Liebe Besucherinnen und Besucher,
hier finden Sie Informationen über Umweltpolitik, Entwicklungspolitik und meine Arbeit in der Friedensbewegung, bei den NaturFreunden Deutschlands und in der antifaschistischen Arbeit.
Die letzten Monate waren von den Vorbereitungen für die Anti-Atom-Aktionen in Hamburg, Stuttgart und Berlin und der Vorbereitung für die Aktionen gegen die Aufmärsche der der Faschisten in Dresden und Berlin geprägt.
In den nächsten Monaten geht es darum, die Forderungen nach einer wirklichen Energiewende, weg von den Großkonzernen und hin zu einer dezentralen, nachhaltigen Energieerzeugung in den Mittelpunkt der Arbeit zu rücken. Gemeinsam mit Aktiven wollen wir dafür kämpfen, dass der Ausstieg aus der Atomenergie europäisiert wird. Ein erster Fokus wird dabei auf die Kündigung des EURATOM-Vertrages gelegt werden.
Ziel wird in den nächsten Monaten sein:- In meiner Arbeit bei den NaturFreunden begleite ich die Vorbereitungen für eine europaweite Kampagne gegen EURATOM.
- Im Marxistischen Forum geht es jetzt intensiv an die Programmdiskussion und die Vorbereitung des Halbjahresprogramms für das zweite Halbjahr 2011.
- Mit der FRIKO Berlin planen wir aktiv die Aktionen gegen den Krieg in Afghanistan.
- Mit den NaturFreunden sind wir in ersten Vorbereitungen von Anti-Atom-Aktionen gegen die Planung von neuen AKWs in Polen, Tschechien oder Bulgarien. Gemeinsam mit vielen werden wir uns im Herbst den geplanten Castor-Transport in den Weg stellen.
- Mit den NaturFreunden Berlin arbeiten wir aktiv an den Planung von Aktionen in Berlin im Bereich des Anti-Rassismus und des Anti-Kolonialismus mit. Hier sind wir Mitglied im Bündnis "Mitte gegen rechts" und "Rechspopulismus stoppen".
- Im Bündnis "Schule ohne Militär" wollen wir die zunehmende Militarisierung von Schule und Hochschule thematisieren und im Wahlkampf Berlin für eine klare Trennung von Schule und Militär eintreten.
- Im Umweltarbeitskreis der NaturFreunde Berlin bereiten wir ein Konzeptes für Natura-Trails in Berlin vor.
Ich hoffe, Ihr findet auch ein paar interessante Anregungen.
Uwe Hiksch
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Protestkundgebung vor Bundestag: „Heute Griechenland, morgen wir – Nein, zu Merkels Spardiktat!“
„Heute Griechenland, morgen wir – Nein, zu Merkels Spardiktat!“
KOMMT ALLE am 27.02.2012 um 14.30 Uhr zu der Protestkundgebung an der Ebertstr/Scheidemannstr. – (direkt
vor dem Bundestag) – gegen die Verabschiedung der so genannten
Griechenlandhilfe in einer Sondersitzung des Deutschen Bundestages
Die NaturFreunde, das Berliner Krisenbündnis und viele andere Gruppen
rufen dazu auf, sich mit der griechischen Bevölkerung zu solidarisieren
und direkt am Bundestag gegen die Politik der Bundesregierung gegenüber
Griechenland zu protestieren. Verabschiedet werden soll dort ein so
genanntes “Hilfspaket” in einer Sondersitzung – es geht um 130 Mrd. Euro
insgesamt, dem der Deutsche Bundestag zustimmen muss.
Teil dieses Sparpaket ist die massive Einschränkung von
ArbeitneherInnenrechten, die Entlassung von 150 000 Beschäftigten aus
dem Öffentlichen Dienst, die Senkung des Mindestlohns und die
Zerschlagung des Sozialstaates. Die Tarifautonomie und die Demokratie in
Griechenland wird faktisch ausgehebelt.
Der Sozialstaat in Griechenland wird durch das “Hilfspaket” zerstört.
Das Paket wird Griechenland nicht aus der Krise helfen. Im Gegenteil:
Spardiktate, die Aushebelung demokratischer (Haushalts-) Rechte, die
massive weitere Verarmung der griechischen Bevölkerung – so sieht die
bundesdeutsche Politik gegenüber Griechenland aus. Die so genannte
Griechenlandhilfe dient der Stabilisierung der Banken und der Sicherung
der deutschen Exportoffensive. Die Massenarmut immer größerer Teile der
griechischen Bevölkerung wird hierfür bewusst in Kauf genommen.
Wir wollen unseren Protest und unsere Solidarität mit den kämpfenden
Griechinnen und Griechen vor dem Deutschen Bundestag zeigen und damit
deutlich machen: Wir wissen, dass die Verantwortlichen für die Krise in
Griechenland vor allem in Berlin und Brüssel sitzen!
Kommt deswegen Alle zum Protest am 27.2. um 14.30 Uhr gegen das Merkel‘sche Spardiktat.
Solidarität mit der griechischen Bevölkerung statt Spardiktate und Bankenrettung
Gebt diese Info weiter!
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NaturFreunde: Brandenburger Landesregierung muss Energiepolitik an Klimaschutz ausrichten
Zur aktuellen Diskussion über die Energie ‐ und
Klimapolitik in Brandenburg erklären der Vorsitzende der NaturFreunde
Brandenburg, Rüdiger Herzog, und der stellvertretende Vorsitzender der
NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:
Brandenburger Landesregierung muss Energiepolitik an Klimaschutz ausrichten
‐ Neubau eines Kohlekraftwerks Jänschwalde ist klimapolitisch nicht zu verantworten –
Energiepolitik
für Brandenburg muss sich konsequent an einer Politik des Klimaschutzes
und des Umbaus der Brandenburger Energieerzeugung ausrichten. Hier hat
die rot‐rote Landesregierung durchaus erste Vorschläge unterbreitet, die
von den NaturFreunden begrüßt werden. Gleichzeitig bleiben diese
Vorschläge aber energiepolitisch unzureichend, wenn es um die Zukunft
der Braunkohle in Brandenburg geht. Teile der Landesregierung machen
hier den selben Fehler, wie Landesregierungen in Nordrhein‐Westfalen,
die glaubten, mit einer Konservierung von Kohleabbau, die
Zukunftsfähigkeit des Landes voranzubringen. Hier wurden über Jahrzehnte
Fördergelder falsch eingesetzt, die wesentlich sinnvoller für die
Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien
eingesetzt werden konnten. Heute haben sich die erneuerbaren Energien zu
einen Jobmotor entwickelt, in dem mehr als 370 000 Menschen Arbeit
gefunden haben.
Hier sollte das Wirtschaftsministerium in Brandenburg konsequent
ansetzen und seine Politik darauf ausrichten, die Ansiedlung von
Industrien im Bereich der erneuerbaren Energien noch mehr als bisher zu
fördern. Für die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie müssen rasch
Ersatzarbeitsplätze geschaffen und die Förderung der Braunkohle
schnellstmöglich beendet werden. Die Braunkohle hat in Brandenburg in
Zukunft keinen Platz mehr im Rahmen einer zukunftsfähigen
Energiepolitik. Wenn jetzt innerhalb der Brandenburger Landesregierung
über den Neubau eines Kohlekraftwerkes im Jahr 2020 und später
gestritten wird, hat ein Teil der Landesregierung nicht verstanden, dass
dies mit einer Klimapolitik, die sich an klaren Klimaschutzzielen
orientiert, nicht zu vereinbaren ist.
Die NaturFreunde fordern ein energiepolitisches Leitbild für
Brandenburg, das dezentrale, regenerative Energieerzeugung fördert und
die Energieverteilung zurück in kommunale Hände verlagert. Großkonzerne
wie Vattenfall, e.on oder RWE müssen der Vergangenheit angehören. Aus
diesem Grund unterstützen die NaturFreunde das Bündnis „Atomausstieg
selber machen“ und werben für einen Wechsel der Stromverbraucherinnen
und Stromverbraucher zu Ökostromanbietern.
Auch das Verbauen großer landwirtschaftlicher Flächen für Solarparks
sehen die NaturFreunde skeptisch, solange Menschen auf der Welt hungern
müssen und landwirtschaftliche Flächen durch solche Mega‐Solar‐Parks
verloren gehen. Vielmehr setzen die NaturFreunde auf eine Politik der
Energieeinsparung und der konsequenten Förderung von dezentralen
Solaranlagen auf den Dächern von öffentlichen Einrichtungen und
Wohnsiedlungen.
Die NaturFreunde Berlin und Brandenburg unterstützen die intensive
Diskussion über eine neue Energiepolitik. Eine nachhaltige
Energiepolitik für Brandenburg setzt jedoch einen schnellen Ausstieg aus
der klimaschädlichen Kohleverstromung voraus. Die derzeitige
Kohlepolitik für das Land Brandenburg ist weder regionalpolitisch noch
energiepolitisch zu verantworten. Riesige Landstriche Brandenburgs
werden für die kurzfristige Nutzung einer klimaschädlichen
Energieerzeugung zerstört.
Ganze Regionen müssen umsiedeln, um den Gewinninteressen Vattenfalls
Platz zu machen. Der Braunkohletagebau in der Lausitz ist
rückwärtsgewandt und mit den Notwendigkeiten einer offensiven
Klimapolitik nicht zu vereinbaren.
Die NaturFreunde Berlin und Brandenburg unterstützen alle Kräfte in
der Landesregierung, die sich gegen den Neubau eines Kohlekraftwerkes
aussprechen. Die NaturFreunde werden den Widerstand gegen solche Pläne
aktiv unterstützen und alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung
eines solchen Kraftwerks ausschöpfen. Jeder Versuch durch
CCS‐Technologien oder neue Tagebaue eine solche Politik zu
konterkarieren werden die NaturFreunde kritisch begleiten.
Rückfragen:
Uwe Hiksch, NaturFreunde Berlin Tel. 0176/62015902
Rüdiger Herzog, NaturFreunde Brandenburg 0174/6955569
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Volksgebehren “Neue Energie für Berlin” gestartet

Jetzt geht es los!
Das Volksbegehren “Neue Energie für Berlin – demokratisch, ökologisch, sozial” ist gestartet.
Wir müssen jetzt in der ersten Rund 20 000 gültige Unterschriften
sammeln. Wir haben uns vorgenommen, diese möglichst schnell bei der
Senatsverwaltung einzureichen, damit wir auch in Berlin ein öffentliche
Energieversorgung bekommen, die den Grundsätzen der Daseinsversrogung
und nicht den privaten Gewinnstreben verwantwortlich ist.
Bitte helft alle mit, damit wir möglichst schnell die Unterschriften sammeln können.
Unterschriftenbögen findet Ihr hier
Mehr Infos zum Volksbegehren gibt es hier
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INKOTA: Kambodscha – Arbeiterinnen bei Protesten vor PUMA-Zulieferer angeschossen

[Berlin,
22. Februar 2012] – Bei Protesten vor den Toren des
PUMA-Zulieferbetriebes Kaoway Sports Ltd. in der südkambodschanischen
Stadt Bavet wurden am Montag drei Frauen angeschossen. Ein Schütze, der
laut Zeugenaussagen eine Polizeiuniform trug, feuerte gezielt auf Arme,
Brust und Rücken der Opfer. Eine der Frauen, Buot Chinda (21), befindet
sich weiterhin in einem medizinisch kritischen Zustand und kämpft ums
Überleben. Die anderen beiden Frauen, Keo Neth (18) und Nuth Sakhorn
(23), sind stabil. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert nun von
PUMA eine rasche Aufklärung des Vorfalls.
Zur Schießerei kam es während einer Demonstration, an der sich
mehrere Tausend ArbeiterInnen aus verschiedenen Textilfabriken der
Sonderwirtschaftszone Manhattan von Bavet, einer Stadt in der
kambodschanischen Provinz Svay Rieng, beteiligten. Die ArbeiterInnen
forderten sowohl eine Lohnerhöhung von 10 US-$ des gesetzlichen
Mindestlohns von 61 US-$ im Monat, als auch Zuschüsse für den Transport
zum Arbeitsplatz und einen Beitrag von 50 Cent täglich für das
Mittagessen.
Angesichts der miserablen Arbeitsbedingungen in der kambodschanischen
Textilindustrie, haben sich die Proteste der ArbeitnehmerInnen in den
letzten zwei Jahren verstärkt. Dabei war es immer wieder zu
Auseinandersetzungen gekommen, gegen die auch mit staatlicher Gewalt und
ungerechtfertigten Entlassungen von GewerkschafterInnen durch die
Unternehmen vorgegangen wurde.
Erst kürzlich fand in Phnom Penh das „Volkstribunal für ein
Grundrecht der TextilarbeiterInnen auf existenzsichernde Löhne und
angemessene Arbeitsbedingungen“ statt. Die Jury des Tribunals kam dabei
zu dem Ergebnis, dass die durchweg niedrigen Löhne in der
Textilindustrie, den Gesundheitszustand der ArbeitnehmerInnen massiv
verschlechtern. Auch die Massenohnmachtsanfälle, mit denen PUMA im
letzten Jahr für Schlagzeilen gesorgt hatte, stellte die Jury in einen
direkten Zusammenhang mit den schlechten Arbeitsbedingungen. PUMA nahm
an dem Tribunal teil und zog die Einführung existenzsichernder Löhne als
eine mögliche Option zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in
Betracht.
„PUMA muss jetzt zeigen, dass es ihnen mit ihren Vorsätzen ernst
ist“, so Lars Stubbe von INKOTA. „Wir stehen mit PUMA in Kontakt und
erwarten, dass der Vorfall durch einen unabhängigen Bericht schnell und
rückhaltlos aufgeklärt wird.“
Darüber hinaus fordert die Kampagne für Saubere Kleidung von PUMA,
· allen Opfern die finanziell erforderliche Hilfe für eine adäquate medizinische und psychologische Versorgung zukommen zu lassen,
· die Verwundeten finanziell zu entschädigen und zukünftige Schädigungen oder Lohnausfälle auszugleichen,
· eine aktive Rolle in der Lösung der Auseinandersetzungen einzunehmen,
· die Zahlung eines Existenzlohns.
Weitere Informationen:
www.inkota.de/volkstribunal-kambodscha2012/
www.saubere-kleidung.de
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Free Mumia: Berlins längstes Transparent der Welt



