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“Wir sahnen nicht zu Unrecht ab”* – Veranstaltung zur staatlichen Finanzierung der Kirchen
“Wir sahnen nicht zu Unrecht ab”* – Veranstaltung zur staatlichen Finanzierung der Kirchen
Montag, 21.02.2011, 19.00 Uhr
Die evangelische und katholische Kirche zählen zu den vermögenden
Institutionen in Deutschland. Sie verfügen über ein milliardenschweres
Vermögen, einen weitverzweigten Immobilienbesitz zahlreiche
kircheneigene Banken sowie über jährliche Kirchsteuereinnahmen von mehr
als 9 Mrd. Euro pro Jahr.
Das über lange Zeit gewachsene Privilegienbündel der Kirchen gehört
auf den politischen Prüfstand. Experten beziffern seinen Wert,
einschließlich der Zuwendungen an Wohlfahrtsverbände und ähnliche
kirchliche Organisationen, auf 19 Mrd. Euro – pro Jahr. Nicht nur unter
dem Gesichtspunkt der Trennung von Kirche und Staat, sondern der
sozialen Gerechtigkeit muss dieser Zustand hinterfragt werden. Zugleich
muss über den konkreten, politischen und juristischen Handlungsbedarf
gesprochen werden, der sich aus der Notwendigkeit ungerechtfertigter
Privilegien ergibt.
*Der Sekretär der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Hans
Langendörfer, im “Fuldaer Tageblatt” zur Kritik an der staatlichen
Kirchenfinanzierung.
Referenten: Raju Sharma, religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke
Carsten Frerk, Autor des “Violettbuches Kirchenfinanzen” (2010)
Moderation: Marian Krüger
Kosten: 1,50 Euro
Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
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Freidenker: Der Terror-Psychose widerstehen!
Der Terror-Psychose widerstehen!
Gegen die Demontage der Grundrechte und antiislamischen Rassismus

Seit Tagen werden die Menschen in Deutschland durch abenteuerliche,
angeblich „besonnene“ Warnungen vor drohenden Terroranschlägen in Atem
gehalten. Angeblich wollen die Politiker nicht sagen, was sie wissen.
Tatsächlich wissen sie nicht, was sie sagen.
Auf den Weihnachtsmärkten bedrohen uns Terroristen als
Weihnachtsmänner oder Weihnachtsmänner als Terroristen. Die
Innenminister, die Terror-Hysterie schüren, versichern umgehend, es
bestehe „kein Grund zur Hysterie.“
Wohl deshalb wird ein »Bombenfund« von Windhoek halluziniert, der
auch ohne Angabe eines Bestimmungsortes und ohne in ein Flugzeug
verladen worden zu sein, laut Innenminister de Maiziere zweifellos für
Deutschland „bestimmt“ war. Als der Schwindel aufflog, war die Empörung
groß – über die Entdeckung. Der sogenannte „Realtestkoffer“, eine
Attrappe, war von einer mithelfenden Familienangehörigen, einer
80-jährigen Oma für eine 3-Mann-Sicherheitsfirma in den USA gebastelt
worden, die nach eigenen Angaben „keine privaten Kunden“ hat. Bloß
Geheimdienste eben.
Was früher für die Einweisung in eine Anstalt gereicht hätte –
Polizei sprengt Pappkarton an Köthener Bratwurstgrill – wird zur
Normalität. Doch weil das nicht genug ist, baut „Der Spiegel“ gleich den
nächsten Pappkameraden auf: Ein „Sturmangriff auf den Reichstag“ droht,
mit „Geiselnahme“ und „finalem Blutbad“.
Rüdiger Göbel weist in der „jungen Welt“ auf das Spezialwissen des
„Spiegel“ zum Reichstag hin: „Anfang der 60er Jahre schaffte es das
Blatt mit Hilfe alter Naziseilschaften, in einer Artikelserie die
Alleintäterthese zum Reichstagsbrand in die Welt zu setzen. Wer glaubt,
der schwer sehbehinderte Marinus van der Lubbe habe in der Nacht vom 27.
auf den 28. Februar 1933 in rund 20 Minuten den ganzen Plenarsaal mit
Kohleanzündern in Brand setzen können, hält es eben auch für möglich,
dass ein sechsköpfiger Islamistentrupp in dem Gebäude ein neuerliches
Inferno anrichten wird.“
„Wieder der Reichstag“ ist der Titel dieses „junge Welt“-Artikels, um
darauf hinzuweisen, dass der auch 1933 der Vorwand für den
Ausnahmezustand war. Jetzt sehen Verfassungsfeinde verschiedener
Parteien wieder ihre Stunde gekommen: Bundeswehr im Innern, Aufrüstung
der Geheimdienste, Überwachungsstaat, Vorratsdatenspeicherung – mit
Hilfe der Terrorhysterie soll durchgepeitscht werden, was ohne
Ausnahmezustand nicht mehrheitsfähig ist.
