wird dann mit
einem bunten Redner- und Kulturprogramm von 16 bis 18 Uhr wieder auf dem
Washingtonplatz stattfinden.
Alle Informationen zu Demonstration und Kundgebung inkl. aktuelle
Demonstrationsroute
Pressekontakt:
Christoph Bautz, Campact, bautz@campact.de, 01 63 / 5 95 75 93
Thorben Becker, BUND, thorben.becker@bund.net, 01 73 / 6 07 16 03
Uwe Hiksch, Naturfreunde Deutschlands, uwe.hiksch@t-online.de, 01 76 /
62 01 59 02;
Jochen Stay, .ausgestrahlt, j.stay@jpberlin.de, 01 70 / 9 35 87 59
Die Aktion „Atomkraft: Schluss jetzt!” ist eine Initiative von: AG
Schacht Konrad + .ausgestrahlt + BUND + IPPNW + Campact + NaturFreunde
Infos zur Demo hier
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Anti-Atom-Organisationen: Mobilisierung für Großdemo am 18.9.
übertrifft die Erwartungen
Anti-Atom-Organisationen: Mobilisierung für Großdemo am
18.9. übertrifft die Erwartungen – Veranstalter klagen vor dem
Verwaltungsgericht auf Zugang zur Reichstagswiese
18.9.2010
Berlin: Zu der geplanten Großdemonstration in Berlin am kommenden
Samstag, dem 18. September, erwarten Anti-Atom-Organisationen mehrere
zehntausend Menschen. Diese werden das Berliner Regierungsviertel
komplett umzingeln und damit gegen den “Atomdeal” der schwarz-gelben
Bundesregierung protestieren. Die Mobilisierung übertrifft bisher die
Erwartungen der Veranstalter. Drei Sonderzüge und über 110 Busse aus
ganz Deutschland sind bereits angemeldet und täglich kommen weitere
hinzu. Zu der Großdemonstration unter dem Motto “Atomkraft: Schluss
jetzt!” ruft ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Bürgerinitiativen,
Parteien und Gewerkschaften auf. Der Ort von Auftakt- und
Abschlusskundgebung der Großdemonstration ist jedoch nach wie vor
umstritten. Während die Berliner Genehmigungsbehörde die Versammlung nur
auf dem Washingtonplatz südlich des Hauptbahnhofs zulassen will, haben
die Veranstalter beantragt, auf der Reichstagswiese vor dem Bundestag zu
demonstrieren. Um den symbolträchtigen Ort dafür zu erstreiten, haben
sie gestern Klage beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht.
Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: “Die
Bundesregierung hat versucht, mit einer schnellen Einigung die Debatte
zu beenden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Der skandalöse Deal der
Regierung mit den großen Stromkonzernen empört die Menschen. Die breite
Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Atomenergie ab, das wollen wir mit
der Großdemonstration am 18. September zeigen. Ich bin überzeugt davon:
Angela Merkel wird mit ihren Plänen nicht durchkommen.”
Thorben Becker, Energieexperte vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND): “Es gibt keinen energiepolitischen Grund für längere
AKW-Laufzeiten, im Gegenteil. Die ältesten und gefährlichsten AKW
können sofort stillgelegt und der Atomausstieg deutlich beschleunigt
werden. Indem die Bundesregierung längere Laufzeiten mit den
AKW-Betreibern auskungelt, betreiben Merkel und Röttgen eine
unerträgliche Klientelpolitik und schrecken dabei auch nicht vor einem
Verfassungsbruch zurück. Wer so was als tragfähige Politik verkaufen
will, der darf sich nicht wundern, wenn am kommenden Samstag tausende
Demonstranten das Regierungsviertel umzingeln.”
Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact: “Zwei Wochen nach dem
Atom-Deal verspüren wir überall im Land Empörung und Wut über den
Kniefall der Regierung vor den Profitinteressen der Atomkonzerne. Jetzt
drängt es die Menschen auf die Straße. Der kommende Samstag wird der
Regierung klar machen, dass längere Laufzeiten ihr gewaltig auf die Füße
fallen.”