Überall bereiten Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal und Anti-Todesstrafen-Aktivist_innen
derzeit “Berlins längstes Transparent der Welt” vor, um im kommenden
Frühjahr die Freilassung von Mumia Abu-Jamal zu fordern.
Alle bemalen und/oder beschreiben ein Stück Stoff: 50 x 50 cm. Falls du auch daran teilnehmen möchtest, melde dich per e-mail bei kontakt@freiheit-fuer-mumia.de
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NaturFreunde-Fotowettbewerb: nachhaltiger Tourismus
NaturFreunde-Fotowettbewerb: nachhaltiger Tourismus
Bis 1. September 2012 Aufenthalte in nachhaltigen Tourismusregionen gewinnen
Wien/Berlin,
5. Dezember 2011 – Der NaturFreunde-Fotowettbewerb 2012 „Nachhaltiger
Tourismus“ ruft Fotografinnen und Fotografen weltweit dazu auf,
touristische Wechselwirkungen fotografisch einzufangen und bis
spätestens 1. September 2012 als Wettbewerbsbeitrag einzureichen. Denn
in insgesamt vier Wettbewerbssparten können hochwertige Preise gewonnen
werden, etwa mehrtägige Aufenthalte in nachhaltigen Tourismusregionen.
Der Wettbewerb wird organisiert von der NaturFreunde Internationale
(NFI), Kooperationspartner sind die NaturFreunde Deutschlands (NFD) und
Österreichs (NFÖ).
Mit diesem internationalen Fotowettbewerb wollen die NaturFreunde die
Bewusstseinsbildung für den sowie die Entwicklung des Nachhaltigen
Tourismus fördern. Schließlich stehen die NaturFreunde unter anderem für
die sozialökologische Gestaltung von Tourismus- und Freizeitangeboten
sowie den Schutz und die aktive Vermittlung unseres Natur- und
Kulturerbes – Grundvoraussetzungen für eine Nachhaltige Entwicklung.
Nachhaltiger Tourismus bedeutet auch: Verantwortung übernehmen
Tatsächlich kann der Tourismus zu mehr Wohlstand und mehr kulturellem
Zusammenhalt in einer Region führen. Allerdings hängt dieser Prozess
stark von der Art und Weise des Reisens sowie des „Bereist-Werdens“ ab.
Für den Aufbau eines sozial, kulturell, ökologisch und wirtschaftlich
langfristig tragfähigen Tourismus, der positive Entwicklungen auch für
die Menschen vor Ort ermöglicht, sind intakte Natur- und
Landschaftsräume, Rücksichtnahme auf lokale Kulturen und eine geschickte
Vernetzung des touristischen Angebots mit weiteren regionsspezifischen
Wirtschaftszweigen notwendig. Dazu gehört aber auch, dass Reisende und
Reiseveranstalter Verantwortung übernehmen für die Auswirkungen ihrer
touristischen Aktivitäten auf Menschen und Natur der bereisten Region.
Urlaube in Island, Litauen, Österreich und Deutschland zu gewinnen
Die in diesem Sinne aussagekräftigsten digitalen Bilder, die in vier
Wettbewerbssparten eingereicht werden können, werden prämiert unter
anderem mit mehrtägigen Aufenthalten in nachhaltigen Tourismusregionen.
In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk European Destinations of Excellence
(EDEN) bieten etwa die Wohlfühlregion Oberes Innviertel „Seelentium“ und
die Urlaubsregion Biosphärenpark Großes Walsertal in Österreich sowie
die isländischen Westfjorde, die litauische Region Plunge gemeinsam mit
dem Nationalpark Zemaitija und der kroatische Nationalpark Sjeverni
Velebit mehrtägige Aufenthalte in herausragenden Tourismusregionen an,
die bereits als Vorreiter für einen nachhaltigen Tourismus von EDEN
ausgezeichnet wurden. Weitere Wochenendaufenthalte führen in Europas
wildes Herz, der deutschen Nationalparkregion Bayerischer Wald. Zudem
sponsert „LEBENSART – Das Magazin für Nachhaltige Lebenskultur“
spannende Abonnements und auch das Hightech-Fotolabor „Cyberlab“
unterstützt den internationalen Fotowettbewerb.
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Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!: Busse am 11.03.2012 von Berlin
11. März 2012: Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!
Die NaturFreunde organisieren Busse von Berlin nach Brokdorf.
Abfahrt: 6.00 Uhr, 02-World (nähe Ostbahnhof)
Rückfahrt Brokdorf: ca. 16.30 Uhr
Karten gibt es bei
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a (2. Etage)
10243 Berlin
Infos: 0176-62015902
Büro: 030-29773287
Kosten:
Hin- und Rückfahrt: 25 Euro
Für Studis etc.: 20 Euro
Aufruf zur Demo in Brokdorf
Am
11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an.
An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere
Nutzung der Atomenergie. In Deutschland, in Europa, weltweit.
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr acht AKWs abgeschaltet. Ein
erster großer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung. Aber: Neun AKWs sind
noch am Netz, die letzten sechs sollen erst 2021/2022
abgeschaltet werden. Bis dahin bleibt das Risiko von schwersten Unfällen
bis hin zum Super-GAU bestehen! Jeder Tag AKW-Betrieb kann ein Tag
zuviel sein! Und dass so ein Ausstiegsbeschluss wenige Jahre später
wieder gekippt werden kann, haben wir ja schon erlebt. Die
Energiekonzerne mobilisieren zur Zeit dafür, die Atomkraft im bisherigen
Umfang weiter zu nutzen. Das AKW Brokdorf, das ganz
Norddeutschland bedroht, soll erst 2021 abgeschaltet werden. Auch dieser
Reaktor birgt das Risiko eines Super-GAUs.
Im Standortzwischenlager auf dem Gelände stapelt sich weiterer
hochradioaktiver Atommüll. Sowohl das AKW als auch das
Zwischenlager sind im Falle von schweren Naturkatastrophen wie
Sturmfluten, aber auch gegen Flugzeugabstürze mit schweren Maschinen,
nicht ausreichend gesichert. Diese Bedrohungen sind uns jahrelang als
?Restrisiko? zugemutet worden.
Seit Fukushima wissen wir, dass dieses Restrisiko Wirklichkeit werden kann. Brokdorf muss abgeschaltet werden, nicht erst 2021!
EIN AUSSTIEG SIEHT ANDERS AUS!
SCHLUSS DAMIT!
ATOMAUSSTIEG JETZT!
Deshalb demonstrieren wir am 11. März ab 12 Uhr am AKW
Brokdorf. Wir wollen einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien:
Dezentral, demokratisch und sozia
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Der Streitbare
Zum Tode des Politikers Uwe-Jens Heuer
Uwe-Jens Heuer
Foto: B. Lange
|
Diese hoch aufgeschossene Gestalt; die drängende, bedrängende
Stimme; das beharrliche Argumentieren: Uwe-Jens Heuer war eine
auffallende Figur in der PDS. Er hatte nie ein führendes Amt in Partei
oder Bundestagsfraktion; dennoch prägte er die Diskussion, vor allem die
programmatische, wesentlich.
Der Jurist, geboren in Essen und aufgewachsen in Berlin, hatte eine
beachtliche akademische Laufbahn hinter sich - u.a. an der Humboldt
Universität und an der DDR-Akademie der Wissenschaften - , als er 1990
die politische Bühne betrat. Für die PDS zog er, SED-Mitglied seit 1948,
in die letzte Volkskammer ein, dann zweimal in den Bundestag. Ein
hochgebildeter Mann, ein leidenschaftlicher Streiter, der sich vehement
dagegen wehrte, dass DDR und Hitlerfaschismus im Zuge der
Totalitarismustheorie in einen Topf geworfen werden.
Der scharfzüngige Redner, der mit beißendem Sarkasmus überraschen
konnte, war auch in den eigenen Reihen gefürchtet. Etwa, wenn er sich
von seinen Genossen nicht ausreichend verteidigt fühlte gegen politische
Gegner, die der PDS den Garaus machen wollten. Man muss sich das in
Erinnerung rufen: In den 90ern herrschte ein kalter, teils hasserfüllter
Verdrängungskurs aus allen Richtungen gegen die linken, ostdeutschen
Außenseiter im Bundestag. Heuers Freund, Berufs- und Fraktionskollegen,
den Jenaer Professor Gerhard Riege, trieb diese Stimmung 1992 in den
Freitod. Auch Heuer trafen die Vorwürfe, ein Ewiggestriger zu sein, ein
Unbelehrbarer. Ausgerechnet ihn, der einerseits loyaler Genosse und
DDR-Bürger war, andererseits ein kritischer Geist, der mit Gedanken über
mehr Demokratie im Sozialismus nicht nur einmal angeeckt war
Heuer war ein Kämpfer. Auch in seiner Partei, wenn es um die
Erneuerung der Programmatik ging. Als seine Kräfte nachließen, begann er
eine Parteitagsrede mit der Bemerkung, sein Arzt habe ihm verboten sich
aufzuregen - um sich dann natürlich doch aufzuregen über den Zustand
der Welt und der Partei. Er war lange Zeit der führende Kopf des
Marxistischen Forums und dessen Sprecher seit der Gründung 1995. Das
neue Programm der LINKEN dürfte ihm gefallen haben. Dessen
Verabschiedung hat er nicht mehr erlebt. Uwe-Jens Heuer starb am
Sonnabend, 84 Jahre alt.
aus: Neues Deutschland vom 25.10.2011
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Schulen ohne Militär: Das Robert-Blum-Gymnasium
Die Schulkonferenz des Robert-Blum-Gymnasiums hat am Donnerstag, den 24.3. 2011 mit 7:1 Stimmen
den Antrag “Schule ohne Militär” angenommen.
Robert-Blum-Gymnasium – Schule ohne Militär
Die Schulkonferenz des
Robert-Blum-Gymnasiums lehnt eine Zusammenarbeit im Bildungsbereich mit
der Bundeswehr grundsätzlich ab. Hierzu gehören z.B.:
- Kooperationsverträge mit der Bundeswehr
- Einladen von Bildungsoffizieren in den Unterricht oder zu schulischen Veranstaltungen
- Werbung für Praktika in Bundeswehreinrichtungen
- Exkursionen zu Bundeswehreinrichtungen oder von der Bundeswehr durchgeführten Veranstaltungen
- Werbung für Ausbildungsgänge bei der Bundeswehr oder für ein Studium an einer Bundeswehrhochschule
- Teilnahme der Schule an Wettbewerben, Jugendmessen, Arbeitsplatzbörsen, die von der Bundeswehr ausgestaltet werden.
- Das Verteilen von Werbematerialien der Bundeswehr
Begründung:
Das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt
widerspricht der an unserer Schule gepflegten Kultur und unseren
Erziehungsidealen. Wie sollen wir Jugendliche zum gewaltfreien Lösen von
Konflikten erziehen, wenn das Vertreten von Wirtschafts- oder
Länderinteressen mit militärischen Mitteln von uns mit unterstützt wird?
Dies widerspricht dem in Paragrafen 1 des Schulgesetzes formulierten
Erziehungsziel der friedlichen Verständigung der Völker.
§ 1
Auftrag der Schule
Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und
Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an
Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die
Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der
Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft
strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten sowie das
staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie,
des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der
Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu
gestalten. Diese Persönlichkeiten müssen sich der Verantwortung
gegenüber der Allgemeinheit bewusst sein, und ihre Haltung muss bestimmt
werden von der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen, von
der Achtung vor jeder ehrlichen Überzeugung und von der Anerkennung der
Notwendigkeit einer fortschrittlichen Gestaltung der gesellschaftlichen
Verhältnisse sowie einer friedlichen Verständigung der Völker.
Dabei sollen die Antike, das Christentum und die für die Entwicklung
zum Humanismus, zur Freiheit und zur Demokratie wesentlichen
gesellschaftlichen Bewegungen ihren Platz finden.
Bereits
im laufenden Schuljahr sind an unsere Schule unaufgefordert
Werbematerialien geschickt worden. Mit dem Aussetzen der allgemeinen
Wehrpflicht ist mit einer verstärkten Aktivität der Bundeswehr an den
Schulen zu rechnen. Erfahrungen belegen dies bereits jetzt.
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Aktionstag gegen Hinrichtung von Troy Davis

aus indymedia:
Amnesty International hatte am vergangenen Freitag zum globalen
Aktionstag gegen die Hinrichtung von Troy Davis im US Bundesstaat
Georgia aufgerufen. Davis, dessen Hinrichtung bereits drei mal aufgrund
von Massenprotesten verschoben wurde, hat für Mittwoch, den 21.
September erneut einen Hinrichtungsbefehl erhalten. Der Tag begann mit
zwei motivierenden Meldungen. In Atlanta übergaben Mitglieder des
größten us-amerikanischen Bürgerrechtsvereins NAACP (1) und Amnesty
International 663.000 Unterschriften (2) an den Begnadigungsausschuß.
Dieser tagt am kommenden Montag und hat die Befugnis, das Todesurteil
endgültig abzusetzen, oder aber die Hinrichtung durchführen zu lassen.

Annette Groth, MdB spricht in Berlin bei der Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis
Zeitgleich kam aus dem nahegelegenden Texas die Nachricht, dass der
High Court die für den Vortag angesetzte Hinrichtung von Duane Buck
gestoppt hatte (3). In Bucks Verfahren war als strafverschärfender Grund
für die Todesstrafe seine afroamerikanische Herkunft angegeben worden.
Laut Gutachter in dem ursprünglichen Verfahren sei er “anfälliger” für
Rückfälle. Während Texas Gouverneur Rick Perry mit seinen 234
unterzeichneten Hinrichtungsbefehlen in den Präsidentschaftswahlkampf
gegen Obama startete, scheint ihm die Justiz dabei nicht bedingungslos
folgen zu wollen.
Troy Davis war 1991 in einem lediglich auf Augenzeugen basierenden
Verfahren des Mordes an einem Polizisten für schuldig befunden und zum
Tod verurteilt worden. Sieben der neun Belastungszeugen zogen ihre
Aussagen zurück und berichteten von massiven Polizeischikanen, die sie
damals zu ihren Falschaussagen genötigt hatten. Forensische Beweise,
eine Tatwaffe oder ein Motiv gibt es nicht. Davis selbst hat immer seine
Unschuld beteuert, nachdem er sich 1991 sogar selbst gestellt hatte, um
die Vorwürfe gegen ihn auszuräumen.
Über 300 Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen fanden überall in
den USA und auch auch in manchen europäischen Städten statt (4). Die
vermutlich größte Demonstration war in Georgias Hauptstadt Atlanta, wo
sich zwischen 2 – 3000 Menschen versammelten und durch die Innenstadt
liefen. Auf Fotos war sehr oft nicht nur die Forderung nach der
Abschaffung der Todesstrafe sondern auch nach der Freilassung von Troy
Davis zu sehen. Letzteres liegt durchaus in der Befugnis des
Begnadigungsausschußes, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt natürlich die
Verhinderung der Hinrichtung im Vordergrund steht.

Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde fordert: "Stop the Execution! - Nein zur Todesstrafe!"
Redner_innen machten deutlich, dass es den kommenden Tagen bis zur
Sitzung des Ausschußes darauf ankomme, den öffentlichen Druck aufrecht
zu erhalten. Online-, Fax- und Telefonproteste sollten unbedingt
weitergeführt werden. Die Verteidigung von Davis kündigte an, drei der
Jury Mitglieder als Zeugen aufzurufen, die 1991 für das Todesurteil
gestimmt hatten. Alle dreisagen heute, dass sie mit dem jetzigen
Wissensstand niemals für die Todesstrafe gestimmt hätten.
Troy Davis bedankte sich in einem Brief für die massive Unterstützung
und wies darauf hin, dass er und alle anderen Gefangenen die Hoffnung
haben, dass die Todesstrafe endlich abgeschafft wird. Ihm sei klar, dass
es hier “um viel mehr” als ihn selbst ginge.
Auch in Berlin protestierten 70 Menschen auf einer kurzfristig
mobilsierten Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis. Nach einer
Mahnwache von Amnesty International erklang das Lied “Strange Fruits”
von Billie Holiday (5), dass den Teilnehmer_innen deutlich machte, dass
die heutige Todesstrafe die gesetzlich geregelte Fortführung der
Lynchjustiz in den USA ist. Uwe Hiksch, Redner der NaturFreunde, wies
auf die

Kundgebung in Berlin "Nein zur Todesstrafe: Stoppt die Hinrichtung von Troy Davis!"
Notwendigkeit zur Abschaffung der Todesstrafe hin, die unvereinbar
mit der Einhaltung der Menschenrechte sei. Annette Groth (MdB)
berichtete von ihrer Initiative im Menschenrechtsausschuß des
Bundestages, in dem sich bis auf die LINKE alle Parteien geweigert
hatten, einer Unterstützungsresolution für Troy Davis und zur
Abschaffung der Todesstrafe zuzustimmen. Ein Sprecher des Berliner Free
Mumia Bündnisses wies auf den Zusammenhang von rassistischer Justiz, der
Gefängnisindustrie und der Todesstrafe hin, unter denen vor allem
People of Color in den USA zu leiden haben. Auch auf die
Schlüsselstellung des Landes wurde hingewiesen: solange es dort möglich
sei, “legal” Gefangene zu ermorden, könne sich jede andere Regierung
hinter der angeblich demokratisch legitimierten Methode verstecken. Vor
allem us-amerikanische Tourist_innen unterhielten sich angeregt mit den
Demonstrant_innen. Es zeigte sich, dass sich viele US Bürger_innen über
den der Todesstrafe zu Grunde liegenden Rassismus sehr genau bewußt
sind. Genau wie in Atlanta schallte die Parole “Stop The Execution – I
Am Troy Davis” über den Pariser Platz vor der US Botschaft.
Den Artikel auf indymedia findet Ihr hier
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NaturFreunde: Keine neue deutsche Waffenproduktionsanlage in Saudi-Arabien
Opfer von Waffengewalt müssen Waffenproduzenten endlich verklagen können
Berlin,
20. Juli 2011 – „Dass in Saudi-Arabien eine neue komplette
Produktionsanlage für deutsche Sturmgewehre gebaut werden soll, ist eine
Schande“, kritisiert das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde
Deutschlands Uwe Hiksch die aktuellen Pläne des Rüstungsunternehmens
Heckler & Koch. „Mit dem ebenfalls geplanten Panzer-Deal ist klar:
Deutsche Waffen sollen die Golfregion systematisch aufrüsten, auf
Menschenrechte und demokratische Bestrebungen in der Bevölkerung wird
keinerlei Rücksicht genommen.“
Für neue Profite würden alle menschenrechtlichen Sonntagsreden zur
Seite geschoben und in einer der letzten absoluten Diktaturen der Welt
eine hochmoderne Waffenschmiede gebaut, so Hiksch. Saudi-Arabien sei
bereits seit vielen Jahrzehnten ein Produktionsstandort für Waffen von
Heckler & Koch. So werde dort das Sturmgewehr G3 in Lizenz
produziert und von Saudi-Arabien aus direkt für die Aufrüstung der
Diktaturen in den Golfstaaten eingesetzt.
In einer Pressemitteilung hatte Heckler & Koch bekannt gegeben,
dass Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2010 erneut gesteigert und damit
der „erfolgreiche Wachstumskurs der vergangenen Jahre“ fortgesetzt
werden konnte. Für die NaturFreunde eine zynische Aussage, schließlich
ist dieser „Wachstumskurs“ die Grundlage für Waffenlieferungen in viele
Regionen der Welt. „Kleinwaffen und Handfeuerwaffen sind die
Massenvernichtungsmittel der heutigen Zeit. Es sterben viel mehr
Menschen durch diese hochmodernen Kleinwaffen als durch Großwaffen“,
erklärt Uwe Hiksch.
NaturFreunde fordern Waffenexportverbot im Grundgesetz
Die NaturFreunde fordern ein Waffenexportverbot im Grundgesetz. Zudem
müssten Opfer und Angehörige der Opfer von Waffengewalt das Recht
erhalten, auch die Hersteller von Waffen zu verklagen. „Wenn diese
Firmen von den Angehörigen der Millionen Opfer endlich verklagt werden
könnten, wäre der Profit mit dem Tod innerhalb kürzester Zeit beendet“,
empfiehlt Hiksch.
Im Jahr 2010 hat Heckler & Koch einen Umsatz von 247 Millionen
Euro erzielt. Der operative Gewinn lag mit 51,8 Millionen Euro um rund
30 Prozent über 2009. Erst vor wenigen Tagen hatte die „Heckler &
Koch GmbH“ am Kapitalmarkt eine Anleihe mit einem Volumen von 295
Millionen Euro platziert. Diese Anleihe wird mit jährlich 9,5 Prozent
hochprofitabel verzinst und hat eine Laufzeit bis 2018. Gezeichnet wurde
diese Anleihe vor allen von internationalen institutionellen Anlegern,
also Banken, Versicherungen und Pensions-Fonds.
NaturFreunde Deutschlands: Teil der Friedensbewegung
Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der
bundesdeutschen Friedensbewegung und waren Gründungsmitglied der
Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche
hervorgegangen sind.