Das „Leben unverändert und ohne Angst weiterzuführen“, geht nach
Berlins Innensenator Körting so: „Wenn wir in der Nachbarschaft
irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende
Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und
die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht
verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die
Behörden unterrichtet, was da los ist.“ Moment: sie lassen sich nie
blicken, aber sehen seltsam aus? Hetzen, bis der Arzt kommt …
Zum Grundrechteabbau im Land gehört ergänzend noch das passende
Feindbild für die Kreuzzüge in den Nahen und mittleren Osten.
Antiislamischer Rassismus wird geschürt, um Krieg und Besatzung in
Afghanistan, im Irak und in Palästina, und womöglich demnächst im Iran,
im Jemen und Somalia den Schein von Legitimität zu verleihen und Ruhe an
der Heimatfront zu schaffen. Opfer dieses Rassismus sind nicht nur die
Diskriminierten, sondern letztlich – wir alle.
Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes
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Buchlesung: Richard Müller – der Mann hinter der Novemberrevolution.
Berliner Runde – Freidenker im Gespräch
Mittwoch, 10. November, 18.30 Uhr.
Das Thema: Richard Müller – der Mann hinter der Novemberrevolution.
Buchlesung und Diskussion mit dem Autor und Historiker Ralf
Hoffrogge.
Ort: Klub der Volkssolidarität, Torstr. 203-205, 10115 Berlin
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| Berlin
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“Berliner Runde” - Freidenker im Gespräch jeden zweiten Mittwoch im Monat im Klub der Volkssolidarität, Torstraße 203-205, 10115 Berlin (S1, S2, S25 bis Oranienburger Straße, U6 bis Oranienburger Tor, TRAM M1, M6 und M12)
Ankündigungen der Veranstaltungen auf der Webseite des Landesverbands Berlin im Deutschen Freidenker-Verband e.V siehe hier
ZWISCHEN ALLAH UND ÖCALAN Die Rolle der Religion im kurdischen Freiheitskampf und die Gülen- Bewegung in der Türkei Referent: Dr. Nik Brauns (Historiker und Journalist) Datum: Mittwoch, 14. Oktober 2009 Beginn: 18.30 Uhr
TRAUER IM FREIGEISTIGEN VERSTÄNDNIS Die Toten ehren, den Lebenden helfen Referenten: W. Fleischer und K. Westendorf (Fachverband weltliche Trauerkultur) Datum: Mittwoch, 11. November 2009 Beginn: 18.30 Uhr
GESELLIGER JAHRESAUSKLANG DER BERLINER FREIDENKER Datum: Mittwoch, 09. Dezember 2009 Beginn: 18.00 Uhr |
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Freigeister laden ein zur “Frohen Prozession” am 13.05.10 in München
Ganz München ist von christlichen Gottessuchern, Kreuzträgern, Papstanbetern und Kirchensteuerzahlern besetzt.
Ganz München? Nein!

Fröhliche Freigeister und Andersdenkende hören nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.
Und die Schar der lustvoll und frei Denkenden, der Anders-, Un- oder Nichtgläubigen wächst täglich.
Irritiert von kirchlichen Gewaltskandalen,
bischöflicher Nebelwerferei und krasser Weltfremdheit kehren immer mehr
Menschen den Kirchen den Rücken. Mehr als ein Drittel der Bundesbürger
ist bereits konfessionslos – Tendenz steigend. Die Forderung nach einer
Trennung von Kirche und Staat gewinnt in der Öffentlichkeit zunehmend
an Akzeptanz.
Wir möchten eine Möglichkeit bieten zu
demonstrieren, dass ein fröhliches Leben und Denken unabhängig von
Religion und Kirche möglich ist.
Wir laden alle ein, sich an derFrOhEn PrOzESsiON
am 13. Mai 2010 ab 13.00 Uhr zu beteiligen.
Startpunkt: Geschwister-Scholl-Platz (U3/U6 Universität)
Prozessionsweg über den Altstadtring zum Gärtnerplatz.
Dieses
Christihimmelfahrtskommando ist die bunt, fröhliche und freigeistige
Alternative zu klerikalem Muff und weihrauchvernebelter
Doppelmoral. Kommt in Masken und Kostümen, mit Musik und Ideen, um mit
frischem Wind die verknöcherten Strukturen der Amtskirchen aufzuwirbeln.
2000 Jahre Verdummung und Bevormundung sind genug!
Ein musikalischer Abschluss mit froher Verkündung ist gegen 16.00 Uhr
mit Sparifankal und den Einstürzenden Musikantenstadln am Gärtnerplatz geplant.