Die Demonstration wird bereichert durch ein umfangreiches Rede- und
Musikprogramm sowie Chöre und Szene-DJs. Während der Umzingelung werden
sich die Demonstrationsteilnehmer der Regierungspolitik mit einer
Sitzdemonstration “widersetzen” und lautstark “Anti-Atom-Alarm”
schlagen.
Die Veranstalter wollen den Protest dort sichtbar machen, wo die
Entscheidungen über die Energiepolitik fallen: Mitten im Berliner
Regierungsviertel auf der Reichstagswiese. Uwe Hiksch von den
Naturfreunden Deutschlands: “Wir lassen uns nicht aus dem
Regierungsviertel drängen. Der Platz der Republik muss für
Demonstrationen zu zentralen politischen Anliegen zur Verfügung stehen.
Die Alternative Washingtonplatz ist völlig verbaut und für eine solche
Großdemo ungeeignet.” Bis zur Entscheidung des Gerichts bereiten die
Veranstalter beide Optionen vor. Für die Demonstranten ist die
Unklarheit jedoch kein Problem: Beide Plätze liegen nur wenige Minuten
Fußweg auseinander.
Alle Informationen zu Demonstration und Kundgebung finden sich im
Internet unter www.anti-atom-demo.de.
Pressekontakt
Christoph Bautz, Campact, bautz@campact.de, 01 63 / 5 95 75 93
Thorben Becker, BUND, thorben.becker@bund.net, 01 73 / 6 07 16 03
Uwe Hiksch, Naturfreunde Deutschlands, uwe.hiksch@t-online.de, 0176 /
62 01 59 02
Jochen Stay, .ausgestrahlt, j.stay@jpberlin.de, 01 70 / 9 35 87 59
Die Aktion “Atomkraft: Schluss jetzt!” ist eine Initiative von:
AG Schacht Konrad + .ausgestrahlt + BUND + IPPNW + Campact +
NaturFreunde
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Atomstrom wegbassen am 18.09.2010 bei der Anti-Atom-Demo
Atomstrom wegbassen
Gemeinsam mit zehntausenden Atomkraftgegnern werden wir am 18.
September ein deutliches Zeichen gegen die unverantwortliche Atompolitik
der Regierung setzen. Wir wollen mit zwei Wägen und der geballten
Function-one Power dabei sein, wenn das Regierungsviertel umzingelt
wird.
Merkel & Co. fordern uns zu diesen Protesten heraus, wenn sie den
Ausstieg aus dem Atomausstieg verkünden und sich damit zu den
Handlangern der Energiekonzerne machen. Durchschnittlich zwölf Jahre
länger sollen die deutschen AKWs am Netz bleiben. Die angekündigte
Brennelementesteuer, mit der sie uns beruhigen wollen, ist lächerlich,
wenn man sie den zu erwartenden Gewinnen der Atomkraftwerkbetreiber
gegenüberstellt. Während die Konzerne in nur wenigen Jahren diverse
Milliarden verdienen, trägt die Gesellschaft die Gefahren die von der
Verwendung der Atomenergie ausgehen.
Weder die Sicherheit der zum Teil maroden AKWs, noch der richtige
Umgang mit dem gefährlichem Atommüll ist gewährleistet.
Zudem belegen diverse Studien, dass der Weiterbetrieb der
Atomreaktoren den Weg in eine klimaverträgliche Zukunft mit Erneuerbaren
Energien verbaut.
Unsere Szene ist auf Energie angewiesen. Für einen fetten Sound,
bunte Lichter und Laser brauchen wir Strom. Wir sind HedonistInnen und
wollen mit gutem Gewissen unsere Parties feiern, dort einfach mal
abschalten. Deswegen fordern wir, dass die AKWs allesamt abgeschaltet
werden. Damit der Weg frei wird in eine sichere, umweltverträgliche
Zukunft mit erneuerbaren Energien.
*****************
Dabei sind die Bachstelzen mit einem Wagen, ihren
All-Star-Dj´s und Getränken, die Renate Disco Patrol vertreten durch die
Herren 22 Rockets und Peak mit einem eigenen Wagen (unterstützt durch
die Wilde Renate), Sven Dohse auf der Hauptbühne, sowie Lucy Loop auf
dem Naturfreundewagen.