Die NaturFreunde unterstützen die „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“:
www.aufschrei-waffenhandel.de
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28.Januar 2012: 40 Jahre Berufsverbot – Betroffene fordern: endlich Aufarbeitung und Rehabilitierung!
Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, beschloss die
Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Willy
Brandt den sogenannten „Radikalenerlass”. Zur Abwehr angeblicher
Verfassungsfeinde sollten „ Personen, die nicht die Gewähr bieten,
jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“,
aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten bzw. entlassen werden. Mithilfe
der „Regelanfrage“ wurden etwa 3,5 Millionen Bewerberinnen und Bewerber
vom „Verfassungsschutz“ auf ihre politische „Zuverlässigkeit“
durchleuchtet. In der Folge kam es zu 11 000 offiziellen
Berufsverbotsverfahren, 2 200 Disziplinarverfahren, 1 250 Ablehnungen
von Bewerbungen und 265 Entlassungen. Formell richtete sich der Erlass
gegen „Links- und Rechtsextremisten“, in der Praxis traf er vor allem
Linke: Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und anderer
sozialistischer und linker Gruppierungen, von Friedensinitiativen bis
hin zu SPD-nahen Studierendenorganisationen. Mit dem Kampfbegriff der
„Verfassungsfeindlichkeit“ wurden missliebige und systemkritische
Organisationen und Personen an den Rand der Legalität gerückt, wurde die
Ausübung von Grundrechten wie der Meinungs- und Organisationsfreiheit
bedroht und bestraft.
Der „Radikalenerlass“ führte zum faktischen Berufsverbot für Tausende
von Menschen, die als Lehrerinnen und Lehrer, in der Sozialarbeit, in
der Briefzustellung, als Lokführer oder in der Rechtspflege tätig waren
oder sich auf solche Berufe vorbereiteten und bewarben. Bis weit in die
80er Jahre vergiftete die staatlich betriebene Jagd auf vermeintliche
„Radikale“ das politische Klima. Der „Radikalenerlass“ diente der
Einschüchterung, nicht nur der aktiven Linken. Die existentielle
Bedrohung durch die Verweigerung des erlernten oder bereits ausgeübten
Berufes war eine Maßnahme der Unterdrückung außerparlamentarischer
Bewegungen insgesamt. Statt Zivilcourage wurde Duckmäusertum gefördert.
Erst Ende der 80er Jahre zogen sozialdemokratisch geführte
Landesregierungen die Konsequenz aus dem von Willy Brandt selbst
eingeräumten „Irrtum“ und schafften die entsprechenden Erlasse in ihren
Ländern ab. Einige der früher abgewiesenen Anwärterinnen und Anwärter
und zum Teil sogar aus dem Beamtenverhältnis Entlassenen wurden doch
noch übernommen, meist im Angestelltenverhältnis. Viele mussten sich
allerdings nach zermürbenden und jahrelangen Prozessen beruflich
anderweitig orientieren.
Heute gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das eine
Diskriminierung wegen politischer Überzeugungen verbietet. Damit wurde
eine entsprechende EU-Richtlinie umgesetzt. Doch ein öffentliches
Eingeständnis, dass der „Radikalenerlass“ Unrecht war, unterblieb. Er
hat Tausenden von Menschen die berufliche Perspektive genommen und sie
in schwerwiegende Existenzprobleme gestürzt. Eine materielle, moralische
und politische Rehabilitierung der Betroffenen fand nicht statt.
Die Bedrohung durch den „Radikalenerlass“ gehört auch 2012 keineswegs
der Vergangenheit an: Im Jahr 2004 belegten die Bundesländer
Baden-Württemberg und Hessen den Heidelberger Realschullehrer Michael
Csaszkóczy mit Berufsverbot, weil er sich in antifaschistischen Gruppen
engagiert hatte. Erst 2007 wurde seine Ablehnung für den Schuldienst
durch die Gerichte endgültig für unrechtmäßig erklärt.
Trotzdem wird in Bayern von Bewerberinnen und Bewerbern für den
öffentlichen Dienst weiterhin formularmäßig die Distanzierung von
Organisationen verlangt, die vom „Verfassungsschutz“ als
„linksextremistisch“ diffamiert werden. Und eine sogenannte
„Extremismus“-Klausel, die sich auf die Ideologie und mehr als
fragwürdigen Einschätzungen des „Verfassungsschutzes“ stützt, bedroht
existenziell die wichtige Arbeit antifaschistischer, antirassistischer
und anderer demokratischer Projekte.
Eine politische Auseinandersetzung über die schwerwiegende
Beschädigung der demokratischen Kultur durch die Berufsverbotspolitik
steht bis heute aus. Sie ist dringlicher denn je. Unter dem Vorwand der
Bekämpfung des Terrorismus werden wesentliche demokratische Rechte
eingeschränkt. Die in den letzten Monaten des Jahres 2011 zu Tage
getretenen „Verfassungsschutz“-Skandale haben gezeigt, wie tief der
Inlandsgeheimdienst ideologisch und personell in die neonazistische
Szene verstrickt ist. Seit seiner Gründung im Jahr 1950 – unter
Beteiligung von NS-Verbrechern – hat der „Verfassungsschutz“ an der
Ausgrenzung, Einschüchterung und letztendlichen Kriminalisierung
antifaschistischer Politik und linker Opposition gearbeitet. Dieser
antidemokratische Geheimdienst ist nicht reformierbar, er muss
abgeschafft werden.
Der „Radikalenerlass“ und die ihn stützende Rechtssprechung bleiben
ein juristisches, politisches und menschliches Unrecht. Wir als damalige
Betroffene des „Radikalenerlasses“ fordern von den Verantwortlichen in
Verwaltung und Justiz, in Bund und Ländern unsere vollständige
Rehabilitierung. Die Bespitzelung kritischer politischer Opposition muss
ein Ende haben. Wir fordern die Herausgabe und Vernichtung der
„Verfassungsschutz“-Akten, wir verlangen die Aufhebung der
diskriminierenden Urteile und eine materielle Entschädigung der
Betroffenen.
Sigrid Altherr-König (Esslingen) – Michael Csaszkóczy Heidelberg) – Lothar Letsche (Weinstadt/Tübingen)
Klaus Lipps (Baden-Baden) – Werner Siebler (Freiburg)
Weitere UnterzeichnerInnen (aktueller Stand: 168 Unterschriften)
Hans Henning Adler (Oldenburg) – Eckhard Althaus (Dortmund) – Wolfgang Artelt (Kassel) – Frank Behrens (Bremerhaven) – Christel Berger (Italien) – Wolfgang Beutin (Köthel/Stormarn) – Norbert Birkwald (Mörfelden-Walldorf) – Gerhard Bitterwolf (Ebsdorfergrund-Dreihausen) – Volker Blaschke (Itzehoe) – Heinrich Blasenbrei-W. (Besigheim) – Jochen Böhme-Gingold (Melsungen) – Horst W. Blome (Stadt Altdorf) – Beate Bongard (Köln) – Dieter Bongartz (Köln) – Rutger Booss (Herdecke) – Bernhelm Booss-Bavnbek (Bronshoj DK) – Cornelia Booss-Ziegling (Hannover) – Sylvia Brecht (Düsseldorf) – Klaus Bregler (Heidelberg) – Hans Peter Brenner (Bonn) – Hubert Brieden (Neustadt) – Axel Brück (Gießen) – Gretel Bühler (Groß-Gerau) – Beate Büttner (München) – Christine Burian- Manske (Schwaig) – Sylvia Burkert (Düsseldorf) – Barbara Chaluppa (Grasellenbach) – Agnes Christ-Fiala (Bremen) – Irmgard Cipa (Bonn) – Volker Croon (Hannover) – Hildegard Daldrup (Schermbeck) – Harald Demetz (Coburg) – Ingelore Devendran (Sindelfingen) – Alfred Dreckmann (Hamburg) – Karl Otto Eckartsberg (Garbsen) – Thomas Eilers (Wiesbaden) – Ulrich Farin (Bramsche) – Bernd Fichtner (Hilchenbach) – Doris Fisch (Frankfurt) – Christine Fischer-Defoy (Berlin) – Sabina Fischer-Hampel (Stuttgart) – Ulrich Flamme (Hamburg) – Gerlinde Fronemann (Karlsruhe) – Reinhard Gebhardt (Mannheim) – Rolf Geffken (Hamburg) – Hinrich Genth (Hamburg) – Sigrid Genth (Hamburg) – Silvia Gingold (Kassel) – Bernd Göbel (Flensburg) – Karlfried Göllner (Schweinschied) – Berthold Goergens (Frankfurt) – Volker Götz (Düsseldorf) – Arno Grieger (Reinheim) – Gesa Groeneveld (Tübingen) – Theo Grünbaum (Nürnberg) – Wolf Dieter Gudopp von Behm (Frankfurt) – Rolf Günther (Hannover) – Hendrijk Guzzoni (Freiburg) – Holm Hagmann (Remscheid) – Ursula-Regine Hagmann-Teiner (Remscheid) – Georges Hallermayer (Sarreguemines) – Hans-Heinrich Hausdorf (Bad Salzuflen) – Else Heiermann (Duisburg) – Eduard Hertel (Bayreuth) – Dorothea Holleck (Kassel) – Inge Holzinger (Duisburg) – Ingo Hoppe (Heppenheim) – Martin Hornung (Heidelberg) – Hans Hoyer (Erlangen) – Uwe Hüttmann (Kalkar) – Siegfried Imholz (Fürth) – Ilse Jacob (Hamburg) – Thomas Jaitner (Köln) – Gerhard Jenders (Gummersbach) – Anne Kahn (Frankfurt) – Gisela Kehrer Bleicher(Tübingen) – Norbert Kißler (Köln) – Wolfgang Kohla (Eningen) – Hans Kolb (Weiden) – Friedrich Konrad (Altdorf) – Uwe Koopmann (Düsseldorf) – Dietmar Koschmieder (Berlin) – Dorothea Kröll (Kassel) – Joachim Kroll (Zernien) – Werner Krone (Darmstadt) – Gisela Krüger-Kuhlmann (Weitefeld) – Stefan Kühner (Karlsruhe) – Dieter Lachenmayer (Stuttgart) – Renate Kuhn (Bremen) – Heinz-Udo Lammers (Moormerland) – Burghard Lange (Flensburg) – Ursula Langellotti (Niefern-Äschelbronn) – Hans-Joachim Langmann (Marl) – Hans-Hartwig Lau (Werder) – Barbara Larisch (Bremen) – Manfred Lehner (Cadolzburg) – Angelika Lehndorf-Felsko (Köln) – Dagmar Lembeck (Garbsen) – Helmut Leonhardt (Winkelhaid bei Nürnberg) – Elke Leppin (z.Zt. in Brasilien) – Ewald Leppin (Hamburg) – Wolfgang Liß (Langenhagen) – Gerd Manecke (Bruchköbel) – Ulrike Marks (Varel) – Klaus Mausner (Stuttgart) – Wilhelm Meeger (Köln) – Jürgen Meier (Hildesheim) – Gudrun Melchior (Saarbrücken) – Volker Metzroth (Fürfeld) – Egon Momberger (Gießen) – Hans -Joachim Müller (Bad Zwischenahn) – Charlotte Nieß-Mache (Meerbusch) – Hans Norden (Hannover) – Heiko Pannemann (Oldenburg) – Udo Paulus (Hildesheim) – Eva Petermann (Bensheim) – Klaus Pilhofer (Schwabach) – Lothar Pollähne (Hannover) – Uwe Post (Hamburg) – Hildegard Proft (Troisdorf) – Angela Rauscher (Nürnberg) – Eveline Renell (Biebertal) – Jürgen Reuter (Braunschweig) – Hartmut Ring (Hamburg) – Roswitha Rockenbauch (Stuttgart) – Manfred Rößmann (Offenbach) – Susanne Rohde (Bonn) – Dieter Roth (Heidelberg) – Andreas Salomon (Kolbermoor) – Walter Schäfer (Hohenahr) -Uwe Scheer (Hamburg) – Ulrike Schmitz (Braunschweig) – Rolf Schön (Hannover) – Ingrid Scholz (Fürstenfeldbruck) – Klaus Seemann (Oldenburg) – Axel Seiderer (Frankfurt) – Norbert Ulgar Sembritzki (Neustadt a. Rübenberge) – Friedrich Sendelbeck (Nürnberg) – Wolfgang Simon (Erdmannhausen) – Peter Singer (Frechen) – Udo Spengler (Hamburg) – Gabriele Sprigath (München) – Hans Dietrich Springhorn (Hamburg) – Gustav Steffen (Hamburg) – Klaus Stein (Köln) – Harald Stierle (Heidelberg) – Magdalena Storm-Wahlich (Münster) – Till Srucksberg (Dortmund) – Heidrun von der Stück (Krefeld) – Irmela Tank (Eberbach) – Raimund Teismann (Brühl) – Ulli Thiel (Karlsruhe) – Jörg Trinogga (Potsdam) – Bernd Wagner (Freiburg) – Angelika Wahl (Frankfurt) – Ilse Weinzierl (Barcelona) – Klaus Weißmann (Bergisch-Gladbach) – Harald Werner (Bestensee) – Gerd Wernthaler (Lörrach) – Matthias Wietzer (Hannover) – Jane Zahn (Heidelberg) – Ewald Ziegler (Nürnberg)
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INKOTA: Killer Jeans: Aufruf zum globalen Produktionsstopp
Sandgestrahlte Jeans
Killer Jeans: Aufruf zum globalen Produktionsstopp
INKOTA
und die Kampgane für Saubere Kleidung fordern ein Produktionsverbot für
sandgestrahlte Jeans, die unter extrem gesundheitsgefährdenden
Bedingungen hergestellt werden.
Einige der schicken Jeans im Used-Look oder Vintage-Style werden
unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen veredelt. Damit die
brandneuen Kleidungsstücke aussehen, als wären sie schon lange getragen
worden, werden sie von ArbeiterInnen in Ländern wie der Türkei,
Bangladesch, Ägypten, China, Brasilien oder Mexiko sandgestrahlt.
Dieses sogenannte Sandstrahlen schädigt vor allem die Lungen von
ArbeiterInnen, die nicht ausreichend gegen den gefährlichen Staub
geschützt sind. Schätzungsweise 4.000 bis 5.000 ArbeiterInnen erkrankten
bisher alleine in der Türkei an der aus dem Bergbau bekannten Krankheit
Silikose (Staublunge), 46 sind daran bereits verstorben. Die weltweite
Dunkelziffer jedoch liegt viel höher, da Sandstrahlen sehr oft in der
informellen Wirtschaft stattfindet. Für die Lungenkrankheit Silikose
gibt es keine Heilung, ihr Ausgang ist häufig tödlich.
Die Kampagne für Saubere Kleidung arbeitet deshalb seit 2009 mit dem
türkischen Solidaritätskomitee für SandstrahlerInnen (The Solidarity
Committee of Sandblasting Labourers) zusammen, das im Juni 2008 in der
Türkei gegründet wurde.
Das Komitee führt breit angelegte Sensibilisierungskampagnen zum
Thema Sandstrahlen durch und versucht, die meist aus dem informellen
Sektor stammenden ArbeiterInnen (sehr oft auch MigrantInnen) zu
organisieren. Darin tätig sind ehemalige SandstrahlerInnen, ÄrztInnen,
JuristInnen und GewerkschafterInnen.
Nach einem ersten Teilerfolg in der Türkei, bei dem die
Sandstrahltechnik im März 2009 verboten wurde, unterstützt das Komitee
vor allem ehemalige SandstrahlerInnen beim Kampf um ihre Rechte, und
engagiert sich gegen immer wieder vorkommende, illegale
Sandstrahlaktivitäten in der Türkei.
Da mit dem türkischen Verbot das Problem nicht gelöst, sondern nur
verlagert wurde, ruft das Solidarity Committee of Sandblasting Labourers
gemeinsam mit der Clean Clothes Campaign und ihren Bündnispartnern zum
globalen Stopp der Sandstrahlaktivitäten in der Jeansindustrie auf.
Die CCC und ihre Bündnispartner fordern von allen Jeans-Markenfirmen,
auf die Verwendung von Sandstrahlen unverzüglich zu verzichten. Durch
geeignete Verifizierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit einer
Multistakeholder-Initiative soll die Durchsetzung dieses Stopps in der
gesamten Produktionskette sichergestellt werden. Wir fordern außerdem,
dass Markenfirmen die Verantwortung für ArbeiterInnen übernehmen, die
bereits an Silikose erkrankt sind. Sie sollen eine angemessene
Wiedergutmachung leisten.
Nationale Regierungen sollen die Sandstrahltechnik in der
Jeansproduktion rechtlich unterbinden. Wir fordern außerdem , dass die
Arbeitsschutzbestimmungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
durchgesetzt werden. Zusätzlich fordern wir, dass die bereits an
Silikose erkrankten ArbeiterInnen Unterstützung, soziale und
medizinische Leistungen sowie eine Arbeitsunfähigkeitsrente vom Staat
erhalten – ungeachtet der Tatsache, ob sie in der formellen oder
informellen Wirtschaft tätig waren.
KonsumentInnen sollen nach sandstrahlfreien Jeans fragen und den Firmen rückmelden, dass sie keine Killer-Jeans kaufen wollen.
Vom 22. bis 26. November fand in Istanbul eine viertägige Konferenz
der CCC und ihrer Bündnispartner statt, an der über 100
Arbeitsrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Frauenorganisationen aus
der ganzen Welt vertreten waren. Auf der Konferenz wurde ein Manifest
zum globalen Bann der Sandstrahltechnik in der Jeansproduktion
verabschiedet. Dieses wird auf einer Pressekonferenz am 27.11. in
Istanbul vorgestellt.
Beteiligen Sie sich hier und unterzeichnen Sie das Manifest!
Hier könnt Ihr unterschreiben
Organisationen können das Manifest unterzeichnen, indem sie eine formlose E-Mail an Julia Thimm: thimm@inkota.de schreiben.
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NaturFreunde: Rassistische Einstellungen haben im Sport nichts zu suchen
Rassistische Einstellungen haben im Sport nichts zu suchen
NaturFreunde Deutschlands unterstützen Anti-Rassismus-Paragraphen in Stadionordnungen und Vereinssatzungen
Berlin,
13. April 2011 – Zum Antrag der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
„Rechtsextremistische Einstellungen im Sport konsequent bekämpfen –
Toleranz und Demokratie nachhaltig fördern“ (Drucksache 17/5045)
erklärt Wolfgang Spindler, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde
Deutschlands und Bundesfachbereichsleiter Natursport:
Rassistische Entwicklungen treten in allen gesellschaftlichen
Bereichen in offener oder latenter Form auf. Auch Sportvereine und
-verbände bleiben hiervon nicht verschont. Faschistische oder
rassistische Gruppen und Parteien suchen so häufig Anknüpfungspunkte für
ihre Vereinnahmungsversuche. Dem müssen sich alle sportlich Aktiven,
Vereine und Verbände aktiv entgegenstellen.
In einer ganzen Reihe von Sportarten ist seit vielen Jahren
feststellbar, dass sich bei einem Teil der Fans faschistische Tendenzen
zeigen – etwa in manchen Fanblöcken. Die NaturFreunde Deutschlands
begrüßen deshalb die Forderung der SPD-Bundestagsfraktion, dass Verbände
und Vereine auch in diesem Kontext unterstützt werden müssen und
hierfür die Schaffung von dauerhaften Förderstrukturen für Initiativen
im Bereich der Bekämpfung von faschistischen und rassistischen
Einstellungsmustern notwendig ist.
Seit vielen Jahren arbeiten NaturFreunde auf verschiedenen Ebenen
zusammen mit Fan-Initiativen wie etwa dem „Bündnis Aktiver Fußball-Fans“
(BAFF), einem bundesweiten Zusammenschluss von Fan-Initiativen und
Fußballvereinen, um sich gegen den alltäglichen Rassismus zu wehren. Ein
positives Beispiel für eine aktive antirassistische Arbeit im Sport
sind auch die vielfältigen Initiativen der Naturfreundejugend.
Ausdrücklich unterstützen die NaturFreunde die Einführung eines
sogenannten Anti-Rassismus-Paragraphen in den Stadionordnungen oder
Vereinssatzungen, um sich deutlich von rassistischen Vorkommnissen
abzugrenzen.
Sport muss nach Ansicht der NaturFreunde Brücken zwischen Menschen
unterschiedlicher Herkunft und über nationale Grenzen bauen. Nur in
einem Klima von Würde und Respekt, in dem Fairness und Toleranz im
Mittelpunkt der Sportausübung steht, kann Sport eine humanistische
Ausrichtung entfalten.
Ausdrücklich unterstützen die NaturFreunde auch alle Initiativen, die
Verbände und Vereine, Funktionärinnen und Funktionäre und aktive
Sportlerinnen und Sportler für jegliche Form von Rassismus
sensibilisieren und alle am Sport Interessierten für einen aktiven
Einsatz gegen Rassismus und faschistische Tendenzen gewinnen.
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Kommentieren Sie diesen Standpunkt hier: www.blog.naturfreunde.de
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NaturFreundejugend: Kindergipfel 2012 in Nürnberg
Kindergipfel 2012 in Nürnberg
07.06.2012 – 10.06.2012
Der
Kindergipfel (KIGI) ist ein großes Treffen für Kinder und Jugendliche
zwischen 12 und 15 Jahren, das alle zwei Jahre von der
Naturfreundejugend Deutschlands organisiert wird. 2012 treffen wir uns
vom 07. bis 10. Juni in Nürnberg
Auf dem KIGI wollen wir
eure eigenen Forderungen und Selbstverpflichtungen für eine bessere und gerechte Welt sammeln,
diese in einem Zukunftsvertrag zusammenfassen und mit prominenten PolitikerInnen diskutieren.
Was bietet euch der Kindergipfel?
Endlich Aufmerksamkeit bei Erwachsenen für das, was ihr zu sagen habt,
Austausch mit anderen Kindern über eure Ideen und Wünsche,
die Gelegenheit, mit bekannten PolitikerInnen zu diskutieren,
Tipps und Antworten von Fachleuten auf eure Fragen
und natürlich unendlich viel Spaß!
Auf dem KIGI soll soviel wie möglich von Kindern entschieden werden.
Deswegen werden auch die Themen für die Arbeitsgruppen („Workshops“)
nicht von Erwachsenen bestimmt – sondern vom Kinderrat. Das sind 16
Kinder aus ganz Deutschland, die dafür sorgen, dass der Kindergipfel so
wird, wie ihn sich Kinder wünschen!
Worum geht es beim Kindergipfel 2012?
Einer für alle, alle gegen einen: Tatort DisKRIMInierung! So lautet
das Motto des Kindergipfels 2012. Egal ob Diskriminierung von
Flüchtlingen, Rechtsextremismus oder Ausgrenzung durch “Anderssein” –
gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung in unserer Gesellschaft können
wir nur gemeinsam angehen. Niemand möchte diskriminiert oder
ausgegrenzt werden! Ihr habt Ideen, was ihr dagegen tun könnt? Dann seid
ihr auf dem Kindergipfel 2012 genau richtig! Eure Ideen wollen wir auf
dem Kindergipfel 2012 sammeln und den PolitikerInnen präsentieren.
Auf dem KiGi soll soviel wie möglich von Kindern und Jugendlichen
entschieden werden. Deswegen werden auch die Themen für die
Arbeitsgruppen („Workshops“) nicht von Erwachsenen bestimmt – sondern
vom Kinderrat. Das sind 13 Kinder aus ganz Deutschland, die dafür
sorgen, dass der Kindergipfel so wird, wie ihn sich die TeilnehmerInnen
wünschen!