Es laden ein:
bfg München (Bund für Geistesfreiheit)
bfg Bayern
Das andere Bayern
Deutscher Freidenker Verband
IBKA
Giordano Bruno Stiftung
GRAL – Gesellschaft für die Realisierung allgemeiner Lebensfreude
PAPST – Gesellschaft für sakrales Marketing
Selbsthilfeverband der schwangeren Nonnen
Seniorenclub der Ministranten
Beichtclub Weilheim
Schirmherrschaft: Karlheinz Deschner
Fragen an: 089 – 77 59 88, info@bfg-muenchen.de
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Ver.di: Demonstration vor Kirchenverwaltung Darmstadt
Pressemitteilungen aus Hessen

Demonstration vor Kirchenverwaltung Darmstadt
Evangelische Kirchen-Arbeitgeber in Hessen-Nassau wollen am Mittelalter im 21. Jahrhundert festhalten
11.05.2010
Frankfurt a. M. Am Mittwoch, dem 12.05. ab 14.00 Uhr protestieren
Beschäftigte von Kirche und Diakonie Hessen-Nassau am Mittwoch, dem
12.05.2010 auf dem Darmstädter Paulusplatz gegen den Versuch der
kirchlichen Arbeitgeber, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aus der
Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) auszuschließen.
In einer großen Feuertonne werden sie symbolisch ihre Bedürfnisse
und Probleme verbrennen, um die Folgen eines Ausschlusses für ihre
eigene Situation deutlich zu machen.
In der ARK werden nach kirchlichem Selbstverständnis die
Arbeitsbedingungen der rund 32.000 Arbeitnehmerinnen- bzw.
-arbeitnehmer der ev. Kirche von Hessen und Nassau sowie des
Diakonischen Werkes von Hessen und Nassau festgesetzt. Das
unterscheidet diesen Bereich vom allgemeinen Wirtschaftsleben:
Tarifverträge im herkömmlichen Sinne gibt es hier nicht. ver.di hat
zwar Mitglieder in die ARK entsandt, hat aber die Teilnahme an den
ARK-Sitzungen seit Ende 2009 ausgesetzt, da dort „bisher keine
ernsthaften Verhandlung möglich waren“ so ver.di Kirchenexperte Georg
Schulze-Ziehaus vom ver.di Landesbezirk Hessen am Dienstag im
Pressedienst seiner Organisation. So haben Kirche und ver.di zwar
gemeinsam mit den Arbeitgebern im letzten Jahr festgestellt, dass die
Einkommen der Beschäftigten um teilweise mehr als 10 % unter den
Regelungen des Caritas-Verbandes bzw. der Städte, Gemeinden und
Landkreise lagen, Anträge der Gewerkschaft, diese Lücke zu schließen,
seien aber von der kircheneigenen Schlichtung abgelehnt worden. ver.di
hat daraufhin seine Teilnahme an den ARK-Sitzungen ausgesetzt und die
Aufnahme von Tarifverhandlungen gefordert. Bis zu deren Aufnahme will
ver.di allerdings seine Sitze in der ARK nicht aufgeben: „Die
Gewerkschaft soll ausgeschlossen werden, weil wir ernsthafte
Verhandlungen für die Beschäftigten fordern – das werden wir uns nicht
bieten lassen“, so Schulze-Ziehaus weiter.
Der Versuch, sich der Meinung der eigenen Mitarbeiter zu entledigen,
indem man ihre Gewerkschaft von den Verhandlungen verbannt, ist
einmalig und fordert den Widerspruch der Beschäftigten heraus. „Wir
protestieren auf dem Paulusplatz um klar zu machen, wir brauchen ver.di
in der ARK. Fliegt ver.di aus der ARK, wird unsere Position gegenüber
den Arbeitgebern geschwächt“, ist die Auffassung vieler kirchlicher
Mitarbeiter, die am Mittwoch zum Protest nach Darmstadt kommen. „Mit
dem Sitz in der ARK kann immerhin Einspruch gegen die Beschlüsse der
Arbeitgeber eingelegt werden.“
ver.di sieht in dem Ausschlussantrag auch den Versuch, den Einspruch
der Gewerkschaft gegen einen von Arbeitgebern ohne ver.di in der ARK
durchgepeitschten Lohnabschluss abzuwehren, den ver.di als
„Mogelpackung“, so Schulze-Ziehaus, bezeichnet: „In vielen
Einrichtungen der Diakonie soll erst einmal im April die Tabelle erhöht
werden, um am Jahresende dann die Weihnachtsgeldzahlung entsprechend
abzusenken. Weil ver.di das öffentlich kritisiert, wollen die
Arbeitgeber uns jetzt aus der ARK werfen!“
Für Nachfragen und O-Töne:
Georg Schulze-Ziehaus, 0151/ 14272818
Landesfachbereichsleiter Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
Am 12.05.2010 auch ab 14.00 Uhr in Darmstadt, Paulusplatz 1 (Sitz der ev. Landeskirche von Hessen und Nassau).
Herausgeber:
V.i.S.d.P.: Christian Rothländer
ver.di-Landesbezirk Hessen
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77
60329 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 2569-1220
Handy: (0171) 6208056
Fax: (069) 2569-1299
E-Mail: christian.rothlaender@verdi.de
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