Unterstützter dieser Initiative: Bachstelzen, Bar25,
Kulturkosmos Lärz e.V.,Pyonen, RESET und Watergate
www.anti-atom-demo.de
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Greenpeace klagt auf Stilllegung des AKW Krümmel
Presseerklärung vom 14. September 2010
Greenpeace klagt auf Stilllegung des AKW Krümmel
Umweltminister Röttgen will Klagerecht gegen Atommeiler künftig
abschaffen
Hamburg, 14. 09. 2010 – Greenpeace hat heute beim zuständigen
Oberverwaltungsgericht in Schleswig Untätigkeitsklage gegen die
Atomaufsicht Schleswig-Holstein eingereicht. Die Atomaufsicht hat bisher
nicht fristgerecht auf den Antrag der Umweltorganisation auf Widerruf
der Betriebsgenehmigung für das Atomkraftwerk Krümmel reagiert. Der
Reaktor in Krümmel ist nicht gegen den Aufprall eines großen
Passagierflugzeugs geschützt, der einen schweren Atomunfall auslösen
könnte. Gemeinsam mit Anwohnern macht Greenpeace daher von einem
Klagerecht Gebrauch, das Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU)
künftig abschaffen will. Greenpeace fordert erneut, den Reaktor in
Krümmel sofort stillzulegen.
„Krümmel gehört zu den gefährlichsten Reaktoren Deutschlands. Nach
den Plänen von Schwarz-Gelb soll es bald nicht mehr möglich sein, gegen
solch riskante Atommeiler zu klagen. Minister Röttgen muss dieses Gesetz
stoppen. Es liegt in seiner Verantwortung, höhere
Sicherheitsanforderungen für Atomreaktoren durchzusetzen und sich für
die Sicherheit der Menschen einzusetzen“, sagt Tobias Riedl, Atomexperte
bei Greenpeace. „Röttgen muss sich entscheiden, ob er Umweltminister
oder Atomminister sein will.“
Bundesregierung hebelt Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus
Greenpeace liegt der Regierungsentwurf einer geplanten Novelle des
Atomgesetzes (AtG) vor. Laut Paragraph 7d, Absatz 1, sollen
Flugzeugabstürze künftig als erweitertes „Restrisiko“ gelten. Eine
Klagemöglichkeit für betroffene Dritte wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Damit hebelt die schwarz-gelbe Bundesregierung ein Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2008 aus. Das Gericht hatte
betroffenen Bürgern ein Klagerecht gegen den Betrieb eines
Atomkraftwerkes eingeräumt und einen Flugzeugabsturz nicht mehr als
„Restrisiko“ eingestuft. So entschied auch das Oberverwaltungsgericht
Lüneburg im Juni dieses Jahres.
Greenpeace klagt gemeinsam mit Anwohnern auf Widerruf der
Betriebsgenehmigung für fünf weitere Atommeiler, die unzureichend gegen
den Aufprall eines Flugzeugs geschützt sind: Biblis A und B,
Brunsbüttel, Isar 1 und Philippsburg 1. „Diesen Bürgern soll nun einfach
die gesetzliche Grundlage entzogen werden, sich gegen die drohenden
Gefahren der Atomkraft zu wehren“, sagt Riedl.
Das AKW Krümmel ist ebenso wie die sieben ältesten Meiler besonders
schlecht gegen Flugzeugabstürze oder Terroranschläge aus der Luft
gesichert. Eine von Greenpeace erstellte Ausbreitungsrechnung zeigt,
dass im Falle eines schweren Reaktorunfalls das Hamburger Stadtgebiet
innerhalb von drei Stunden evakuiert werden müsste. Auch die Bevölkerung
in Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und
Mecklenburg-Vorpommerns wäre unmittelbar gefährdet. Krümmel geht laut
dem Betreiber Vattenfall im Jahr 2011 wieder ans Netz und soll nach dem
Willen der schwarz-gelben Bundesregierung noch mehr als 20 Jahre lang
laufen.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Tobias Riedl, Tel. 0171-8891
096 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt 0151-145 33087.
Internet http://www.greenpeace.de.