Der Kinderrat 2012
Auf dem KiGi wollen wir eure eigenen Forderungen und
Selbstverpflichtungen für ein tolerantes und gerechtes Deutschland
sammeln, diese in einem Zukunftsvertrag zusammenfassen und mit
prominenten PolitikerInnen diskutieren.
Was bietet euch der Kindergipfel?
Endlich Aufmerksamkeit bei Erwachsenen für das, was ihr zu sagen habt,
Austausch mit anderen Kindern über eure Ideen und Wünsche,
die Gelegenheit, mit bekannten PolitikerInnen zu diskutieren,
Tipps und Antworten von Fachleuten auf eure Fragen
und natürlich unendlich viel Spaß!
Was ist der Kindergipfel?
Der Kindergipfel (KiGi) ist ein großes Treffen für Kinder und
Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, das alle zwei Jahre von der
Naturfreundejugend Deutschlands organisiert wird. 2012 treffen wir uns
vom 07. bis zum 10. Juni in Nürnberg (Bayern).
Der Kindergipfel 2012 wir gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
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Pro Asyl: Für eine neue Bleiberechtsregelung
Noch immer leben hierzulande 75.000 Menschen, die auch nach
sechs Jahren in Deutschland keine gesicherte Aufenthaltsperspektive
haben – Menschen, die gezwungen sind, ein Leben auf Abruf zu führen –
und das trotz mehrerer Bleiberechtsregelungen.
PRO ASYL wendet sich deshalb mit einer E-Mail-Aktion an alle
zuständigen Landesministerien und fordert die Verantwortlichen
Politikerinnen und Politiker auf, sich zur Innenministerkonferenz am 8.
und 9.Dezember für eine neue, wirksame und dauerhafte
Bleiberechtsregelung einzusetzen. Machen
Sie mit! Fordern sie die Ministerien auf, den vielen in Deutschland nur
geduldeten Menschen endlich eine Zukunftsperspektive zu bieten!
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Petition an EU und Europarat gegen Antiziganismus
Forderungen an die Europäische Kommission zur Übergabe
an den Europarat, das europäische Parlament, den europäischen
Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen.
Petition: Die Pogrome, Übergriffe, Abschiebungen, Räumungen sowie
Diskriminierungen und Kriminalisierungen von Minderheiten wie der Roma
und Sinti in Europa endlich stoppen! Absichtsbekundungen nun Taten
folgen lassen!
Immer
wieder hat es in der Vergangenheit rassistisch motivierte Übergriffe
und antiziganistische Hetze gegen Roma und Sinti in Europa gegeben.
Nicht nur in den ärmeren Ländern Osteuropas, sondern auch in so
genannten westlichen Demokratien wie Italien, Frankreich und
Deutschland. Pogromartige Ausschreitungen hat es sowohl in Rumänien,
Ungarn, der Slowakei oder derzeit in Bulgarien und in Tschechien
gegeben. Aber auch Übergriffe in westeuropäischen Staaten sind keine
Seltenheit. Dazu kommen Abschiebungen oder Räumungen, Repressionen und
Zwangsmaßnahmen, die ebenfalls rassistisch motiviert sind und gegen
universelle Menschenrechte aber auch die Antidiskriminierungsrichtlinien
der EU verstoßen. Konsequenzen oder Maßnahmen gegen Mitgliedsländer der
EU die über Ankündigungen und Absichtserklärungen hinaus gingen, gab es
dagegen aber kaum. Stattdessen hat sich die Situation weiter
verschlechtert.
Nach wie vor lebt ein großer Teil der zehn bis zwölf Millionen Roma
in Europa ausgegrenzt, ghettoisiert, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt
sowie im Bildungsbereich diskriminiert oder ausgeschlossen unter denkbar
ungünstigsten sozioökonomischen Bedingungen. Diskriminierung, soziale
Ausgrenzung und Segregation, denen die Roma ausgesetzt sind, verstärken
sich dazu auch gegenseitig. Daraus resultieren ein niedriges
Einkommensniveau, ein schlechtes Bildungsniveau und ein schlechter
Gesundheitszustand, was wiederum eine höhere Sterblichkeit und eine
geringere Lebenserwartung im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen
zur Folge hat. Das alles ist nicht neu.
Trotzdem verschärft sich, wie immer in besonderen Krisenzeiten, der
Ton der in Politik, Medien und Gesellschaft die propagandistische
Begleitmusik für Ausgrenzung und Rassismus ist, weiter. Soziale
Ungerechtigkeit und Armut werden manifestiert und Menschen auf ihre
Nützlichkeit im Sinne ökonomischer Verwertbarkeit reduziert. Auch durch
Institutionen der EU. Wer nicht mitspielen will oder kann, sich nicht
anpasst oder unterordnet, wird stigmatisiert, diskriminiert und
kriminalisiert. Die Suche nach Sündenböcken für alle gesellschaftlichen
Probleme läuft gerade wieder auf Hochtouren. So können Ursachen von
sozialen Problemen verschleiert, die Verantwortung für Fehlentwicklungen
den Betroffen selbst zur Last gelegt und ein erhöhter Anpassungsdruck,
Repressionen, Ausgrenzung und Zwangsmaßnahmen bis hin zu strukturellem
und institutionellen Rassismus nach dem Prinzip „Teile und Herrsche“
legitimiert werden.
Bis heute haben weder europäische Regierungen noch die Europäische
Union selbst wahrnehmbare, rechtlich verbindliche Konzepte, Strategien
oder Handlungsoptionen gegen Rassismus und Antiziganismus vorgelegt.
Lediglich Symbolpolitik, Absichtserklärungen und wirkungslose Programme
wechseln sich mit dem Hin- und Herschieben politischer Zuständigkeiten
ab. An der Umsetzung fehlt es zumeist ganz. Mehr noch: VertreterInnen
aus Politik, Medien und Gesellschaft stellen Roma und Sinti mit ihren
Äußerungen ebenfalls pauschal in eine kriminelle Ecke und tragen damit
zur Stigmatisierung dieser Gruppe bei. Rassistisch motivierte Bilder,
Klischees und Stereotype werden ungeniert transportiert und dankend von
Neonazis, Rassisten und Rechtspopulisten übernommen. Dazu werden in
historischer Kontinuität „Eigenschaften“ wie Kriminalität, Betteln,
fehlende Hygiene, Kinderreichtum, Parallelgesellschaft oder
Wanderschaft konstruiert und pauschal (teilweise mit biologistischen
Bezügen) einer ganzen Bevölkerungsgruppe zugeschrieben, mit deren Hilfe
die Ausgrenzung und Diskriminierung von Sinti und
Roma bis heute reproduziert und fortgesetzt werden. Gerade diese Stigmatisierung und Diskriminierung
über die Ethnisierung und Kulturalisierung von Straftaten bzw.
Kriminalität bilden auch den Nährboden für die derzeitigen Pogrome in
Tschechien und Bulgarien. Aber auch die Abschiebungen von Roma und Sinti
in Krisenregionen oder in Länder, in denen sie einer ungewissen, nicht
selten existenzbedrohenden Zukunft entgegen gehen müssen, sind keine
Ausnahmen, sondern Normalität.
Deshalb fordern wir alle Institutionen und Gremien der Europäischen
Union dazu auf, die UN-Charta für Menschenrechte sowie die
Antidiskriminierungsrichtlinie in rechtlich verbindlicher Form selbst
umzusetzen sowie dies von Mitgliedsstaaten nachhaltig, nachvollziehbar
und notfalls verbunden mit Sanktionen einzufordern. Weiterhin fordern
wir:
- Das Begriffskonstrukt „Rasse“ nicht nur in Gesetzen und Richtlinien
kritisch zu kommentieren, sondern einer weiteren Manifestierung dieses
zu Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen erfundenen Konstruktes
durch Streichung entgegenzuwirken. Als Ersatz kann „rassistisch“
verwendet werden.
- Eine wissenschaftlich fundierte und politisch unabhängige,
abschließende Definition des Rassismusbegriffes, die den existierenden
Macht-, Herrschafts- und Dominanzverhältnissen Rechnung trägt und einer
weiteren Aufweichung und Instrumentalisierung entgegen wirkt.
- Die Antidiskriminierungsrichtlinie ist umgehend zu präzisieren, um
Mehrdeutigkeiten und Interpretationsmöglichkeiten auszuschließen sowie
eine detailliertere Umsetzung in nationales Recht zu gewährleisten.
Transparente Kontroll-, Sanktions- und Dokumentationsmechanismen und
–strukturen sind zu installieren bzw. zu sofortigen und zeitnahen
Reaktionen auf Verstöße anzuhalten.
- Die Übernahme politischer Verantwortung für die Aufrechterhaltung
von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie und sozialer
Ausgrenzung als Bausteine einer hierarchisierten, neoliberalen
Wirtschafts- und Verwertungslogik durch die klare Benennung von
Ursachen, VerursacherInnen und ProfiteurInnen gesellschaftlicher und
sozialer Fehlentwicklungen. Einer Reduzierung des Menschen auf seine
ökonomische Verwertbarkeit im Sinne von Erwerbstätigkeit egal zu welchem
Preis ist umgehend entgegenzuwirken.
- Auf staatliche Repressionen und Zwangsmaßnahmen gegen sowie
Abschiebungen, Räumungen etc. von Roma ist zu verzichten. Rechtlich
verbindliche Sanktionsmöglichkeiten für Verstöße sind zu schaffen oder
auszuschöpfen und umgehend anzuwenden.
- Einem völkischen Standortnationalismus sowie neonazistischen und
rassistischen Organisationen und Gruppierungen auf allen Ebenen
entschiedenen aktionsorientierten und inhaltlichen Widerstand
entgegenzusetzen sowie antifaschistische und antirassistische
Zivilcourage und Aktivitäten regional/ überregional aktiv zu fördern.
- Gegen Ungleichwertigkeitsideologien sowie die weitere Manifestierung
von ausgrenzenden Bildern, Klischees und Stereotypen inhaltlich und
soweit rechtlich relevant auch gerichtlich vorzugehen sowie
populistische und rassistisch motivierte Lösungs- und Erklärungsansätze
bloßzustellen und ihnen argumentativ entgegenzutreten.
- Alle rechtlichen und finanziellen Vorraussetzungen zu schaffen, die
es jedem in der EU lebenden Menschen ermöglicht, gegen Diskriminierungen
und Ausgrenzungen notfalls gerichtlich vorgehen zu können und Menschen
zu befähigen, diese auch nutzen zu können.
- Verjährungsfristen und Bestimmungen zur Prozesskostenhilfe für
Betroffene von Diskriminierungen sind umgehend zu Gunsten von Betroffen
zu verbessern bzw. anzupassen.
- Vertretungen, Organisationen, Vereine und Gruppierungen von
Minderheiten bei der Durchsetzung ihrer Rechte jede erdenkliche
Unterstützung zukommen zu lassen sowie deren Arbeit finanziell
nachhaltig abzusichern und soweit keine Strukturen vorhanden, deren
Bildung anzuregen und zu unterstützen.
- Eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe aller in der EU
lebenden Menschen auf allen gesellschaftlichen Ebenen unabhängig
zugeschriebener Merkmale wie Herkunft, Religion, dem sozialen Status
oder der Lebensweise zu garantieren und rechtlich verbindlich
festzuschreiben. Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen sind zu schaffen
oder auszuschöpfen sowie zeitnah anzuwenden.
- Gesetzliche Vorraussetzungen zu schaffen, umzusetzen und zu
evaluieren, die Diskriminierungen sowohl auf kommunaler, Länder- und
EU-Ebene nachvollziehbar und erkennbar machen (alle Bereiche, wie:
Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, staatliche Institutionen und Strukturen
etc.).
- Die Verbesserung sowie eine nachvollziehbare Regelung der
gleichberechtigten Zusammenarbeit von politischen und
zivilgesellschaftlichen Strukturen und Instituatioen
- Nationale Aktionspläne gegen Rassismus, Antisemitismus,
Antiziganismus und Homophobie sind EU-weit einzufordern und ihre
rechtlich Relevanz sowie Umsetzung jährlich auf ihre Effizienz zu
evaluieren und an aktuelle Entwicklungen wie z.B. die derzeit wachsende
Hetze gegen MuslimInnen anzupassen.
Versenden an:
Vertretung der Europäischen
Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78, 10117 Berlin
Fax: 004930/ 22802222
Europarat
Avenue de l’Europe
F-67075 Strasbourg Cedex
Fax 0033/2 2309462
Europäisches Parlament
Allée du Printemps
F-67070 Straßburg Cedex
Fax: 0033/3 88256501
EU Wirtschafts- und Sozialausschuss
Rue Belliard, 99
B-1040 Brüssel
Fax: 0032/2 5134893
Ausschuss der Regionen
Bâtiment Jacques Delors
Rue Belliard 99-101
B – 1040 Brussels
Fax 0032/2 2822325
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NaturFreunde: Rüstungsexporte müssen weltweit gestoppt werden
Rüstungskonzerne profitieren von leeren Munitionslagern durch Krieg in Libyen
Berlin, 15. Juni 2011 – Zur aktuellen Veröffentlichung der
US-amerikanischen Rüstungsexporte durch die Defense Security Cooperation
Agency (DSCA) erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der
NaturFreunde Deutschlands: „Es ist eine der zynischen Folgen des Krieges
in Libyen, dass die USA in diesem Jahr eine Steigerung ihrer
Rüstungsexporte um fast 50 Prozent auf mehr als 46 Milliarden Dollar
erreichen werden. 2010 lagen diese noch bei 32,1 Milliarden Dollar.“

Alle
US-amerikanischen Rüstungsexporte müssen durch die DSCA genehmigt
werden, die direkt dem Pentagon untersteht und jetzt aktuelle Zahlen
veröffentlichte. Dabei gab DSCA-Chef Wiliam Landy offen zu, dass diese
Steigerungen vor allem auf das Bedürfnis der an der Bombardierung
Libyens beteiligten Staaten zurückzuführen seien, ihre Munitionslager
wieder aufzufüllen. Um eine schnellere Lieferung von solchen
Rüstungsgütern zu ermöglichen, setzt sich die DSCA dafür ein, das
US-amerikanische Genehmigungsverfahren von Rüstungsexporten zu
beschleunigen.
Diese Zahlen zeigen deutlich, wie große Rüstungskonzerne von den
Kriegen in der Welt profitieren. Vor nicht ganz zehn Jahren lagen die
Rüstungsexporte der USA noch bei etwa zehn Milliarden Dollar. Die
jüngsten Kriege führten jedoch zu einer Verfünffachung der
Waffenexporte. Die USA als global größter Waffenexporteur haben einen
Weltmarktanteil von etwa 30 Prozent. Allein sieben der zehn größten
Rüstungsunternehmen haben ihren Sitz in den USA.
USA rüsten arabische Staaten auf
Dabei betätigen sich die USA auch weiterhin als Aufrüster der
arabischen Welt. So sind etwa die Vereinigten Arabischen Emirate der
derzeit größte Kunde der US-amerikanischen Rüstungsunternehmen, obwohl
sich die Vereinigten Arabischen Emirate seit Monaten als direkte
Unterstützer der Despoten in der Region auszeichnen. Allein der
US-amerikanische Rüstungsgigant Raytheon liefert für 3,3 Milliarden
Dollar Patriot-Raketen an die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch wird
mit Saudi Arabien das größte Waffengeschäft in der Geschichte der USA
geplant. Unter anderem sollen 84 neue Kampfjets vom Typ F-15 geliefert
werden. Das Gesamtvolumen der Rüstungsexporte alleine an Saudi Arabien
wird bei etwa 60 Milliarden Dollar liegen. Weltweit spricht die DSCA
übrigens von mehr als 13.000 Rüstungsverträgen mit 165 verschiedenen
Ländern. Diese Verträge haben einen Gesamtwert von 327 Milliarden
Dollar.
Die NaturFreunde Deutschlands fordern ein Ende der Aufrüstung. Einige
Rüstungskonzerne verdienen etwa mit den Konflikten in den arabischen
Staaten Milliarden. Dabei gehen diese Waffenexporte in eine Region mit
Massenarbeitslosigkeit, Armut und despotischen Herrschaftsstrukturen.
NaturFreunde Deutschlands – Teil der Friedensbewegung
Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der
bundesdeutschen Friedensbewegung und waren Gründungsmitglied der
Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche
hervorgegangen sind.

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Cuban 5: Bundesweiter Aktionstag am 17. März 2012
Freiheit für die Fünf Kubaner!

Seit 1998 sind fünf kubanische Männer, die international als “Miami 5″
bekannt gewordenen Aufklärer, in Gefängnissen in den USA eingesperrt.
Ihr Verbrechen: sie haben die US-Behörden über Anschlagsvorbereitungen
informiert, die antikubanische Terroristen ausführen wollten. Statt die
terroristischen Gruppen hochgehen zu lassen, haben die Polzeibehörden
der USA die fünf Kubaner verhaftet.
René González, Ramón Labañino, Gerardo Hernández, Fernando González
und Antonio Guerrero haben sich um Kuba verdient gemacht. Ihre mutige
Aufklärungsarbeit hat kubanischen Bürgerinnen und Bürgern das Leben
gerettet. Zwar ist inzwischen René González aus der Haft entlassen
worden, er muss aber drei Jahre lang in Miami bleiben und darf solange
auch keinen Besuch von seiner Ehefrau bekommen, die ihn auch während der
Haftzeit nicht besuchen durfte.
Den Miami 5 gehört unsere ganze Solidarität!

