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eurostat: 116 Millionen Personen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht
In der EU27 waren 116 Millionen Personen im Jahr 2008 von Armut oder sozialer Ausgrenzung gefährdet
81 Millionen Personen in der EU27 waren armutsgefährdet
Im Hinblick auf einkommensbezogene Armut waren 81 Millionen Personen
(bzw. 17% der Bevölkerung) im Jahr 2008 in der EU27 von Armut gefährdet.
Dies bedeutet, dass ihr verfügbares Einkommen unter der nationalen
Armutsgefährdungsschwelle5 lag. Lettland (26%), Rumänien (23%) und
Bulgarien (21%) hatten die höchsten Armutsgefährdungsquoten und die
Tschechische Republik (9%), die Niederlande und die Slowakei (je 11%)
die niedrigsten.
42 Millionen Personen in der EU27 litten unter erheblicher materieller Entbehrung
In der EU27 litten 42 Millionen (bzw. 8% der Bevölkerung) unter
erheblicher materieller Entbehrung. Dies bedeutet, dass ihre
Lebensbedingungen auf Grund von fehlenden Mittel eingeschränkt waren,
bspw. dass sie nicht in der Lage waren ihre Rechnungen zu bezahlen, ihre
Wohnung angemessen zu beheizen, ein eigenes Auto oder Telefon zu
besitzen usw.5. Die Anteile derjenigen, die unter materieller Entbehrung
leiden, unterschieden sich deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Die
höchsten Anteile gab es in Bulgarien (41%) und Rumänien (33%) und die
niedrigsten in Luxemburg, Schweden, den Niederlanden, Dänemark und
Spanien (alle weniger als 3%).
Quelle: eurostat
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Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche
RückenWind für Erneuerbare Energien – Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche
Der Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien sind
entscheidend für eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft, Umwelt und
Arbeit.
Zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Perspektive in einer
wachsenden grünen Industrie gehören sowohl eine gesunde Umwelt als auch
faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen der Windindustrie gilt es zu
erhalten und zu befördern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sind
sicher und zukunftsfähig zu gestalten.
- Die Arbeits- und Leistungsbedingungen sind tariflich zu regeln
- Die Mitbestimmung der Betriebsräte als Interessenvertreter der Beschäftigten ist sicherzustellen
- Die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse müssen eine geregelte Lebensplanung erlauben
- Arbeitszeiten und Arbeitszeitregelungen sollen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung tragen
- Arbeits- und Leistungsbedingungen sind so zu gestalten, dass die Beschäftigten ihre Gesundheit dauerhaft erhalten können
- Aus- und Weiterbildungsprogramme müssen dazu beitragen die
Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern und den Beschäftigten
berufliche Perspektiven eröffnen
Dafür setzen sich Beschäftigte in den Unternehmen der Windkraftbranche mit großem Engagement ein.
Diese Erklärung wurde von Betriebsräten und Beschäftigten aus
Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche auf der IG
Metall Konferenz WIND & ARBEIT am 19.-20.11.2010 in Bremen
verabschiedet und wird von weiteren Personen aus den Bundesländern der
„Küstenregion“ Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
unterstützt.
Diese Erklärung unterstützen Betriebsräte und Beschäftigte
aus folgenden Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche:
- Ambau GmbH
- Areva Wind GmbH
- Bard Emden Energy GmbH
- Cuxhaven Steel Construction GmbH
- Gebr. Eickhoff GmbH
- PowerBlades GmbH
- REpower Systems AG
- Rothe Erde GmbH
- SIAG Nordseewerke GmbH
- Siemens AG
- Siemens AG Niederlassung Bremen
- Vestas Castings Magdeburg GmbH
- Vestas Deutschland GmbH
- WeserWind GmbH
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Statistisches Bundesamt legt neue Zahlen zur Armut vor
Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland bei der Armutsgefährdung erhebliche Unterschiede. Während in Mecklenburg-Vorpommern fast jeder Vierte von Armut bedroht ist, sind es nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Baden-Württemberg nur jeder Zehnte.
In Bremen liegt die Armutsgefährdungsquote bei 22,2 Prozent. Insegesamt gab es in den neuen Ländern ein Armutsrisiko von 19,5 Prozent, während es in den alten Bundesländern nach diesen Zahlen bei ca. 13,1 Prozent liegt.
Wie zu erwarten ist die Armutsgefährdungsquote in Westdeutschland für Frauen höher als für Männer (Frauen 19,6 %, Männer 19,4 %).