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Anti-Atom-Aktion „Atomfässer kegeln“ am 3. September vor dem
Brandenburger Tor
Presseerklärung
Anti-Atom-Aktion
„Atomfässer kegeln“
am Freitag, 03.September 2010
15.00 bis 17.00 Uhr
vor dem Brandenburger Tor
„Atomkraft: Schluss Jetzt!“, unter diesem Motto ruft ein breites
Bündnis Berliner Umweltverbände, Organisationen und Parteien zu einem
„heißen Herbst“ gegen Atomenergie auf.
Am Freitag, 03. September 2010, von 15.00 bis 17.00 Uhr, werden sich
Aktive aus der Anti-Atom-Bewegung zu einer Protestveranstaltung gegen
Atomenergie vor dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz zum
„Atomfässer kegeln“ treffen.
Vor dem Brandenburger Tor wird eine vier Meter hohe Wand aus
Atommüllfässern entstehen, die auf den Wahnsinn der Atomkraftnutzung und
die völlig ungelöste Endlagerfrage hinweist. Daneben werden zwei
Atomkraftwerke stehen.
Die Fässerwand wird ca. 16.00 Uhr „weggekegelt“, so dass sie zu einem
Atomhaufen wird und der Zustand in den Atommülllagern plastisch
vorstellbar wird.
Der Anti-Atom-Protest vor dem Brandenburger Tor ist Teil der
Anti-Atom-Proteste in Berlin, die am 18.09. mit der Großdemonstration
vor dem Reichstag einen Höhepunkt erreichen werden.
Die Aktion wird unterstützt von
Anti Atom Berlin, Attac Berlin, Bündnis 90/Die Grünen Berlin,
BUND Berlin, BUND-Jugend Berlin, DIE LINKE Berlin, GRÜNE LIGA, Grüne
Jugend Berlin, IPPNW, Jusos Berlin, NaturFreunde Berlin, Skater gegen
Atomkraft, SPD Berlin, solid Berlin
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ausgestrahlt-Sonderzüge zur Großdemo in Berlin
Info von ausgestrahlt für die Anti-AKW-Demo am 18.09.2010
in Berlin:
Mit dem Anti-AKW-Sonderzug nach Berlin
Auf zur Großdemonstration nach Berlin: Mit den
.ausgestrahlt-Sonderzügen! Wir organisieren Sonderzüge aus
Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zur Demo am 18. September nach
Berlin.
Die Fahrt im .ausgestrahlt-Sonderzug gemeinsam mit Hunderten
Anti-Atom-FreundInnen macht den 18. September zu einem unvergesslichen
Erlebnis. Mit Aktionsvorbereitung und gemeinsamem Pläneschmieden für die
Demo und die Zeit danach, Protest-Lieder üben, Atommüll-Fässer oder
Transparente basteln – und natürlich mit Party, Musik und mehr im
Partywaggon.
Buche hier dein Zugticket für die Sonderzüge aus West- und
Süddeutschland und sei dabei!
Unsere Sonderzüge werden unterstützt von zahlreichen Gruppen und
Unterstützern vor Ort: Anti-Atom-Gruppe Bonn, Anti-Atom-Gruppe Freiburg,
naturstrom, EWS Schönau, Greenpeace Energy und vielen mehr.
Du oder deine Anti-AKW-Gruppe könnt uns auch unterstützen indem ihr
Werbung vor Ort macht oder unseren Zug als Helfer begleitet? Jede Hand
wird gebraucht!
Melde dich unter sonderzug@ausgestrahlt.de
Größere Kartenkontingente (ab 10 Stück) können direkt per Email unter
sonderzug[at]ausgestrahlt.de bestellt werden. Für Rückfragen steht
Jacob Fricke telefonisch unter 040-2531-8763 (Mo – Fr 10.00 bis 18.00
Uhr) oder per Email unter jacob.fricke[at]ausgestrahlt.de zur Verfügung.
Mit dem Sonderzug Süd aus Basel über Freiburg, Heidelberg und
Frankfurt
»
Mehr…
Mit dem Sonderzug West aus Trier über Bonn, Köln und Bielefeld
»
Mehr…
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CONTRATOM: Mailing-Aktion: Siemens setzt weiter auf Atomkraft!