Aus diesem Grund unterstützt die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba die
Protestaktionen, die am 17. März anlässlich des “Internationalen Tags
der Politischen Gefangenen” stattfinden. In Berlin vor der US-Botschaft und in Leipzig, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt vor den dortigen Konsulaten der USA.
Flyer: Freiheit für die Fünf Kubaner!
Aufruf des Netzwerk Cuba:
17. März 2012 – Aktionstag Freiheit für die Cuban 5
Erste Vorbereitungstermine:
Hamburg
19.1., 19.00 Uhr, Magda-Thürey-Zentrum, Lindenallee 72
Berlin
25.1., 19.00 Uhr, ND-Haus am Mehringplatz 1
Ansprechpartner:
Hamburg: hamburg@fgbrdkuba.de
Berlin: berlin@fgbrdkuba.de
Düsseldorf: cubita@gmx.de
Leipzig: kundgebung_cuban5@gmx.de
München: stroehlein-sanchez@t-online.de
Frankfurt a.M.: FGBKFFM-OWNER@yahoogroups.com
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Energiepolitische Thesen von gegenstromberlin
KlimaaktivistInnen aus Berlin
Gegen den fossil-nuklearen Wahn: Energiedemokratie JETZT!
Energiepolitische Thesen von gegenstromberlin
- Die Katastrophe in Fukushima markiert eine Zäsur in der energiepolitischen Debatte hierzulande: Der Atomausstieg wird dieses Jahrzehnt kommen, das kann kaum noch ernsthaft bezweifelt werden. Das ist vor allem Resultat der Arbeit der Anti-Atom-Bewegung, und ihr bisher größter Sieg.
- In einer Situation, in der sogar die CSU für den baldigen
Atomausstieg zu sein scheint, reicht es bei weitem nicht aus, die
sofortige Stilllegung aller Atomanlagen zu fordern. Wenn ‚von oben’ der
ganze Energiesektor ins Visier genommen wird, müssen die sozialen
Bewegungen das ebenso tun. Die Energiepolitik mag in Bewegung sein, aber wo sind die Bewegungen in der Energiepolitik?
- Wer vom Atomausstieg redet, darf zu den fossilen Energien nicht
schweigen. Wir leben in einem primär fossilistischen, nicht einem
nuklearen System (globaler Energiemix: ca. 80% fossile, 6%
Atomenergie). Jedes Jahr sterben ungleich mehr Menschen an den Folgen
des Klimawandels und mithin der Nutzung fossiler Brennstoffe, als an
denen der Atomenergie. Die Diskussion um den Atomausstieg birgt die
Gefahr, dass Kohle und Gas vorschnell als günstige, stabile und
sichere Alternative verhandelt werden. Daher muss die Forderung sein, raus aus dem fossil-nuklearen Wahn, 100% erneuerbare Energien schnellstmöglich!
- Diese Energiewende muss auch eine Wende weg von Konzernmacht und
Zentralisierung im Energiesektor, hin zu einer weitgehend
dezentralisierten und lokalisierten Energieversorgung sein. Deswegen: ja zur Dezentralisierung, nein zu Großprojekten wie Desertec und gigantischen Offshore-Windparks,
die vor allem massive staatliche Subventionsprogramme für den Versuch
der ‚großen Vier’ Stromkonzerne wären, den erneuerbaren Sektor unter
ihre Kontrolle zu bringen.
- Um den bisher äußerst effektiven Widerstand der großen Vier – RWE,
E.On, Vattenfall und EnBW – gegen die Energiewende zu brechen, müssen
diese direkt angegriffen werden, was angesichts ihrer Unpopularität
durchaus machbar sein sollte: Stromkonzerne zerschlagen, Energieversorgung vergesellschaften!
- Die Keimzelle eines demokratisch organisierten
Energiesektors werden die Stadtwerke und basisdemokratisch organisierte
Energiegenossenschaften und -kooperativen sein. Diese sind in
der Lage, den gesamten Energiesektor zu organisieren, und sie können,
im Gegensatz zu Konzernen, basisdemokratisch organisiert werden – aber
das wird nur geschehen, wenn wir es auch wirklich tun!
- „Die Energiewende wird teuer!“ tönen die Energiekonzerne. Klar,
zum Nulltarif ist der grundlegende Umbau des gesamten Energiesystems
nicht zu haben. Wahr ist aber auch: Die Energiekosten steigen bereits
seit Jahren – trotz des angeblich billigen Atom- und Kohlestroms. Die
Herausforderung ist darum eine dreifache: die Energieversorgung muss ökologisch sinnvoll, demokratisch organisiert und sozial gerecht sein. Das
bedeutet einerseits massive (staatliche) Investitionen, und
andererseits ein Ende der monopolistischen Preistreiberei der großen
Vier.
- Die ökologische Frage ist eng verbunden mit der sozialen Frage. Steigende Energiepreise dürfen nicht zu ‚Energiearmut’ bei denjenigen führen, die ohnehin am wenigsten verbrauchen.
Nur so ist auch die gesellschaftliche Akzeptanz für die erneuerbare
Wende gesichert. Eine menschengerechte soziale Grundsicherung statt
Armut per Hartz-IV ist daher eine zentrale Voraussetzung zur Lösung der
ökologischen Frage.
- Die gesellschaftliche Basis dieser radikalen Wende muss eine breite Energiebewegung sein, bestehend aus der Anti-Atom-Bewegung,
Anti-Kohle- und Anti-CCS-Initiativen, Klima-, Umwelt- und
Globalisierungsbewegten, NGOs, progressiven Gewerkschaftsflügeln und
Stadtwerken, und vielen mehr.
- Die einigende Klammer einer solchen Bewegung ist der Kampf für Energiedemokratie.
Demokratie heißt, die Entscheidungen, die unser aller Leben prägen,
gemeinsam und ohne Profitzwang treffen zu können. Dies, so glauben wir,
können wir im Energiesektor heute schon verwirklichen. Der Ruf nach
Energiedemokratie berührt den von vielen Menschen gefühlten Verlust
von demokratischen Entscheidungskompetenzen nach 30 Jahren
Neoliberalismus – er ist es, der den Kampf für die Energiewende
gesellschaftlich mehrheitsfähig macht.
- Wenn wir unseren Kampf als einen für Energiedemokratie
sehen, dann stellen sich auch die oft abfällig ziierten Initiativen
gegen neue Stromtrassen, Windräder oder Pumpspeicher anders dar: Als
Menschen, die fühlen, dass ihnen die Kontrolle über ihr Leben
abhanden kommt. Auf der Basis dieses gemeinsamen Affekts
können wir mit ihnen anfangen zu reden, und die Erfahrung zeigt: mehr
Partizipation führt zu mehr Akzeptanz. Tun wir das nicht, werden sie
mit Sicherheit gegen uns ausgespielt werden und uns signifikant
schwächen, weil sonst die Beegung gespalten werden kann, und uns die
Legitimität abgesprochen wird.
- Unsere Energiewende kann keine sein, die sich damit zufrieden gibt,
den wahnsinnigen Wachstumszwang der Weltwirtschaft einfach nur mit
anderen Energien zu füttern. Wenn wir die Klimakrise abwenden, und den
Energiesektor ökologisch umbauen wollen, muss der gesellschaftliche
Energieverbrauch drastisch sinken. Keine soziale und ökologische Energiewende ohne Wachstumskritik.
- Zusammenfassend: der Kampf für Energiedemokratie muss auf
einer breiten Energiebewegung beruhen, deren Ziele die Sozialisierung,
Ökologisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung des
Energiesektors sind. Dass es zwischen diesen in konkreten
Fällen zu Zielkonflikten kommen kann, ist uns klar – wir sind uns aber
sicher, dass wir auf keines der Ziele verzichten können. Nicht
moralisch, und schon gar nicht strategisch.
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Berliner Wasserbürger: Für gesundes, preiswertes Wasser

Nach dem erfolgreichen Wasser-Volksentscheid:
Wie geht es weiter?
Wann ist Schluss mit der Teilprivatisierung?
Wann sinken endlich die Wasserpreise?
1. Am 13. Februar haben die Berliner Geschichte geschrieben: Vom ersten Volksentscheid zum zweiten Volksbegehren!
Über 660.000 Bürger sind in die Wahllokale gegangen und haben ihre
Stimme abgegeben für ein Gesetz zur Offenlegung von allen
Geheimverträgen, die im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der
Berliner Wasserbetriebe geschlossen worden sind! Das ist nicht nur ein
Erfolg für die direkte Demokratie, sondern vor allem ein Erfolg für
unsere Gesellschaft, denn: Geheimverträge haben weder bei unserem
wichtigsten Lebensmittel, dem Wasser, noch in anderen Bereichen der
öffentlichen Daseinsvorsorge etwas zu suchen!Schreiben wir auch weiter Geschichte, sorgen wir mit den Möglichkeiten der direkten Demokratie für weitere Erfolge!
2. Die Prüfung der Geheimverträge braucht Zeit – das versteht sich von selbst!
Viele Menschen fragen sich, was jetzt geschieht. Die offen gelegten
Verträge und andere Rechtsdokumente – mehr als 1000 Seiten (!) – werden
von mehreren unabhängigen Juristen kritisch geprüft. Der Klageweg muss
sorgfältig vorbereitet werden, denn schließlich wollen wir die
Anfechtung der geheimen Teilprivatisierung gewinnen. Übrigens: Alle
Juristen unterstützen uns auf ehrenamtlicher Basis, weil sie überzeugt
sind, dass die Teilprivatisierung ein schwerer Fehler war!
3. Das eigentliche Ziel: Die kostengünstige Rekommunalisierung – Schluss machen mit der Teilprivatisierung
Die Politik, die Wirtschaft und die Konzerne RWE und Veolia versuchen
die Bevölkerung zu verunsichern. Vor kurzem hat die IHK (Industrie- und
Handelskammer) ein „Gutachten“ vorgestellt, in dem behauptet wird, dass
die Rekommunalisierung, also der Rückkauf der Anteile von den Konzernen
RWE und Veolia, angeblich zu teuer wäre! Doch stimmt das wirklich?
Entscheidend ist die Frage, wer darüber zu entscheiden hat, wieviel die
Konzerne für ihre Anteile erhalten sollen. Wenn die Konzerne darüber nur
mit dem Land Berlin hinter verschlossenen Türen Geheimverhandlungen
führen, dann ist nichts Gutes zu erwarten. Dann würde es richtig teuer
werden! Wenn wir aber als Verbraucher, Kunden und Auftrag- bzw.
Arbeitgeber (denn das sind wir) bei dieser wichtigen Frage mitbestimmen
können, und diese Entscheidung nicht allein von den Konzernen
bestimmt wird, dann entscheiden wir, was die Konzerne für ihre Anteile erhalten!

4. Der Weg zum Ziel – Ein neues Volksgesetz, ein neues
Volksbegehren: Ein Mitbestimmungsgesetz für eine kostengünstige
Rekommunalisierung!
Was
uns schon einmal bei dem Volksbegehren zur Offenlegung gelungen ist,
das kann wieder gelingen. Bestimmen wir gemeinsam, was die
Rekommunalisierung kosten soll. Nur zur Erinnerung: 1999 haben die
Konzerne 1,68 Mrd. € für ihre Anteile bezahlt. Übrigens haben die Konzerne ihren Einstieg nicht mit
eigenem Geld finanziert, sondern haben Kredite aufgenommen. Das
bedeutet: Die Konzerne haben nichts besser gemacht als der verschuldete
Staat oder anders formuliert: Aus öffentlichen Schulden wurden private
Schulden mit der Folge, dass von den hohen Wasserpreisen nicht nur die
Konzerne kräftig profitieren, sondern auch die Banken!
Über 1,3 Mrd. € reine Gewinne sind unterdessen aus unseren Taschen
herausgepumpt worden. Höchste Zeit, mit dieser Abzocke Schluss zu
machen! Klar ist, dass in Deutschland eine Enteignung zum 0-Tarif leider
nicht zu haben ist. Im Grundgesetz ist von einer angemessenen
Entschädigung die Rede. Durch das neue Volksbegehren können wir mit
einem Mitbestimmungsgesetz dafür sorgen, dass WIR darüber entscheiden, was „angemessen“ ist.
Das Verfahren ist einfach und besteht aus 2 Stufen: In der ersten Stufe können von allen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen wie Mieterorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen,
Umweltverbänden, Kleingartenorganisationen, Unternehmensorganisationen
und der Verbraucherzentrale Vorschläge erarbeitet und dem Parlament
vorgelegt werden. Das Parlament kann Empfehlungen aussprechen und so die
Vorschläge „gewichten“. Jetzt beginnt die 2. Stufe: 6 Vorschläge werden
der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt, wobei sichergestellt ist,
dass sowohl der kostengünstige wie der teuerste Vorschlag zur Abstimmung
gestellt werden müssen! Und dann liegt es in unserer Hand, darüber
abzustimmen, wie hoch oder niedrig die angemessene Summe ausfällt, die
die Konzerne für ihre Anteile erhalten sollen! Oder anders formuliert:
Jeder einzelne von uns hat es in der Hand, für welchen Vorschlag gestimmt wird.
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Tschüss Vattenfall: Warum Ihren Strom besser jemand anderes produzieren sollte
Vattenfall – der Atomkonzern
Vattenfall bietet als Energiemonopolist in Hamburg und Berlin
unterschiedliche Strom- und Wärmetarife an. In Norddeutschland betreibt
Vattenfall die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und will in
Hamburg-Moorburg ein Kohlekraftwerk bauen. Darüber hinaus ist der
Konzern in Dänemark, Finnland, Polen und in Schweden aktiv. Die
Muttergesellschaft ist Vattenfall AB, die sich vollständig im Besitz des
schwedischen Staates befindet.
In Hamburg ist Vattenfall der sogenannte Hauptversorger und
kontrolliert damit als Monopolist das Hoch- und Höchstspannungsnetz in
der Stadt.
Als Atomkonzern geht es Vattenfall vor allem um das schnelle Geld,
ungeachtet jedweder Risiken. Gemeinsam mit den anderen „drei Großen“
E.on, RWE und EnBW im deutschen Stromgeschäft, hat Vattenfall in
Geheimverhandlungen massiv auf die Bundesregierung eingewirkt, um die
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchzusetzen.
Die Laufzeitverlängerung nimmt Vattenfall jetzt zum Anlass, die
Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz zu nehmen. Mit
den durchgesetzten Laufzeitverlängerungen sieht Vattenfall hinter den
Uraltmeilern nur das Geld – Störfälle, Trafobrände und Notabschaltungen
sind wie vergessen. Die letzten drei Stillstands-Jahre haben gezeigt,
dass der Strom diesen Anlagen nicht mehr benötigt wird.
Sicherheitsrisiko Vattenfall
Der Stromkonzern Vattenfall, Betreiber des AKW Krümmel, hat schon
immer behauptet, alle seine Atomkraftwerke seien sicher. Das war schon
immer falsch. Richtig ist vielmehr, dass Vattenfall-AKW bereits mehrfach
haarscharf an einer Katastrophe vorbeischrammten. So zerfetzte Ende
2001 im AKW Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion mehrere Meter einer
Rohrleitung direkt neben dem Reaktordruckbehälter. Und das schwedische
AKW Forsmark stand im Sommer 2006 nach einem Stromausfall kurz vor der
Kernschmelze. Kaputte Schalter, defekte Pumpen, marode Dichtungen,
mangelhafte Elektrik und Fehler in der Notstromversorgung sind in
Vattenfall-Atomkraftwerken offensichtlich eher die Regel als die
Ausnahme. In Stresssituationen klappt zudem noch nicht einmal die
Kommunikation in der Steuerwarte des Reaktors: Das haben die Pannen beim
Brand im AKW Krümmel im Juni 2007 gezeigt.
Profit vor Sicherheit
Vattenfall hat mehrfach bewiesen, dass im Konzern Profit vor
Sicherheit geht. Nach der Wasserstoffexplosion im Dezember 2001 lief das
AKW Brunsbüttel zunächst monatelang weiter. Auch nach dem Beinahe-GAU
in Forsmark im Juli 2006 schaltete Vattenfall das AKW zunächst tagelang
nicht richtig ab. Einen weiteren Reaktor in Forsmark ließ Vattenfall
wochenlang weiter am Netz, obwohl es deutliche Hinweise auf eine
gefährliche Störung im Kühlkreislauf gab. Und die rund 40 Risse an
Armaturen im AKW Krümmel, die Vattenfall in den letzten Monaten
aufwändig reparieren ließ, wären ohne den Trafobrand im Juni 2007
wahrscheinlich gar nicht entdeckt worden: Für solche Prüfungen ist bei
einer normalen Revision normalerweise gar keine Zeit. Wer weiß, welche
Fehler als nächstes unentdeckt bleiben – und welche Folgen sie haben
werden?
Kein Geld für Klimakiller!
Läuft das AKW Krümmel, beschert es Vattenfall jeden Tag rund eine
Million Euro Gewinn. Hat Vattenfall das verdient? Nein. Denn Vattenfall
setzt weiterhin auf hochriskanten Atom- und klimaschädlichen Kohlestrom.
So baut der Konzern in Hamburg-Moorburg ein Steinkohlekraftwerk, das
jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 und jede Menge Gifte in die Luft
pusten wird. In Brandenburg will Vattenfall mindestens ein Dutzend
Dörfer abreißen, um darunter Braunkohle für seine Kraftwerke zu fördern –
übrigens mit die klimaschädlichsten in ganz Europa. Und Vattenfall müht
sich nach Kräften, den Atomausstieg zu kippen: Der Konzern will seine
gefährlichen Schrott-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel sogar noch länger
betreiben, als im „Atomkonsens“ von Juni 2000 vereinbart.