Siemens boykottieren! Denn Siemens will künftig wieder
verstärkt auf den Bau von Atomkraftwerken setzen. Das kündigte
Vorstandschef Peter Löscher an. Besonders in Russland will sich der
Konzern in Zusammenarbeit mit “Rosatom” für die Verbreitung von
Atomkraft stark machen. Sagen wir ihm unsere Meinung!
“Siemens ist in diesem Markt präsent und möchte seine Position
weiter ausbauen. Was wir derzeit in diesem Markt sehen, ist eine
Renaissance”, so Löscher am 26.07.2010.
“Wir beabsichtigen, unser Engagement in Schritten auch in den
nuklearen Kreislauf hinein auszuweiten”, sagte Siemens-Vorstand Wolfgang
Dehen Mitte 2009 dem Spiegel. “Heute bietet der Markt ein fantastisches
Potenzial.”
Siemens ist in Deutschland der Atomkonzern Nr. 1
Das Unternehmen hat in Deutschland mehr als 20 kommerzielle
Atomkraftwerksblöcke gebaut. 17 dieser Atomreaktoren sind derzeit noch
in Betrieb. Vier weitere Atomkraftwerke errichtete Siemens als
Generalunternehmer in den Niederlanden (Borssele, 1973), in Argentinien
(Atucha-1, 1974), in der Schweiz (Gösgen, 1979) und in Spanien
(Trillo-1, 1988). Darüber hinaus entwickelte und baute Siemens mehrere
Forschungsreaktoren.
In Russland gibt es angeblich bereits den Zuschlag für die
Beteiligung am Bau eines umstrittenen Reaktors bei Kaliningrad. Auch am
Debakel “Europäischer Druckwasserreaktor” im finnischen Olkiluoto ist
Siemens gemeinsam mit dem französischen Unternehmen AREVA involviert.
Siemens im internationalen Atom-Business: Framatome / AREVA –
Aus dem Imageverlust wurde ein neuer Name
Der weltweit führende Hersteller von Atomkraftwerkstechnik ist die
„AREVA“, ehemals Framatome mit Sitz in Paris. Die Firma ist bis zum
Ausstieg von Siemens 2009 ein Zusammenschluss von Siemens/KWU (34%) und
der französischen Framatome (66%) gewesen. Mit einem nahezu Monopol auf
dem Weltmarkt trägt AREVA eine entscheidende Verantwortung für den
Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Die deutsche Tochtergesellschaft hat
ihren Sitz in Erlangen und führte die Geschäfte von Siemens/KWU
unverändert fort.
Da Deutschland – nach dem offiziell letzten Projekt, dem
Forschungsreaktor FRM-II in Garching, seit 1982 keine Atommeiler mehr in
Auftrag gab, setzt AREVA verstärkt auf den Export – vor allem in die
Länder im Osten: In die Slowakei mit dem AKW Mochovce, der Ukraine
(K2R4-Reaktor) und viele weitere Länder Ostasiens. In Finnland leitet
“Framatome ANP” nicht unwesentlich Lobbyarbeit für die Atomenergie. Die
Bauten in den ostasiatischen Ländern werden meist mittels staatlicher
Kredite oder Hermes- Bürgschaften finanziert, die in Form von Strom an
Deutschland zurückgezahlt werden sollen.
Prestigeprojekt Europäischer Druckwasserreaktor (EPR)
Was eigentlich für AREVA und Siemens der Durchbruch auf dem
weltweiten Atomkraftwerksmarkt werden sollte, entwickelt sich in
Finnland zu einem Milliardendesaster: Der erste “Europäische
Druckwasserreaktor” (EPR) in Olkiluoto, der von AREVA und Siemens
entwickelt wurde, verzögert sich aufgrund von Pannen immer weiter in der
Fertigstellung, das einst zu einem Festpreis angebotene AKW wird viel
teurer als geplant.
Bedeutet „deutsche AKW-Technik“ auch größte Sicherheit?