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Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche
RückenWind für Erneuerbare Energien – Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche
Der Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien sind
entscheidend für eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft, Umwelt und
Arbeit.
Zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Perspektive in einer
wachsenden grünen Industrie gehören sowohl eine gesunde Umwelt als auch
faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen der Windindustrie gilt es zu
erhalten und zu befördern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sind
sicher und zukunftsfähig zu gestalten.
- Die Arbeits- und Leistungsbedingungen sind tariflich zu regeln
- Die Mitbestimmung der Betriebsräte als Interessenvertreter der Beschäftigten ist sicherzustellen
- Die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse müssen eine geregelte Lebensplanung erlauben
- Arbeitszeiten und Arbeitszeitregelungen sollen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung tragen
- Arbeits- und Leistungsbedingungen sind so zu gestalten, dass die Beschäftigten ihre Gesundheit dauerhaft erhalten können
- Aus- und Weiterbildungsprogramme müssen dazu beitragen die
Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern und den Beschäftigten
berufliche Perspektiven eröffnen
Dafür setzen sich Beschäftigte in den Unternehmen der Windkraftbranche mit großem Engagement ein.
Diese Erklärung wurde von Betriebsräten und Beschäftigten aus
Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche auf der IG
Metall Konferenz WIND & ARBEIT am 19.-20.11.2010 in Bremen
verabschiedet und wird von weiteren Personen aus den Bundesländern der
„Küstenregion“ Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
unterstützt.
Diese Erklärung unterstützen Betriebsräte und Beschäftigte
aus folgenden Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche:
- Ambau GmbH
- Areva Wind GmbH
- Bard Emden Energy GmbH
- Cuxhaven Steel Construction GmbH
- Gebr. Eickhoff GmbH
- PowerBlades GmbH
- REpower Systems AG
- Rothe Erde GmbH
- SIAG Nordseewerke GmbH
- Siemens AG
- Siemens AG Niederlassung Bremen
- Vestas Castings Magdeburg GmbH
- Vestas Deutschland GmbH
- WeserWind GmbH
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Freidenker: Der Terror-Psychose widerstehen!
Der Terror-Psychose widerstehen!
Gegen die Demontage der Grundrechte und antiislamischen Rassismus

Seit Tagen werden die Menschen in Deutschland durch abenteuerliche,
angeblich „besonnene“ Warnungen vor drohenden Terroranschlägen in Atem
gehalten. Angeblich wollen die Politiker nicht sagen, was sie wissen.
Tatsächlich wissen sie nicht, was sie sagen.
Auf den Weihnachtsmärkten bedrohen uns Terroristen als
Weihnachtsmänner oder Weihnachtsmänner als Terroristen. Die
Innenminister, die Terror-Hysterie schüren, versichern umgehend, es
bestehe „kein Grund zur Hysterie.“
Wohl deshalb wird ein »Bombenfund« von Windhoek halluziniert, der
auch ohne Angabe eines Bestimmungsortes und ohne in ein Flugzeug
verladen worden zu sein, laut Innenminister de Maiziere zweifellos für
Deutschland „bestimmt“ war. Als der Schwindel aufflog, war die Empörung
groß – über die Entdeckung. Der sogenannte „Realtestkoffer“, eine
Attrappe, war von einer mithelfenden Familienangehörigen, einer
80-jährigen Oma für eine 3-Mann-Sicherheitsfirma in den USA gebastelt
worden, die nach eigenen Angaben „keine privaten Kunden“ hat. Bloß
Geheimdienste eben.
Was früher für die Einweisung in eine Anstalt gereicht hätte –
Polizei sprengt Pappkarton an Köthener Bratwurstgrill – wird zur
Normalität. Doch weil das nicht genug ist, baut „Der Spiegel“ gleich den
nächsten Pappkameraden auf: Ein „Sturmangriff auf den Reichstag“ droht,
mit „Geiselnahme“ und „finalem Blutbad“.
Rüdiger Göbel weist in der „jungen Welt“ auf das Spezialwissen des
„Spiegel“ zum Reichstag hin: „Anfang der 60er Jahre schaffte es das
Blatt mit Hilfe alter Naziseilschaften, in einer Artikelserie die
Alleintäterthese zum Reichstagsbrand in die Welt zu setzen. Wer glaubt,
der schwer sehbehinderte Marinus van der Lubbe habe in der Nacht vom 27.
auf den 28. Februar 1933 in rund 20 Minuten den ganzen Plenarsaal mit
Kohleanzündern in Brand setzen können, hält es eben auch für möglich,
dass ein sechsköpfiger Islamistentrupp in dem Gebäude ein neuerliches
Inferno anrichten wird.“
„Wieder der Reichstag“ ist der Titel dieses „junge Welt“-Artikels, um
darauf hinzuweisen, dass der auch 1933 der Vorwand für den
Ausnahmezustand war. Jetzt sehen Verfassungsfeinde verschiedener
Parteien wieder ihre Stunde gekommen: Bundeswehr im Innern, Aufrüstung
der Geheimdienste, Überwachungsstaat, Vorratsdatenspeicherung – mit
Hilfe der Terrorhysterie soll durchgepeitscht werden, was ohne
Ausnahmezustand nicht mehrheitsfähig ist.
Das „Leben unverändert und ohne Angst weiterzuführen“, geht nach
Berlins Innensenator Körting so: „Wenn wir in der Nachbarschaft
irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende
Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und
die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht
verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die
Behörden unterrichtet, was da los ist.“ Moment: sie lassen sich nie
blicken, aber sehen seltsam aus? Hetzen, bis der Arzt kommt …
Zum Grundrechteabbau im Land gehört ergänzend noch das passende
Feindbild für die Kreuzzüge in den Nahen und mittleren Osten.
Antiislamischer Rassismus wird geschürt, um Krieg und Besatzung in
Afghanistan, im Irak und in Palästina, und womöglich demnächst im Iran,
im Jemen und Somalia den Schein von Legitimität zu verleihen und Ruhe an
der Heimatfront zu schaffen. Opfer dieses Rassismus sind nicht nur die
Diskriminierten, sondern letztlich – wir alle.
Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes
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Medico: Die EU nennt es Rohstoffinitiative… … wir nennen es Rohstoffraub
Die EU nennt es Rohstoffinitiative…
… wir nennen es Rohstoffraub
Das große geopolitische Spiel um den Zugriff auf strategisch
wichtige Rohstoffe hat begonnen. Weltweit steigt die Nachfrage nach
Rohstoffen; zu deren größten Konsumenten gehört Deutschland. Als
Rohstoffimporteur und Exporteur von weiterverarbeiteten Produkten
bezieht Deutschland Energierohstoffe, Metallrohstoffe und viele
Industriemineralien aus mehr als 160 Ländern. Die Europäische Union
(EU) fordert in ihrer neuen Rohstoffinitiative (2011) den
schrankenlosen Zugang zu Rohstoffen und übt dabei massiven Druck auf
die Exportländer aus.
Kritische Rohstoffe
Die EU zählt zwei Gruppen von Metallen zu den Kritischen Rohstoffen: (1)
Seltene Erden, eine Gruppe von 17 Metallen, darunter Yttrium oder
Dysprosium, die vor allem in der Technologiebranche Verwendung finden,
auch für die Herstellung moderner Waffen. (2) Weitere 13 Metalle wie
z.B. Tantalum (besser bekannt ist als Coltan) oder Kobalt.
Als kritisch gelten sie, weil sie ein hohes Risiko für Lieferengpässe
bergen, weil der Abbau nur in wenigen Ländern stattfindet, und die für
die Wertschöpfungskette von strategischer Bedeutung sind.
Die EU nennt es Rohstoffinitiative…
Die EU-Rohstoffinitiative beruht im Kern auf drei Säulen: Dem Zugang
zu Rohstoffmärkten weltweit, dem Abbau von Rohstoffen in der EU und
Recycling innerhalb der EU. Die Interessen europäischer Konzerne und des
einflussreichen Bundesverbandes der Industrie (BDI) sind in der
Initiative unübersehbar. Viele Länder des globalen Südens sind reich an
Bodenschätzen. Die Europäische Union, mit Deutschland in der
Vorreiterrolle, nötigt sie jetzt, Handelsbegrenzungen wie Exportsteuern
für Rohstoffe abzuschaffen und ausländische Direktinvestitionen zu
ermöglichen. Begründet wird das aggressive Vorgehen der EU mit der
Konkurrenz zu den Schwellenländern, deren wachsender Rohstoffbedarf
europäische Interessen untergrabe. In der geostrategisch ausgerichteten
Initiative der EU finden ökologische, soziale, politische sowie
entwicklungsbezogene Belange kaum Beachtung.
… Wir nennen es Rohstoffraub
Viele der von der EU begehrten Rohstoffe finden sich auf dem
afrikanischen Kontinent. Dort leben heute über 300 Millionen Menschen in
absoluter Armut. Würdige Arbeit ist Mangelware. Millionen Menschen
sterben an Krankheiten, die mit einer besseren Gesundheitsversorgung
oder allein dem Zugang zu sauberem Wasser vermeidbar oder heilbar wären.
Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und nicht ausschließlich in den
Handelsbeziehungen zu suchen. Mit ihrer Rohstoffinitiative verschärft
die Europäische Union jedoch die Situation. Sie nutzt Handels- und
Investitionsabkommen, um sich kostengünstig den Zugang zu Rohstoffen zu
sichern und Vorteile für Unternehmen herauszuschlagen; bindende Regeln
für transnationale Konzerne gibt es kaum. Folgen dieser Politik sind
unzumutbare Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in den
Produktionsstätten der betroffenen Länder. Die Abbaumethoden schädigen
die Gesundheit der lokalen Bevölkerung, zerstören die Umwelt und machen
die Böden für eine landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar. Mit den
Folgen des Raubbaus werden die Menschen allein gelassen. Doppelzüngig
hält sich die EU selbst nicht an die Vorgaben, die sie anderen Ländern
macht. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen
auf dem Weltmarkt gewährt sie diesen finanzielle Unterstützungen für
Exporte und verschärft damit die missliche Lage der betroffenen Länder
des Südens.
Eine sinnvolle Steuerung des Rohstoffsektors in den betroffenen
Ländern könnte dazu beitragen, die Staatseinnahmen zu erhöhen, um
Arbeitsplätze zu schaffen, die verarbeitende Industrie auszubauen und
die Infrastruktur zu stärken. Seit langem fordern daher soziale
Bewegungen aus Entwicklungsländern und die Weltgesundheitsorganisation
WHO, dass die Exportsteuern erhöht werden, um mit den Einnahmen die
Grundversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen.
Wachstumszwang und Militarisierung
Das Wirtschaftsmodell der Industrieländer ist ressourcenintensiv und
auf ständiges Wachstum angelegt. Der Glaube, dass Wirtschaftswachstum
den Wohlstand steigern und gesellschaftliche Probleme lösen könne,
beherrscht das Denken. Bereits jetzt konsumiert Europa ein Vielfaches
der Ressourcen anderer Kontinente. Dem Wachstumsdogma und der
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen verpflichtet, nimmt
die Rohstoffinitiative der EU billigend in Kauf, dass den armen Ländern
ihr natürlicher Reichtum entwendet wird. Die EU verbindet ihre
Forderung nach unbeschränkter Marktöffnung mit der Entwicklungspolitik.
In kolonial anmutender Weise wird Entwicklungshilfe vom Zugang zu
Rohstoffen abhängig gemacht. Entwicklungspolitik wird so zum
willfährigen Instrument wirtschaftsliberaler Interessen. Sogar der
Einsatz von militärischen Mitteln zur Deckung des steigenden
Ressourcenbedarfs ist eingeplant. Die „Aufrechterhaltung des freien
Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen“ ist
bereits heute eine verteidigungspolitische Begründung für mögliche
Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Die Produktions- und Lebensweise der Industrienationen ist
nicht gerechtigkeitsfähig. Während die EU mit der Rohstoffinitiative
weiterhin die hemmungslose Ausbeutung der letzten Ressourcen betreibt,
sollte ihr Ziel vielmehr die Reduzierung des übermäßigen
Ressourcenverbrauchs und die Förderung eines gerechten globalen Systems
zur nachhaltigen Nutzung der weltweiten Ressourcen sein.
Kampagnenmaterial
Die Rohstoffinitiative der Europäischen Union fordert den schrankenlosen Zugang zu Bödenschätzen.
Sie raubt den Entwicklungsländern ihre natürlichen Ressourcen.
Unzumutbare Arbeitsbedingungen, Menschenrechtsverletzungen und
Umweltverschmutzung sind die Folge.
Attac und medico international fordern von der EU und der Bundesregierung:
- Keine Freihandelsverträge mit Entwicklungsländern abzuschließen und
deren Recht zu respektieren, die Exporte selbst zu regulieren und
Gesetze für Investitionen zu erlassen.
- Verbindliche Regeln für den Abbau von Rohstoffen zu erlassen, die
wirksame Beschwerdemechanismen enthalten: Unternehmen müssen für die
Folgen ihrer Geschäftstätigkeit international zur Verantwortung gezogen
werden können. Der Import von Konfliktressourcen muss unterbunden
werden.
- Die Entwicklungshilfe nicht für die Rohstoffinteressen der EU zu
instrumentalisieren und niemals militärische Mittel für die Deckung des
Ressourcenbedarfs einzusetzen.
- Eine alternative Rohstoffstrategie zu entwickeln, die eine Umkehr
von der auf Verbrauch und Konsum ausgerichteten Wirtschaftsweise zu
einer gerechten Verteilung und nachhaltigen Nutzung der vorhandenen
Ressourcen beinhaltet.
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Kolumbianische Gewerkschafter erhalten Morddrohungen von
Paramilitärs
In einem Schreiben, das am Morgen des 22. September
auftauchte, haben Gewerkschaftsführer der Lebensmittelgewerkschaft
Sinaltrainal und ihre Familien Morddrohungen erhalten. Dieses Blatt
wurde auf den Straßen der Stadt Bugalagrande verteilt.
Die Paramilitars „Aguilas Negras (Schwarze Adler) machen bekannt:
1. „…Die Kriegsfront West beginnt ihre Sauberungsoperation in dem
Departament Valle de Cauca…
2. Die Aguila Negras geben nun Antwort auf eure Flugblatter und
Aktivitaten, Ihr Guerilleros,
Gewerkschafter, Linke des Polo Democratico (Linkspartei) und aller
Kiffer und Ubeltater…
3. Wir wollen auch eine Antwort geben, an die Guerilleros, die sich in
Sinaltrainal verstecken und
bestimmte Arbeiter, die bei Nestle arbeiten…
4. Unser Ziel ist die Beseitigung dieser Organisation und ihrer Fuhrung,
ihrer ehemaligen Fuhrung
und ihrer Familien…
5. Ausloschung von Javier Correa, Edgar Paez, Fabio Olaya, Jairo Mendez,
Rafael Esquivel e Martin
Agudelo
6. Wir geben euch Gelegenheit, den Ort zu€ verlassen. Ihr habt 15 Tage
um abzuhauen, ihr
Hurensohne…“
Einer der Auszulöschenden,
Edgar Paez, internationaler Sekretär der Sinaltrainal war schon einige
Male in Deutschland gewesen und berichtete von der schwierigen Situation
für kolumbianische Gewerkschafter. Kolumbien ist seit vielen Jahren das
Land, in dem weltweit die meisten Gewerkschafter ermordet werden.
Gefährlich wird es offensichtlich immer dann, wenn sich Gewerkschaften
konsequent dem Abbau der Arbeitsrechte entgegenstellen und die Politik
der transnationalen Konzerne in ihren Ländern anprangern und
Alternativen präsentieren. In diesem Zusammenhang hatte der
Gewerkschaftssekretär aus Kolumbien bei seinen Besuchen in Europa auch
die Auseinandersetzungen bei Coca Cola und Nestlé beschrieben, die nach
seinen Schilderungen mehreren Kollegen seiner Gewerkschaft das Leben
gekostet haben.
Vor genau fünf Jahren
Einer von ihnen war Luciano Romero, der vor fünf Jahren, am 23.
September 2005, vom Bloco Norte der Paramilitärs entführt, gefoltert und
ermordet wurde. Er war von Nestlé entlassen worden, weil er an einem
Streik teilgenommen haben soll, der nie stattgefunden hatte. Allerdings
hatte er die Präsenz von Paramilitärs in der Region und die
arbeitsrechtlichen Verstöße von Nestlé angeprangert. Zum Tod von Luciano
gab es die groteskesten Versionen. Erst hieß es, er sei Opfer eines
Autoraubmordes geworden. Dann, es habe sich um einen Eifersuchtsdrama
gehandelt. Danach, jemand habe an das Geld seiner Lebensversicherung
gewollt, die er niemals besessen hatte. Letztendlich konnten die
paramilitärischen Täter überführt werden.
Im Verfahren gegen die Mörder
von Luciano wurde auch gegen Manager von Nestlé Untersuchungen
angestellt, die noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Dies, obwohl der
bekannte paramilitärische Führer Salvatore Mancuso am 17. Mai 2007
ausgesagt hatte, dass die Paramilitärs AUC von verschiedenen
Unternehmen, darunter auch von Cicolac (Nestlé) finanziert wurden.
Sinaltrainal bittet um Solidaritäts- und Protestschreiben an
Nestlé Europa
Achim.Drewes@de.nestle.com
Hartmut.Gahmann@de.nestle.com
Angelino Garzón
Vicepresidente de Colombia
comunicacionesvp@presidencia.gov.co
Hernán Jaime Ulloa Venegas
Director del Programa Presidencial de Derechos Humanos y Derecho
Internacional Humanitario
hernanulloa@presidencia.gov.co
Sinaltrainal
areainternacional@sinaltrainal.org
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KPÖ: 1 MILLION € für konkrete Hilfe
KPÖ-Mandatare spendeten seit 1998 mehr als 1.000.000 Euro
aus ihren Polit-Bezügen
Jedes Jahr legen die Mandatarinnen und Mandatare der KPÖ
offen, wie sie ihre Politikerbezüge verwendet haben.
So wurden im Jahr 2009 von den Landtagsabgeordneten der KPÖ sowie der
Grazer Stadträtin Elke Kahr insgesamt 163.897,64 Euro zur Unterstützung
von in Not geratenen Menschen zur Verfügung gestellt.
Seit Ernest Kaltenegger im Jahr 1998 in die Grazer Stadtregierung
einzog, haben KPÖ-Politikerinnen und -Politiker bereits mehr als 1
Million Euro (Stand 31.12.2009: 965.184,87 Euro) aus dem Sozialfonds
bezahlt.
Für KPÖ-Politikerinnen und -Politiker gilt eine
Einkommensobergrenze von 2000 Euro.
LAbg. Claudia Klimt-Weithaler:
„Es kommt immer häufiger vor, dass Leute arbeiten, aber ein so
geringes Einkommen haben, dass sie und ihre Familien nicht davon leben
können. Dieses Auseinanderklaffen der Einkommensschere ist eine soziale
Zeitbombe. Während die börsennotierten Unternehmen in den vergangen
Jahren Milliarden an Dividenden ausgeschüttet haben, stagnieren die
Reallöhne seit vielen Jahren – teilweise auf sehr niedrigem Niveau.“
Konkret wurden bisher 7000 Personen unterstützt. Der Großteil, an die
30 Prozent, wird für direkte Unterstützung für den Lebensbedarf (Kosten
für Lebensmittel, Medikamente, aber auch Schulmaterial für Kinder)
aufgewendet.
Etwa den selben Anteil nehmen Unterstützung bei den Wohnkosten
(Mietzuzahlung, Kautionen, Vertragsgebühren, Verhinderung von
Delogierungen, Verfahrenshilfe) ein.
Immer öfter benötigen Steirerinnen und Steirer auch Unterstützung bei
Strom- und Heizkosten sowie bei Reparaturen von Herd oder
Waschmaschine.
KPÖ-LAbg. Renate Pacher:
„Ich halte es für notwendig dass Politiker sich mit ihren Bezügen
nicht von den Pensionen und Einkommen der Bevölkerung abheben. Die
Politiker entfernen sich mit ihren Bezügen immer mehr davon. Es reicht
nicht, die Leute auf eine bessere Welt zu vertrösten. Wir helfen auch
konkret, wo es möglich ist.“
KPÖ-LAbg. Werner Murgg:
„Unsere Politiker sind immer sehr einfallsreich, wenn es darum geht,
den sozial Schwachen das Leben noch schwerer zu machen. Bei den eigenen
Einkommen will man aber keinen noch so sanften Eingriff zulassen. Durch
die von uns vorgeschlagene Regelung müsste aber kein Politiker am
Hungertuch nagen. Wenn die Politik wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen
will, muss sie ganz oben ein Zeichen setzen anstatt immer nur bei den
Bezieherinnen und Beziehern kleiner Einkommen zu sparen.“
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Cuba Sí startet eine neue Spendenaktion
Wir möchten für unsere Milchprojekte in Kuba einen
Bulldozer kaufen, damit die von Marabú überwucherten Flächen wieder
landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden können. Bitte spenden Sie für
den Kauf eines Bulldozers. Helfen Sie, damit auch in Zukunft jedes
kubanische Kind seinen täglichen Liter Milch bekommt!
Marabú ist ein Fluch für die kubanische Landwirtschaft. Dieser
eingeschleppte Dornenstrauch pflanzt sich über tiefe unterirdische
Sprosse, Stengelfragmente und Unmengen produzierter Samen fort. Diese
sind feuerunempfindlich, bleiben über viele Jahre fruchtbar und
zersetzen sich auch nicht im Verdauungstrakt von Tieren. Durch seine
rasante Ausbreitung gehen kostbare Flächen für Viehzucht und
Lebensmittelanbau verloren. Derzeit sind in Kuba ca. 1,2 Millionen
Hektar befallen – ein Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche.
Solche fruchtbaren Böden wollen wir gemeinsam zurückgewinnen, um die
Ernährungssicherheit Kubas weiterhin zu stabilisieren.
Ursprünglich stammt die Marabúpflanze aus der Kalahari-Wüste im Süden
Afrikas. Vermutlich wurde sie als Zierstrauch Ende des 19. Jahrhunderts
nach Kuba eingeschleppt. Mangelnde Kenntnisse im Umgang mit dieser
Pflanze, die ungezügelte Abholzung der Wälder bis Anfang des 20.
Jahrhunderts und die tropische Feuchtigkeit haben dazu beigetragen, dass
sich der Marabú sehr schnell über das gesamte kubanische Territorium
ausbreiten konnte. Für die Bekämpfung des Marabú gibt es zwar
mittlerweile Herbizide, die jedoch zu einer Kontaminierung des Bodens
führen. Deshalb finden sie in den Cuba Sí-Projekten keine Anwendung.
Mit dem Einsatz eines Bulldozers ist es möglich, die Böden von der
Marabúpflanze samt Wurzeln zu befreien. Eine sofortige
landwirtschaftliche Nutzung der so behandelten Flächen kann die
Wiederkehr des Marabú verhindern.
Jeder zurückgewonnene Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche trägt zu
einer höheren Effizienz der kubanischen Land- und Weidewirtschaft bei –
gegenwärtig muss Kuba noch immer rund 80 Prozent seiner Lebensmittel
importieren.
Auch darf nicht vergessen werden: Kuba ist seit fast 50 Jahren einer
aggressiven Blockadepolitik der USA ausgesetzt. Der dadurch begrenzte
Zugang zum Weltmarkt erschwert auch die technische Modernisierung der
kubanischen Landwirtschaft.
Vor dem Hintergrund explodierender Weltmarktpreise für Lebensmittel
ist die Rückgewinnung fruchtbarer Flächen in Kuba die richtige Antwort,
um auch weiterhin jedem kubanischen Kind seinen täglichen Liter Milch zu
garantieren.
Bitte unterstützen Sie unsere Solidaritätskampagne „Milch für Kubas
Kinder“ – spenden Sie für den Kauf eines Bulldozers zur Rodung von
Marabú befallenen Flächen auf den Cuba Sí-Milchprojekten!
Sonderspendenkonto beim Parteivorstand DIE LINKE/Cuba Sí,
Nummer 13 222210, Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00,
VWZ bitte unbedingt angeben: Milch für Kubas Kinder/Bulldozer
(Spendenbescheinigung aufWunsch)
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Anti-Krisen-Demo am 12.06.10 in Berlin - 15 000 bis 20 000 Menschen haben für eine andere Politik unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" demonstriert.