Nein: Die in deutschen AKWs entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand
der Technik, in zahlreichen Gutachten wurden Mängel über Mängel
aufgezeigt. Keines der deutschen AKWs wäre heute, nach einem
novellierten Atomgesetz, genehmigungsfähig! Aufgrund des hohen
Kostendruckes wegen des offenen Wettbewerbes durch die Liberalisierung
des Strommarktes wird immer mehr gespart – auf Kosten der Sicherheit:
jährliche Routinearbeiten werden zeitlich verkürzt, für
sicherheitsrelevante Reparaturarbeiten werden Hilfskräfte bzw.
Leiharbeiter eingesetzt.
Die Macht der Verbraucher wird in Deutschland immer noch gewaltig
unterschätzt. Die einzige Sprache, welche Konzernmanager verstehen, ist
die Sprache des Geldes. Wenn Sie auf Produkte des Siemens-Konzerns
verzichteten, können Sie zusammen mit vielen anderen Verbrauchern eine
Menge verändern.
Der Siemens-Boykott ist eine Aufforderung an die
Gesellschaft, über die Risikotechnologie Atomkraft „abzustimmen“
Verantwortungsvolle Menschen sollten von einem Unternehmen solange
nichts mehr kaufen, bis der Bedrohung von Leben und Gesundheit durch die
Atomgeschäfte ein Ende gesetzt wird!
Die extremen Risiken der Atomenergienutzung wie die Gefahren eines
schweren Kernschmelzunfalls rechtfertigen einen Boykott z.B. von einem
Siemenshandys!
Protest gegen neuen Atomkraftwerke von Siemens!
Schickt dem Aufsichtsratvorsitzenden der Siemens AG, Peter Löscher
eure Meinung! Solange Siemens auf Atomtechnik setzt, kaufen wir keine
Siemens-Produkte mehr!
Zur
Aktion geht es hier
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CONTRATOM: Widerstandskalender für die zweite Hälfte 2010
Es ist immens was in Bewegung: In allen Ecken Deutschlands wird
massiv gegen die Atom-Pläne der schwarz/gelben Regierung protestiert. Im
Widerstandskalender fassen wir die Aktionen in den nächsten Monaten
zusammen.
In der Poltik wird seit dem Wahlgewinn von CDU/CSU und FDP weiter
gestritten, ob es Laufzeitverlängerungen oder die Stilllegung der alten
Atomkraftwerke geben soll. Um den Standort Gorleben wird sich der
Konflikt mit dem erwarteten Castortransport verschärfen. Ein “heißer
Herbst” steht bevor:
* 24.-27. Juli – Aktionstage in Greifswald-Lubmin gegen
Castortransporte
* 25. Juli – Aktion gegen Atommülllieferungen in Ahaus, 14.00 Uhr
am Zwischenlager
* 26. Juli – Aktionstag “Atom-Alarm” vor schwarz-gelben
Parteizentralen
* 07.-15. August – Wendlandcamp mit Aktionstraining in Gedelitz
bei Gorleben
* 18. September – Großdemo in Berlin: Schluss jetzt mit
Atomkraft!
* 29. September – Demonstration in Salzgitter gegen geplantes
Endlager Schacht Konrad
* Ende September – Aktionswoche gegen Atomkraft in Lüneburg,
Clamartpark
* bis Ende September – (Un-)Ruhetage im Wendland /
Wendlandblockade
* 09. Oktober – Anti-Atom-Demo in München
* 23. Oktober – Schienenaktionstag an den Transportstrecken im
ganzen Bundesgebiet
* Anfang November – Auftaktkundgebung in Dannenberg am
Verladekran. Im Anschluss Camps, Aktionen, Blockaden
* bis 31.12. – Castortransport in das Zwischenlager
Greifswald-Lubmin
Termine im Wendland / zum Castortransport nach Gorleben
* In Gorleben findet der wöchentliche Protest-Sonntagsspaziergang
im Vorfeld eines drohenden Atommülltransportes im Herbst statt.
Treffpunkt: Erkundungsbergwerk, 13.00 Uhr.
* 14. August – Konstituierendes Treffen für den Trägerkreis der
Gorleben-Demo, Hannover
* 20.-22. August – Free-Flow-Festival – “Gorleben soll leben!”
* 11. September – Regionalkonferenz zum Castortransport in Celle
* 18. September – Castor-Solikonzert in Uelzen