NaturFreunde bei der Demo

Leittransparent der Demo

NaturFreunde und LINKE bei der Demo

Na klar, ich war auch dabei.
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NaturFreunde-Stand auf dem Umweltfestival in Berlin 2010

Uwe und Nina am Stand

Thomas vom Bündnis gegen Wasserprivatisierung
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Europäisches Parlament: Schriftliche Erklärung zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal
Im europäischen Parlament wurde eine Schriftliche
Erklärung eingebracht, die bisher von über 30 Europaabgeordneten
mitgezeichnet wurde.

Hier die Schriftliche Erklärung:
SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNG
eingereicht gemäß Artikel 123 der Geschäftsordnung
zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal
Søren Søndergaard, Sabine Lösing, Heidi Hautala, Barbara Lochbihler, Ana Gomes
Fristablauf: 11.11.2010
Schriftliche Erklärung zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal
Das Europäische Parlament,
- in Kenntnis des Protokolls Nr. 6 zur Europäischen Menschenrechtskonvention,
- in Kenntnis des zweiten Fakultativprotokolls zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR),
- in Kenntnis des Berichts von Amnesty International über Mumia
Abu-Jamal (2000), in dem ein neues Gerichtsverfahren gefordert wird,
- gestützt auf Artikel 123 seiner Geschäftsordnung,
A. in der Erwägung, dass die Todesstrafe die grausame, unmenschliche
und entwürdigende Bestrafung schlechthin ist und gegen das in der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankerte Recht auf Leben
verstößt,
B. in der Erwägung, dass durch nichts belegt ist, dass die Todesstrafe
eine wirksamere Abschreckung darstellt als andere Formen der Bestrafung,
C. in der Erwägung, dass weltweit mehr als 20 000 Männer, Frauen und
Kinder in Todeszellen inhaftiert sind (Bericht von Amnesty
International, 2006),
D. in der Erwägung, dass nachweislich vor allem unterprivilegierte Menschen in der Todeszelle sitzen,
E. in der Erwägung, dass Mumia Abu-Jamal nach einem unfairen und
rassistischen Gerichtsverfahren seit 1982 in der Todeszelle sitzt,
1. fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, die
Resolution der Vereinten Nationen zum Moratorium für die Anwendung der
Todesstrafe umzusetzen und darauf hinzuarbeiten, dass die Todesstrafe in
allen Staaten, in denen sie nach wie vor angewendet wird, endgültig
abgeschafft wird;
2. fordert die Mitgliedstaaten und ihre politischen Vertreter auf, sich
für ein faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal einzusetzen;
3. ermutigt alle Befürworter der Abschaffung der Todesstrafe, den von
den Vereinten Nationen am 10. Dezember ausgerufenen Tag der
Menschenrechte zu nutzen, um auf den Kampf gegen die Todesstrafe und für
ein faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal aufmerksam zu machen;
4. beauftragt seinen Präsidenten, diese Erklärung mit den Namen der
Unterzeichner den Parlamenten der Mitgliedstaaten und dem Europäischen
Rat zu übermitteln.
Wir sollten alle dafür werben, damit noch mehr Mitglieder des Europäischen Parlaments diese Erklärung unterstützen.
Hier finden Sie die Liste der deutschen Europaabgeordneten:
http://www.europarl.europa.eu/members/public/geoSearch/search.do?country=DE&language=DE
Die Mailadresse der Europaabgeordneten ist immer
‘Vorname’.'Nachname’@europarl.europa.eu
Bitte diese Information an Eure Kontakte weiterleiten. Je
schneller die Zahl der Unterzeichner wächst, desto wahrscheinlicher ist
es, dass es am 11.11. im Europäischen Parlament die erforderliche
Mehrheit für die Resolution gibt.
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Demonstration "Atomkraft abpfeifen" am 03. Mai 2010 war voller Erfolg. Über 250 Leue waren da, um gegen die Tagung des Deutschen Atomforums zu demonstrieren. Die Stimmung war gut, laut und kreativ .... und wir werden unseren Widerstand gegen die Atomlobby weiterhin deutlich machen.

Bunter Protest gegen die Atomlobby in Berlin.

Ein breites Bündnis aus Parteien und Organisationen hatte zur Demo eingeladen. Um 17.00 Uhr begann die Demo gegen die Atomlobby.

Vor dem e-werk in Berlin machten wir deutlich: "Wir wollen keine Atomlobby in Berlin!"

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde spricht zum Thema Ausstieg aus der Atomenergie und militärische Nutzung der Atomenergie.

Demo-Leiter Uwe Hiksch ist zufrieden, dass alles wunderbar läuft. Er bedankte sich bei allen Organisationen und Parteien, die breit zu dieser Demo aufgerufen hatten.
